RESTRISIKO!!!

Wie nennt man Leute, die versuchen, eine ohnehin schon sehr geringe Risikowahrscheinlichkeit auf Null zu senken?

Vollidioten!

Denn das Restrisiko heißt Restrisiko, weil es sich eben nicht beeinflussen lässt. Selbst krasse Maßnahmen wie Totalverbote können so ein Risiko nicht mehr positiv verändern.

Das wissen diese Leute aber anscheinend nicht.

Denn um Risiken tatsächlich beurteilen zu können muß man Statistiken lesen, verstehen und richtig interpretieren können. Man müsste vorurteilsfrei die Zahlen, Daten und Fakten angehen und bewerten. Man muß Vergleichswerte haben, um überhaupt einen Bezug der statistischen Werte zur restlichen Welt herstellen zu können. Darauf hin kann man dann Schlüsse ziehen und Handlungen veranlassen.

Aber das Restrisiko bleibt!

Das bedeutet auch, daß wir mit dem Restrisiko leben müssen. So dramatisch und tragisch die Effekte dieses Restrisikos ausfallen mögen.

Viele Risiken gehen wir bewusst oder unbewusst ein. Oft genug bewerten wir diese Risiken völlig falsch. Stellt sich raus, daß wir falsch lagen, ist das Geschrei groß. Dabei hätte man doch durch Revision und Neubewertung (wie sie in der Risikoforschung üblich sind), die Risikobewertung jederzeit korrigieren können.

Frage: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden?
Antwort: Doppelt so hoch, wie die Wahrscheinlichkeit mit einer legal besessenen Schußwaffe (inklusive Polizeiwaffen) getötet zu werden.

Da relativiert sich doch so einiges. Allerdings zieht dieses Argument bei den Phobikern nicht. Denn persönliche Ängste werden natürlich enorm überbewertet, dabei ist es viel gefährlicher, wenn man nur das Haus verlässt, oder auf eine Leiter steigt.

Statistische Risiken (Stand: 25.12.2011)

1 : 575 Risiko, Opfer gefährlicher und schwerer Körperverletzung zu werden (4)
1 : 670 Wahrscheinlichkeit, an Multipler Sklerose zu erkranken (1)
1 : 750 Risiko, an den Folgen des Tabakkonsums zu versterben (1)
1 : 2000 Risiko, an den Folgen eines Alkoholkonsums zu versterben (1)
1 : 4600 Gefahr, an einem Colon-Karzinom zu versterben (1)
1 : 4800 Gefahr, an Brustkrebs zu versterben (1)
1 : 8000 Gefahr, im Straßenverkehr ums Leben zu kommen (2)
1 : 8.800 Chance, in Deutschland durch einen Suizid aus dem Leben zu scheiden (1)
1 : 37.000 Gefahr, in Deutschland durch ein Tötungsdelikt aus dem Leben zu scheiden (4)
1 : 43.000 Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Arbeitsunfalls (2)
1 : 50.000 Wahrscheinlichkeit, an „Amyotropher Lateralsklerose (ALS)“   zu erkranken (1)
1 : 55.000 Risiko, durch den Konsum illegaler Drogen ums Leben zu kommen (1)
1 : 140.000 Risiko, bei einem Badeunfall zu ertrinken (1)
1 : 215.200 Gefahr, in Deutschland durch eine Schusswaffe ums Leben zu kommen (5)
1 : 500.000 Risiko, bei einem Zugunglück umzukommen (2)
1 : 533.400 Gefahr, in Deutschland  einen Giftschlangenbiss zu bekommen  (3)
1 : 1.1 Millionen Gefahr, bei Naturkatastrophen zu sterben (2)
1 : 1,1 Millionen Möglichkeit, bei einem Terroranschlag ums Leben zu kommen (2)
1 : 1,2 Millionen Gefahr eines Todessturzes aus dem Bett (2)
1 : 2,8 Millionen Gefahr, bei einem Linienflug zu sterben (2)
1 : 3,5 Millionen Gefahr, in Deutschland  durch einen Giftschlangenbiss zu sterben  (3)
1 : 3.725.000 Gefahr, in Deutschland durch eine legal besessene Schusswaffe um‘s Leben zu kommen (incl. Polizeiwaffen o.ä.) (5)

Quellen:
(1) Wikipedia
(2) dpa, zitiert nach KÖLNER STADT-ANZEIGER, 18. Oktober 2011
(3) DER ARZNEIMITTELBRIEF, Oktober 2011
(4) Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
(5) Jahresbericht „Waffen- und Sprengstoffkriminalität in der Bundesrepublik Deutschland“ 1999

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