Kollektivschuld ist ein faschistisches Konzept

© Oleg Volk • http://a-human-right.com
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Ich bin nicht verantwortlich,
für die Vergehen anderer Menschen,
oder für Vergehen von Leuten, die wie ich aussehen,
oder für Vergehen mit Waffen, wie ich sie auch habe,
oder gar für irgend eine beliebige Handlung anderer Menschen.

Ich bin nur verantwortlich für meine eigenen Handlungen.

Liebe Waffengegner, Ihr kultiviert die Kollektivschuld der Nazis – die Sippenhaft.

Ich verstehe bei den einen, daß sie vor Angst oder Schmerz nicht klar denken können. Ihr habt mein Mitgefühl. Aber ich bin nicht für die Taten anderer Menschen verantwortlich. Lasst mich und mein Eigentum in Ruhe. Ich bestehe auf meine, mir gesetzlich verbrieften, Rechte und lasse mich nicht vorverurteilen.

Ich verstehe bei vielen, daß es ihnen um „Pazifismus“ geht. Lest und versteht Gandhi, statt etwas zu behaupten, was dieser großartige Mensch nie von anderen Menschen erwartet oder gar gefordert hat. Denn Euer falsches Verständnis von Pazifismus spielt dem Totalitarismus in die Hände.

Ich verstehe bei den anderen, daß es ihnen um Deutungshoheit, Macht und Kontrolle geht. Ihr seid Feinde der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Euch bekämpfe ich mit allen mir zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln.

3 thoughts on “Kollektivschuld ist ein faschistisches Konzept”

  1. Da ich ja auch ein Feind dieser Grundordnung bin, weiß ich nich, ob ich mich betufen fühlen sollte, hier zu kommentieren, aber ich mache es trotzdem mal.
    Mir scheint dieser Beitrag ein bisschen zu leidenschaftlich. Der Nazivergleich am Anfang zum Beispiel hat sogar mich kurz verschreckt, dabei bin ich da normalerweise gar nicht so kleinlich.
    Und mich stört auch, dass du implizierst, es gäbe nur diese zwei Gruppen. Ich kenne durchaus ein paar vernünftige Argumente für ein Verbot von Waffen, auch wenn sie mich nicht überzeugen.
    Und Gandhis Zitate hinter deinem Link finde ich nicht so sehr hilfreich, einerseits weil ich sie für Quatsch halte (allein die Idee, eine Familie brauche einen Kopf der sie beschützt) andererseits weil ich sowieso grundsätzlich mehr für Argumente bin als für Autoritäten.
    Pazifisten (im engeren Sinne) sollten nicht Gandhi lesen. Sie sollten einfach ein bisschen nachdenken.

    1. Hi Muriel, Dein Kommentar ist durchaus willkommen.

      Daß es einige wenige vernünftige Argumente für Waffenverbote gibt, da stimme ich Dir zu. Die sind selten und fast alle lassen sich mit entsprechenden Fakten widerlegen.

      Sicher – ich differenziere hier nicht zwischen den vielen unterschiedlichen Formen von Pazifismus. Das ist Absicht, weil der undifferenzierte Totalpazifismus die Erscheinungsform ist, die mir am häufigsten entgegengebracht wird. Diese Pazifismusform erlaubt nicht einmal Selbstverteidigung und fordert das auch von allen anderen Menschen. Viele Verfechter dieser Ideologie sind aber komischerweise schnell mit allen möglichen Gewaltformen bei der Hand (emotionale, verbale und in seltenen Fällen sogar physischer Gewalt), wenn man ihnen einen Spiegel vor die Nase hält bzw. ihnen unangenehme Fragen stellt und dann auch noch nachbohrt. Ich habe da schon Sachen erlebt, zu denen sich „echte“ Pazifisten nie hätten hinreißen lassen.

      Gandhi bringe ich nicht als Autorität ins Spiel, sondern um ihn als Autorität für die Verfechter des Totalpazifismus aus dem Spiel zu nehmen. Viele dieser Leute nennen Gandhi gerne als Autorität wenn sie einem ihr „Pazifismusbild“ um die Ohren schlagen. Dabei hat Gandhi nie von anderen gefordert, daß man sich zu unterwerfen habe, wenn man mit Gewalt konfrontiert würde. Ganz im Gegenteil …

      Daß Pazifisten ein bisschen nachdenken sollen, da stimme ich Dir zu. Es würde sogar Sinn machen, Gandhi zu lesen, denn seine pazifistische Philosophie ist höchst differenziert und bezieht auch die menschlichen Schwächen und persönliche Reife mit ein.

      Das mit dem „Kopf und Verteidiger der Familie“ kann man getrost ignorieren. Das ist ja auf indische Verhältnisse gemünzt (trifft dort auch in vielen Fällen immer noch zu – leider) und hat bei uns keine so große Relevanz. Ach ja – und der plumpe Nazizaunpfahl hat genau diejenigen getroffen, die ich treffen wollte. Ich habe ein paar sehr (sagen wir mal) sehr emotionale Mails bekommen – von Leuten, die sich als Pazifisten bezeichnen.😀

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