Das staatliche Gewaltmonopol vs. mündiger Bürger

Where do successful mass shootings occur?

Where do successful mass shootings occur? (Photo credit: KAZVorpal)

Ein Anarchist, der zwar keinen Bezug zu Waffen, dafür aber zu Zahlen hat, rechnet aus, wie viele Leben ein bewaffneter/unbewaffneter Bürger bei einem “shooting rampage” retten kann, wenn er nicht auf die Polizei warten würde.

Dazu hat er sich die statistischen Werte von School-Shootings in den USA und anderen Taten vorgenommen und diese auf transparente Weise ausgewertet:

Shooting-Rampage-Statistics

Das Ergebnis in Kurzform:

Waffen-Prohibition funktioniert nicht
Zivilcourage rettet Leben

14,29 = Die durchschnittliche Opferzahl, wenn man auf die Polizei/SWAT wartet
2,33 = Die durchschnittliche Opferzahl wenn bewaffnete/unbewaffnete Bürger selbst eingreifen

11 der 17 shootings wurden von unbewaffneten Zivilisten gestoppt. Das interessante daran ist – egal ob der Zivilist eine Waffe führte oder nicht, er rettete viele Leben, weil der Täter keine Zeit hatte, mehr Menschen zu töten. (Hinweis: An den meisten Highschools, Colleges und Unis in den USA herrscht ein striktes Waffenverbot, was es den Tätern oft einfach macht ihre Tat ungestört von mutigen oder gar bewaffneten Lehrern oder Studenten durchzuführen ohne gestellt zu werden.)

Nun sind School-Shootings – ungeachtet der maßlosen medialen Übertreibungen und des darauf folgenden entsetzten Aufschreis der Bürger – auch in den USA recht selten.

Trotzdem gilt: Je früher der Amoklauf beendet wird, desto besser. Und … es ist gar nicht so einfach mit einer kleinen Kugel ein bewegtes Ziel so zu treffen, daß der Schuß sofort tödlich ist. Da wird die Waffenwirkung durch die Unwissenden maßlos überschätzt. Aber die Leute sehen ja im Fernsehen und Kino die völlig unrealistischen Actionfilme und die noch unrealistischer dargestellten Auswirkungen von Schußwaffengebrauch (Tarantino lässt grüßen … schön bunt, aber völlig an den Tatsachen vorbei). Die Bilder haben sich leider in den Köpfen der Leute festgesetzt, dabei sieht die Realität ganz anders aus.

Und Obama soll sich nicht so anstellen. Der schießt nämlich selber sehr gerne. Und seine Schrotflinte ist genau so gefährlich wie die halbautomatischen Gewehre, die nur aufgrund ihres Aussehens als “Sturmgewehre” bezeichnet werden. Obama weiß, daß er mit seinem Waffenverbot nicht durch kommt. Aber er ist Politiker, also tut er so, als würde er etwas tun. Demokraten sind nämlich in den USA genau so waffenverrückt wie ihre republikanischen Pendants. Sie sind genau so in der NRA oder anderen Schießsportvereinen organisiert wie die Republikaner. Denn die NRA ist primär ein “Schützenverein” und erst in zweiter Linie ein Lobbyverband.

Wer sich über die angeblich so pietätlosen Aussagen des NRA-Sprechers aufgeregt hat – über die in den Medien stark verkürzt und deshalb (absichtlich?) missverständlich berichtet wurde – der sollte sich mal das Transkript komplett durchlesen.

http://articles.washingtonpost.com/2012-12-21/politics/36018141_1_mayhem-with-minimum-risk-nra-wayne-lapierre

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Waffenrecht - Waffenbesitz
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Eine Antwort zu Das staatliche Gewaltmonopol vs. mündiger Bürger

  1. Katja Triebel schreibt:

    Die originale Rede kann man auf Deutsch übersetzt auch hier lesen:
    http://www.prolegal.de/index.php/archiv/topmeldungen/140-nra-pressekonferenz

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