Wissenschaftliches Denken und Logik

Vielen Menschen fehlt die Einsicht, daß das, was sie behaupten falsch ist. Meist sind das Leute, die nicht wissenschaftlich und logisch denken. Diesen Menschen fehlt die Fähigkeit ein echtes logisches (folgerichtiges) Argument zu produzieren und sie sind auch nicht in der Lage ein korrektes logisches Argument zu erkennen, das ihre eigene Position (Annahme, Behauptung, etc.) als falsch ausweist.

Statt Logik und statistischen oder wissenschaftlichen Fakten genügt diesen Leuten ein „Gefühl der Plausibilität“. Eine Behauptung klingt „richtig“, sie „fühlt sich an, als würde es passen“. Da kann man dann noch so sehr mit echten Zahlen, Daten, Fakten kommen, derjenige wird sich nicht überzeugen lassen, weil er nach Gefühl geht und überhaupt keinen Sinn für Logik oder wissenschaftliche Methodik und Denken hat.

Über die Jahre bin ich vielen Menschen begegnet, die ausschließlich nach Bauchgefühl urteilen und mit Fakten nichts anfangen können. Diese Leute gehen davon aus, daß meine Fakten auf dieselbe Art- und Weise entstehen, wie deren Meinungen und können nicht zwischen ihrem Gefühl der Plausibilität und harter Wissenschaft unterscheiden.

Für jemanden, der wissenschaftlich und logisch denkt, muß ein Argument falsifizierbar sein. D.h. wenn ein Argument durch harte Fakten widerlegbar ist, dann ist das Argument falsch und die Theorie (Behauptung, Annahme) angreifbar oder bereits verworfen.

Für jemanden, der nicht wissenschaftlich denkt ist sein Denkgebäude eine Tatsache, ein feststehender Glaubenssatz der auch durch noch so klare, saubere, wissenschaftliche und logische Argumentation nicht zu erschüttern ist. Wissenschaft gegen Metaphysik …

Karl Raimund Popper hat den größten Teil seines Lebens damit verbracht, das zu erforschen. Sein Hauptansatz war, daß eine Theorie/Behauptung logisch widerlegbar sein mußte, damit sie verworfen werden kann. Ohne wissenschaftliche Methode kann kein sauberes Ergebnis entstehen.

Die Waffenbesitzer haben die Fakten, mit denen sie die Behauptungen der Waffengegner klar und sauber widerlegen können und sie tun es auch. Aber Logik und Wissenschaft wirkt bei den Waffengegnern nicht. Das sieht man immer wieder an „Studien“ mit katastrophaler wissenschaftlicher Methodik; inkonsistent, einseitig und mit fehlender Logik. „Geforscht“ wird mit post-normalem wissenschaftlichem Ansatz. Diese „Forscher“ bezeichnen ihre „Methoden“ sogar als „wissenschaftlich“. Auf der Basis von Fakten, die in Hinsicht auf das erhoffte Ergebnis geformt und interpretiert werden, entsteht dann ein Theoriengebäude, das mit wenigen logischen und wissenschaftlichen Argumenten falsifiziert und damit zum Einsturz gebracht werden kann.

Was uns Waffenbesitzer leider nicht weiterbringt, da sich die Waffengegner die Deutungshoheit nicht aus der Hand nehmen lassen wollen. Unangenehme Argumente der Waffenbesitzer werden einfach als unwesentlich, falsch oder „unwissentschaftlich“ bezeichnet (ohne einen echten Beleg dafür zu haben). Das sind natürlich nur rhetorische Tricks um zu verhindern, daß die eigene wacklige Theorie einen Kratzer abbekommt.

Es geht den Waffengegnern nicht um Wahrheit, um Realität, sondern darum, Recht zu behalten – um jeden Preis. Das hat mehr mit Religion als mit Wissenschaft zu tun und die verwendeten Methoden sind eher religiös/ideologisch als wissenschaftlich.

3 thoughts on “Wissenschaftliches Denken und Logik”

  1. Als Sachverständiger der sich beruflich mit dem Thema „Nicht natürlicher Tod/Schuss/USBV“ auseinandersetzen muss, kann ich aus leidvoller Erfahrung nur bestätigen, wie sehr realitätsfern -nicht nur „Waffengegner“ bei solchen Themen „argumentieren“. Dazu kommt noch eine gehörige Portion Hollywoodwissen“ über Verwendung und Wirkung von Schusswaffen, und schon findet man sich in einer Art Kreistanz der Absurditäten!
    Eben weil weithin kein Faktenwissen zu Rechtslage, Ballistik und Pathologie vorliegt UND
    natürlich auch die notwendie, wissenschaftliche Denkweise im Sinn der Falsifizierung Poppers unverstanden ist oder nicht von Interesse; weil zu „kompliziert“.

    Und auch der Feststellung muss ich leider zustimmen: Es geht Waffengegnern selten um Fakten, sondern es geht immer um Deutungshoheit und letztlich Kontrolle!
    Witzigerweise um eine Kontrolle von die „Gegner“ sich eine Art Erlösung zu versprechen scheinen, eine Erlösung die natürlich eher eine transzendeten Heilserwartung darstellt.
    Denn betrachtet man die Fakten, so kann ein solcher Heilszustand nicht erreicht werden!

    Peter

    1. Danke für den Kommentar – und natürlich ist mir auch bewusst, daß auch Waffenbesitzer oft mit untauglichen Argumenten kämpfen. Deshalb arbeite ich seit Jahren daran, sowohl Pro- als auch Contra-Argumente auf wissenschaftliche Haltbarkeit abzuklopfen. Da gibt’s noch viel zu tun …

      1. Vielen Dank für die Antwort.

        Ihren wissenschaftlichen Ansatz begrüße ich sehr, nimmt die biserige „Debatte“ mangels Fakten doch oft genug hysterische bis demagogische Züge an.
        Zu dem Vorhaben möchte ich Ihnen viel Glück und Durchhaltevermögen wünschen, denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass bei diesem Thema der „der Bote geköpft wird“, da allzu viele Menschen -aus völlig unerklärlichen Gründen- nichts zu den tatsächlich vorhanden Informationen hören wollen!
        Man wird schon angegangen, wenn man z.B. pathologische Befunde bei Schussverletzungen
        diskutiert….
        Peter

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