Wenn der Schuß nach hinten los geht

Tja, das hat sich unsere „Verteidigungsministerin“ sicher anders vorgestellt. Die PR-Aktion mit dem angeblich „untauglichen“ G36 Sturmgewehr ging nach hinten los.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article155950704/Jetzt-hat-von-der-Leyen-ein-echtes-Problem.html

Halten wir noch mal fest:

Das G36 wurde Anfang der 1990er für eine reine Verteidigungsarmee im Raum von Mitteleuropa konzipiert. Es war nie für den Einsatz in extremsten klimatischen Bedingungen gedacht und auch nicht dafür, daß es als Maschinengewehr mißbraucht wird. Der Versuch von der Leyens, Heckler und Koch für die geänderten Anforderungen in Regress zu nehmen, geht jetzt nach hinten los.

Die Ministerin versucht jetzt mit einer „wissenschaftlichen Studie“ (die sich sicher als selektive Gefälligkeitsstudie herausstellen wird), zu retten, was zu retten ist. Das ist natürlich eine Vermutung, aber die basiert auf langjähriger Erfahrung mit solchen Vorgängen.

Die Versuche der Politik und der Führung der Bundeswehr die eigenen Versäumnisse jetzt Heckler und Koch anzulasten, ist wieder mal ein ganz trauriges Kapitel in Sachen Ignoranz und Inkompetenz.

http://www.tagesschau.de/inland/nachtwei-gewehr-101.html

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7 Kommentare zu “Wenn der Schuß nach hinten los geht”

  1. Das da hinter den Kulissen gemauschelt wird, ist doch offensichtlich.
    Da HK seine 416 auf den Weltmarkt nicht verkauft bekommt soll der Steuerzahler die Bilanzen von HK wieder aufbessern.
    Jeder (gut) ausgebildeter Soldat und jeder Sportschütze weiß das eine extrembelastete Waffe in der Funktion nachlässt oder sogar versagen kann.
    Nachtigall ick hör dir trapsen…….

    1. Die Möglichkeit besteht natürlich auch. Aber dazu hätte es diesen albernen Eklat von Seiten des Ministeriums nicht gebraucht.

      Und das 416 ist zumindest bei den Spezialeinheiten außerordentlich beliebt – aber halt teurer als die (weniger guten) Konkurrenzprodukte.

  2. Hat man den mit der Schrott-Knarre eigentich „ordentliche“ Truppenversuche gemacht ? Offensichtlich nein, denn dann wäre
    die Untauglichkeit der Schönwetter-Flinte zutage getreten.
    Das ganze ist ein echter Witz. Alle, auch frühere Entscheidungsträger, gehören zur Rechenschaft gezogen. Ich fürchte aber, dass der Steuerzahler wieder mal für das Desaster grade stehen muss…………

    1. Wenn man sich die aktuellen Erfahrungsberichte und Befragungen von Soldaten anhört, die das G36 unter Extrembedingungen und auch schweren Gefechten eingesetzt haben, bekommt man ein ganz anderes Bild. Keine Rede von „Schrottgewehr“ – ganz im Gegenteil. Der Bericht der Untersuchungskommission wird vom Ministerium unter Verschluß gehalten, was der Chef der Kommission, Nachtwei, unverständlich und untransparent findet.

      Der neu zugefügte Link zur Tagesschau unter dem Artikel belegt, daß da wohl was vertuscht werden soll. Es liegt – wie schon von Anfang an vermutet – nicht am Gewehr.

  3. Vielleicht erleben wir ja doch noch den Tag, an dem Flinten-Uschi in der Versenkung verschwindet, bevor sie diesem Lande noch mehr schadet als bisher …

    1. Da bin ich bei diesem „Stehaufmännchen“ sehr pessimistisch. Außerdem gibt es noch Dutzende andere Politiker die genauso schädlich sind. Es bräuchte dringend eine Zäsur in der Politik. Aber auch das sehe ich nicht kommen. Fühlt sich aktuell an, wie „Weimarer Republik light“.

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