Gruppen und Logik

gruppen-und-logik

Guilt by Association (Schuldzuweisung aufgrund Gruppen-Zugehörigkeit).

Der „…..“ (Person) gehörte zu den „…..“ (beliebige Gruppe eintragen). Deshalb sind alle angehörigen dieser Gruppe „…..“ (beliebige Beschimpfung, oder Unterstellung eintragen).

So funktioniert „Guilt by Association“. Wenn also eine einzelne Person aus einer Gruppe gravierendes Fehlverhalten zeigt, wird diese Gruppe nach dem Verhalten (oder Eigenschaften) dieser einzelnen Person bewertet und verurteilt.

Beispiele:

  • Waffenbesitzer sind (potentielle) Amokläufer
  • Waffenbesitzer sind (potentielle) Verbrecher
  • Waffenbesitzer sind (potentielle) Mörder
  • Waffenbesitzer sind psychisch instabil
  • Waffenbesitzer haben „Lust am Töten (Tötungssimulation)“
  • etc.

Dieser Denkfehler wird um so offensichtlicher, wenn man sich die Gesamtmenge der Waffenbesitzer ansieht und diese der Gesamtmenge der Leute gegenüberstellt, die Waffenmißbrauch betreiben. Als siginifikant angesehen wird nur die Gruppe, die Mißbrauch betreibt. Nach dieser Gruppe werden alle anderen Personen beurteilt, die nur eine einzige Gemeinsamkeit mit Verrückten und Verbrechern haben = die Waffe.

Der logische Fehlschluß: „Wer eine Waffe hat, ist verrückt oder ein Verbrecher“. Dabei wird aktiv ignoriert, daß die große Masse der Waffenbesitzer weder das eine, noch das andere ist. Daß diese Zuweisungen auf geistig gesunde und rechtstreue Menschen projiziert werden, ist aktive Diskriminierung und Stigmatisierung.

Während beispielsweise die Medien immer wieder darauf hinweisen, daß man gewisse Menschengruppen (religiös, ethnisch, ideologisch) wegen einiger schwarzer Schafe nicht pauschal verurteilen darf, wird das in Bezug auf Waffenbesitzer (aber auch diversen anderen Gruppen) mehr oder weniger subtil von eben jenen Medien permanent gemacht. (Ausnahmen sind leider extrem selten).

Diese Form von Doppelmoral findet man zu sehr vielen Themen – nicht nur wenn es um Waffenbesitz geht. Aber die rabulistischen Behauptungen von Medien und Politikern, es gehe ja nicht darum mit Waffenrechtsverschärfungen den Jägern, Schützen und Sammlern eins reinzuwürgen, sondern es ginge um die gesellschaftliche Sicherheit, ist eine Lüge.

Man kann Mord und Totschlag nicht dadurch verhindern, indem man eine mögliche Tatwaffe verbietet. Denn – der Logik folgend – müsste man ja alles verbieten, was als Waffe genutzt werden kann … einschließlich diverser Körperteile.

So werden also so gut wie alle potentiellen Waffen zu „Alltagsgegenständen“ definiert (Dual-Use, wobei die objektive Gefährlichkeit vernachlässigt wird, obwohl die Statistiken das Gegenteil belegen) und den Schußwaffen wird nur eine einzige Eigenschaft zugesprochen, nämlich das töten. Daß das Gros der Schußwaffen allein zu sportlichen, jagdlichen und Sammlerzwecken besessen und auch benutzt wird, ignoriert man.

Schlimm ist, daß vielen Leuten diese Eigenschaftenzuschreibungen aufgrund von Logikfehlern und rhetorischen Tricks kaum auffallen (Korrelation vs. Kausalität). Richtig beunruhigend ist, daß viele Leute verdrehte, teils verrückte Überlegungen anstellen um diese Logikfehler zu rationalisieren. Dabei wird keine Rücksicht auf Ursache und Wirkung genommen, sondern es werden plausibel klingende, stark simplifizierte Verknüpfungen geschaffen.

Logische Fehlschlüsse dieser Art gibt es viele:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlschluss

Erschreckend ist auch, wie häufig logisches Denken und Kausalität zugunsten von magischem Denken über Bord geworfen wird – oft auch von Leuten, die einen akademischen Bildungsabschluß haben und es eigentlich besser wissen sollten.

 

One thought on “Gruppen und Logik”

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s