Die Bürgersprechstunde

Jeder Politiker, ob Lokal-, Regional- oder Bundesabgeordneter, hält in seinem Wahlkreis regelmäßig Bürgersprechstunden ab. Dort können Bürger in persönlichen Gesprächen mit „ihrem“ Abgeordneten (auch wenn Sie ihn nicht gewählt haben, ist er trotzdem Ihr Vertreter im Parlament), ihre Wünsche, Erwartungen, Sorgen und Ängste bezüglich politischer Themen loswerden.

Jeder Bürger kann und sollte diese Möglichkeit nutzen, um seinem Abgeordneten mal tief in die Augen zu schauen und sein Anliegen vorzutragen.

Ich nutze diese Möglichkeit gerne, um meinen Standpunkt bezüglich des Waffenrechtes in Deutschland klar zu machen und den Politiker/die Politikerin mit sauberen, belegbaren Fakten zu versorgen.

Ein Politiker ist kein Fachmann, muß sich aber zu vielen verschiedenen Themen äußern und im Parlament seine Stimme dazu abgeben. Ist der Politiker aber oberflächlich und falsch informiert, oder evtl. von allzumenschlichen Vorurteilen geplagt, dann kann man dessen Weltbild in der Bürgersprechstunde etwas zurecht rücken.

Klar – bei Abgeordneten der „Grünen“ wird das in den seltensten Fällen funktionieren. Gegen ideologische Verblendung helfen die besten und saubersten Argumente genau so wenig, wie offizielle, behördliche Statistiken oder Studien von Universitäten. Aber bei Mitgliedern von anderen Parteien kann man etwas bewirken.

Wir Waffenbesitzer werden gerne als „Waffenlobbyisten“ bezeichnet – richtiger wäre „Interessenvertretung“, da uns einiges zu einer richtigen „Waffenlobby“ fehlt. Sogar die Leute von Lobbycontrol bezeichnen uns als Interessenvertretung, und wenn sich jemand mit Lobbyismus auskennt, dann wohl die Leute, die die Kriterien genau kennen.

Also betreiben wir Lobbyismus im kleinen. Wir tauchen bei Bürgersprechstunden auf und reden mit unseren Politikern. Ein Lobbyist wird wohl zu einer „Informationsveranstaltung“ mit Häppchen, Sekt und Vortrag einladen um danach mit Geld- oder Sachspenden an den Politiker dessen Meinung beeinflussen (was in Deutschland leider immer noch nicht verboten ist).

Wir Waffenbesitzer haben für solche Methoden keine Mittel. Unsere Verbände und die diversen Interessenvertretungen auch nicht. Aber wir haben das gute Recht, unseren Politikern die Meinung zu sagen, wenn sie unserer Meinung nach drauf und dran sind Unsinn zu machen. Das ist sogar unser gutes demokratisches Recht und eine bürgerliche Pflicht.

Ein Politiker soll das Volk und den Willen des Volkes im Parlament vertreten. Das kann er nur tun, wenn er informiert ist, was das Volk will.

Also – raus aus den geheizten Wohnzimmern, weg von der Tastatur, die diversen Argumentationshilfen studiert (oder ausgedruckt) und ran an den Abgeordneten.

Ausführliche Argumentationshilfen:

https://lawgunsandfreedom.wordpress.com/2013/11/04/gunology-leitfaden-fur-die-waffenlobby/
Sicherheit durch ein Verbot legaler Schusswaffen in Privathand
Argumentationshilfe für Waffenbesitzer

4 thoughts on “Die Bürgersprechstunde”

  1. Jeder Wahlkreis hat
    a) EU-Parlmentarier
    b) Bundestags-Politiker
    c) Politiker, die im Bundesrat sitzen
    d) Lokalpolitiker für Inneres, Wirtschaft und Recht

    Ich würde bei a) oder b) beginnen, wenn du dich fit fühlst, mit unangenehmen Fragen umgehen zu können (um Zeit zu sparen). Ich würde mit d) beginnen, wenn du noch nicht sattelfest mit Argumenten umgehen kannst und dich langsam hocharbeiten.

    Hier ein toller Bericht von Joachim. Es lohnt sich. Die meisten Politiker haben von Waffenrecht NULL Ahnung, können uns aber verstehen, weil wir die „Guten“ sind, und sind an uns interessiert, da wir in der Mitte der Gesellschaft stehen und viele Wähler beeinflussen können.
    http://www.legalwaffenbesitzer.de/index.php/regionales/699-die-politiker-sollten-tun,-was-die-w%C3%A4hler-wollen.html

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