”Halbautomatische Sturmgewehre” …

”Halbautomatische Sturmgewehre” … wer verwendet denn immer noch diesen dummen Begriff, der von ideologisierten Waffengegnern aufgebracht wurde?

Eine MSR (Modern Sporting Rifle) hat mit einem Sturmgewehr so viel zu tun, wie ein VW-Golf mit einem aufgemotzen Tourenwagen. Nur weil ich ein paar Spoiler an ein Auto pappe und das ganze schwarz anmale, oder mit Renn-Streifen versehe, wird noch lange kein Bolide draus. Ein halbautomatisches Gewehr ist nun mal per Definition kein Sturmgewehr und Äußerlichkeiten machen eine Waffe nicht mehr oder weniger gefährlich.

Wozu ein Gegenstand benutzt wird, entscheidet nämlich immer noch der Besitzer. Warum soll man 2,5 Mio. zuverlässige und rechtstreue Waffenbesitzer in die Pfanne hauen, wegen einzelnen schwarzen Schafen – oder Verbrechern und Terroristen, die ihre Waffen sowieso am Gesetz vorbei besorgen?

Liebe Leute – das ist weitab jeglicher Verhältnismäßigkeit. Seltene Einzelfälle werden zu ungeheuren Gefahren aufgeblasen. Je seltener ein Risiko, desto gefährlicher wird es empfunden. Menschlich, aber dumm, da fern jeglicher Realität.

Allein deutsche Waffenbesitzer haben 5,9 Mio. Waffen und zig Hundertmillionen Schuß Munition.

Hätten wir ein echtes Problem mit Waffen und Waffenbesitz, dann würdet Ihr es wissen!

Aktuell versucht die EU-Kommission Waffen zu verbieten, die aussehen wie militärische Waffen, die aber eigentlich MSR sind. Betroffen sind vor allem Waffen, die aussehen wie das AK-47 und die AR-15 Modelle, die Ähnlichkeit mit dem M16 der US-Armee haben.

Man will gewöhnliche, halbautomatische Sportgewehre in die Kategorie A verschieben. Dahin, wo die verbotenen vollautomatischen Verwandten dieser Waffen zu finden sind. Entsprechend sollen die Gewehre auch behandelt werden – wie verbotene Waffen. Halbwegs legal wären die Waffen auch nur, wenn sie mit einem 10-Schuß-Magazin bestückt werden. Schiebt man ein 20- oder 30-Schuß-Magazin rein, dann unterlägen sie wieder einem Totalverbot, denn sie würden als Kriegswaffen gelten.

Das muß man sich mal vorstellen. Mit den halbautomatischen Sportgewehren wurde noch nie ein Verbrechen oder ein Terroranschlag begangen. Sie werden deshalb inkriminiert, weil sie so aussehen, wie Waffen, die für Verbrechen verwendet wurden. (Analogie: Lastzüge, wie beim Anschlag von Nizza). Soll man nun alle Lastwagen dieses Typs verbieten, weil ein Irrer damit Leute totgefahren hat? Genau das ist nämlich die Denke der Mitglieder der EU-Kommission.

In Deutschland gab es schon mal so ein „Anscheinswaffengesetz“. Wurde nach etlichen Jahren kommentarlos abgeschafft, weil man letztendlich feststellte, daß das Gesetz Unsinn war. Die EU will dieses Gesetz wieder einführen. Aus denselben blödsinnigen Gründen, auf die nur jemand kommen kann, der von der Materie null Ahnung hat und auch ansonsten beratungsresistent ist.

Dadurch wird aber kein einziges Menschenleben gerettet, da mit diesen Waffen eben nichts passiert. Verbrecher und Terroristen dagegen, besorgen sich auch weiterhin vollautomatische Militärwaffen – weit am Gesetz vorbei.

Man schafft mit so einer Regelung nicht mehr Sicherheit, sondern nur mehr unnötige, teure Bürokratie, mehr Rechtsunsicherheit und zerstört scheibchenweise den Schießsport. (Waffen der Klasse A werden z.B. nicht von Fluggesellschaften transportiert. Das bedeutet, daß internationale IPSC-Wettkämpfe nicht mehr möglich wären).

Selbst Waffenbesitzer, die der EU bisher positiv bis neutral gegenüberstanden, sind wegen diesem Kommissionstheater inzwischen derart angepisst, daß sie zu EU-Gegnern werden.

Diese Waffenbesitzer haben Familien und Freunde – und das sind alles Wähler. 2,5 Mio. Waffenbesitzer alleine in Deutschland können da zu politischen Multiplikatoren werden. Das mag eine Minderheit sein, aber eine Minderheit mit Einfluß und Reichweite. Und diese Minderheit ist inzwischen reichlich sauer.

Das ist der Punkt, an dem die Politik merken müsste, daß sie den Bogen überspannt hat und sie wird dafür büßen.

Die „Waffenlobby“, das sind ganz normale, hart arbeitende Steuerzahler und vielfach überprüfte, gesetzestreue Bürger. Solche Leute macht man sich nicht zum Feind, indem man sie beleidigt, stigmatisiert und diskriminiert.

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8 Kommentare zu “”Halbautomatische Sturmgewehre” …”

  1. Es geht doch wieder in die Richtung „Anscheinswaffen“. Und das nicht nur bei Jagd – und Sportwaffen. Die Paintball und Airsoft Fraktion wird da wohl als nächste „Bedrohung“ ins Korn genommen – da „Anscheinswaffen“. Die legalen Besitzer von Schreckschußwaffen, von Druckluftwaffen die aussehen wie „Sturmgewehre“ sind ja schon im Fokus der EU – Kommission. Waffensammler und Dekowaffen Besitzer sowiso.
    Besitzt jemand Schwerter oder Messer über 11 cm oder sammelt die sogar ? IHR seit auch bald dran !
    Im Internet kursieren Gerüchte das man zum Führen von Pfefferspray den „kleinen Waffenschein“ braucht, was natürlich abseluter Blödsinn ist.

    Jeder Waffenbesitzer sollte mal langsam aufwachen…JEDER !

  2. Das „halbautomatische StGew“ ist aufgrund der Wortgenese schon ein Anzeichen wohin die Resie geht. Mangels Sachargumenten werden über Medien diese künstlich gschaffenen Begriffe verbreitet, und von hoplophoben Verrückten gern übernommen.

    Es ging, und es geht nicht, um sachliche Gefahrenanalyse, sondern um den scheibchenweisen Versuch ein Totalverbot des sportlichen Schiessens zu implementieren.

    1. Mag ja sein, dass Du/ihr es anders seht, aber ich sehe privaten Waffenbesitz auch als ein verdammt valides Argument zum Selbstschutz – in einer Zeit wo Hemmschwellen des Anstandes offenbar immer weiter fallen.
      Es geht schließlich nicht darum mit „wirbelnden Colts am Zeigefinger“ durch die Gegend zu laufen, sondern dass die Wahrscheinlichkeit Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden, wenn man sich wehren kann, eben deutlich geringer ist.
      Jeder vernünftige und entsprechend ausgebildete/geschulte Waffenbesitzer weiss, dass man eine Waffe nur im absoluten Notfall zieht und wenn, dann um zu schießen. Man ist sich dabei in jedem Bruchteil einer Sekunde über die weitreichenden Konsequenzen klar.
      NIEMAND tut das leichtfertig – ausser er ist ohnehin ein Verbrecher der ohne Gewissen und Moral durch diese Welt geistert.

      Ich halte privaten Waffenbesitz auch für „symbolisch“ wichtig: Es bedeutet mündigige und eigenverantwortliche Bürger – und es kann gut sein, dass die Hatz aus genau diesem Grund geführt wird: Welcher Staat kann sich denn heute noch „mündige, eigenverantwortliche Bürger“ leisten?

  3. Wenn jemand (oder etwas) krank ist, laufen die Bestrebungen im Normalfall in Richtung Genesung.
    Die EU ist krank.
    Schwer krank sogar.
    Nachgeradezu siech!
    …..aber anstatt eine Genesung anzustreben, wird sie kränker und immer kränker gemacht. – und das ganze mit einem unfassbaren finanziellen Aufwand für diesen Wasserkopf.

    Es reicht den Menschen in Deutschland, immer mehr auch hier in Österreich, Italien, Spanien, Frankreich….
    Es wäre ansich schade um den Grundgedanken der EU – aber um DIESE(!) „EU“ ist wahrlich nicht schade.

    Weg damit und sobald sich die Menschen die Regierung zurück geholt haben, werden wir auch neue Wege der Völkerverständigung miteinander finden.
    Aber der Dreck den wir jetzt haben?
    Es reicht einfach…..

    1. Mit fachmännischem Jägerauge würde ich sagen dass bei der EU nur noch der Fangschuss hilft 😉

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