Waffe = Gewalt?

Waffen werden von vielen Menschen ausschließlich mit Gewalt in Verbindung gebracht. Dabei sind die Besitzer legaler Waffen die allerletzten Leute, die verbrecherisch oder gewalttätig wären. Denn wäre das der Fall, dann dürften sie gar keine Waffen besitzen.

Sportschützen schießen auf Scheiben. Ausübung von Gewalt liegt ihnen fern. Trotzdem wird das von den Waffengegnern ständig behauptet. Wenn sich ein Waffenbesitzer gegen solche Unterstellungen verwahrt, wird ihm Lüge unterstellt.

• Es wird behauptet, daß es dem Schützen ausschließlich um die Zerstörung des Zieles geht.
• Es wird behauptet, daß Waffen ausschließlich zum töten geeignet wären.
• Es wird behauptet, daß jeder Waffenbesitzer früher oder später jemanden bedrohen, verletzen oder töten wird
• Es wird behauptet, daß Besitzer legaler Waffen atavistische Züge hätten
• Es wird behauptet, daß Waffenbesitzer unzuverlässig und labil wären
• usw. etc. pp.

Die Waffengegner verwenden immer wieder dieselben diffamierenden Behauptungen und Unterstellungen und lassen keinerlei Gegenargumente gelten. Echte Argumente die sich durch Fakten belegen lassen, liefern sie dagegen nicht. Immer wieder wird eine handvoll Einzelfälle als Begründung für schärfere Gesetze und Verbote mißbraucht. Jeder belegte Beweis gegen die Behauptungen wird in sein Gegenteil verkehrt, ignoriert oder einfach lapidar vom Tisch gewischt.

Aus wenigen tragischen (aber sensationell aufgemachten) Einzelfällen kann keine allgemeine Gesetzgebung konstruiert werden, das ignorieren die Verbotsfanatiker. Verhältnismäßigkeit, Bürgerrechte oder statistische Daten interessieren nicht. In Bezug auf das Waffenrecht, werden viele Leute, die sich als Demokraten bezeichnen zu Diktatoren und Tyrannen. Sie selbst sehen sich als moralische Instanz, die das „Gute“ und den „Frieden“ erhalten und schützen wollen. Sie sind die „Guten“, der Waffenbesitzer ist der „Böse“. In diesem schwarz-weiß Bild gibt es keine Graustufen.

Der fast religiöse Eifer vieler Waffengegner lässt sich nur psychologisch erklären. Aber was ist es? Ängste, Minderwertigkeitskomplexe, Macht- und Kontrollgier? Oder einfach nur Unwissen oder der Unwillen sich selbst zu informieren, statt hundertfach Falschaussagen und Lügen nachzuplappern?

Tatsache ist, daß viele Anti-Waffen-Lobbyisten ein geschlossenes Weltbild haben und ausschließlich mit falschen Grundannahmen argumentieren. Sie müssen etwas aus ihrer Welt entfernen, das ihnen Angst macht, oder ihnen nicht passt. Das versuchen sie mit allen, ihnen zur Verfügung stehenden Methoden zu erreichen. Lüge, Verleumdung, Unsachlichkeit, Unterstellung, Emotionalisierung, Diffarmierung, Stigmatisierung und Diskriminierung – das alles ist ihnen selbst, als Mittel zum Zweck, erlaubt. Wehrt sich ein Waffenbesitzer, indem er diese Methoden aufzeigt, wird ihm unterstellt, die Tatsachen zu verdrehen. Denn der Waffengegner hat die Deutungshoheit – er alleine bestimmt, was wahr, richtig und gerecht ist.

Je mehr Menschen die Lügen einer kleinen Minderheit glauben, desto mehr Freiheit, Wahrheit, Toleranz und Demokratie geht verloren. Am schlimmsten und verlogensten ist es, daß die Gegner des legalen Waffenbesitzes ihre Ziele im Namen dieser Ideale verfolgen. Aber – wieder die Deutungshoheit – sie glauben die moralische Pflicht zu haben und nehmen sich das Recht dazu.

Die Geschichte belegt, daß die Leute, die die Freiheit anderer – aber auch die eigene – für eine erhoffte/versprochene Sicherheit aufgeben, beides verlieren. Auch das sehen die Gegner nicht. Dafür denken sie zu einseitig und kurzsichtig.

Die Waffenbesitzer sind spät dran. Sie haben sich viel zu lange nicht gewehrt, haben erduldet sind faule Kompromisse eingegangen, die fast immer zu ihren Ungunsten waren. Stück für Stück sind seit dem ersten Waffengesetz der Weimarer Republik 1922 die Rechte beschnitten worden. Selten aus Gründen der Sicherheit – auch wenn dies immer behauptet wurde.

Es geht immer um Macht und Kontrolle. Jemand der sich (wenigstens theoretisch) wehren könnte, ist nicht so leicht zu kontrollieren und zu unterdrücken, wie jemand, der sich nicht wehren kann, oder gar will – wie viele Zeitgenossen heutzutage. Wir haben eine Gesellschaft von hysterischen Feiglingen. Die Lieblingsbeleidigung der Jugendlichen heutzutage lautet: „Du Opfer“ oder „Du Jude“.

Da sollte man sich daran erinnern, daß die Nazis mit ihrem verschärften Waffengesetz ausdrücklich Juden und politische Gegner entwaffnet haben.

Ein restriktives Waffengesetz ist ein Instrument der Unterdrückung.

Ein liberales Waffenrecht dagegen würde belegen, daß die Regierung ihren Bürgern vertraut.

Was natürlich nicht übersehen werden darf:
Es gibt immer Menschen, die krank, verrückt oder verbrecherisch sind. Die lassen sich auch von den schärfsten Waffengesetzen nicht von ihrem Tun abhalten. Bisher konnte noch keine Statistik, keine Studie, eindeutig beweisen, daß Schußwaffenverbote nützlich sind. Dazu müsste Grundlagenforschung betrieben werden.

Eine Studie, die das deutsche Waffengesetz evaluieren sollte, wird von den Innenministern der Länder unter Verschluß gehalten. Sicher nicht, weil diese Studie so katastrophal ausgefallen wäre. Denn wäre der legale Waffenbesitz tatsächlich ein gesellschaftspolitisches oder kriminalpolitisches Problem, dann wäre das Wasser auf den Mühlen der meisten Politiker. So etwas wäre mit Triumphgeheul weitflächig veröffentlicht worden.

Man kann also vermuten, daß die bisherige Politik der permanenten Gesetzesverschärfungen ein Schlag ins Wasser war. Aber zugeben, daß man falsch lag? Daß man seit 1972 größtenteils unsinnige Regelungen ins Waffengesetz gepackt hat?

Da würde das Volk ja das Vertrauen in die Politik verlieren (längst passiert, aber das ignorieren die Politiker ja) – eine Politik die immer noch gebetsmühlenartig behauptet, daß mehr Waffen im Volk auch mehr Gewalt bedeuten. Die alte These ist längst widerlegt. Das allerdings ist noch nicht im Volk angekommen.

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