Aurora und die Fakten

Aurora und die Fakten

Was passiert, wenn Leute einfach was nachplappern, was ihre eigenen Vorurteile zu bestätigen scheint, wird von Mike treffend beleuchtet.

Edit, weil’s definitiv stimmt:

Incidentally, no gun law change would have prevented the killer to buy guns, because he was a law abiding citizen until that moment … (via @ThomasRHart)

und:

http://dagarser.wordpress.com/2012/07/26/ein-radiointerview/

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Darf Schießsport Spaß machen?

Manchmal stelle ich mir die Frage ob nicht nur die Waffengegner, sondern wir uns auch selbst einreden, daß man bei einem solchen Sport keinen Spaß haben darf. Schließlich geht man mit gefährlichen, ja tödlichen Waffen um. Da ist doch an Spaß gar nicht zu denken, oder?

Nach außen wird eher selten kommuniziert, daß Schützen Spaß haben, und wenn ich mir so manche meiner über-ernsthaften Schützenkollegen ansehe, dann könnte ich das fast glauben. Aber betreibt man einen Sport, wenn er keinen Spaß macht?

Während des Trainings und auch des Wettkampfes herrscht Ernsthaftigkeit vor, danach wird über die Presse und die Politik geschimpft oder gefachsimpelt.

Rumalbern, während man eine scharfe Waffe in der Hand hält? Undenkbar. Immer ist man darauf bedacht einerseits die Sicherheitsregeln einzuhalten (Priorität Nummer 1) und ordentlich zu schießen (Priorität Nummer 2). Das alles erfordert volle Konzentration und Aufmerksamkeit, Körperbeherrschung und Disziplin. Kann das Spaß machen?

Ja! Es macht sogar enormen Spaß. Das erschließt sich aber nicht für den Zuschauer, sondern nur dem, der diesen Sport betreibt.

Immer wieder weise ich Anfänger ein, die noch nie eine Waffe in der Hand hatten und diese meist nur aus irgendwelchen realitätsfernen Actionfilmen kennen. Nach einer gründlichen Unterweisung in die Sicherheitsregeln dürfen sie den ersten Schuß machen. Die erstaunten Blicke, wenn sie feststellen, daß der Rückstoß problemlos beherrschbar ist und bei weitem nicht so schlimm wie anfangs befürchtet. Die erste Freude überhaupt die Scheibe getroffen zu haben, bis hin zu wilder Begeisterung, wenn eine .357er Magnum sich mit lautem Krachen und riesigem Feuerball in Richtung Zielscheibe entlädt. Oder das breite Grinsen einer jungen Dame, die sich nach einigen Übungs-Schüssen mit kleineren Kalibern, an eine .44er Magnum gewagt hatte und erst damit aufhörte, als die Munition komplett verbraucht war. Dirty Harry lässt schön grüßen – da behauptet niemand mehr, daß die Super-Magnum-Klasse nur was für gestandene Mannsbilder ist.

Trotz allem ist diese Freude kontrolliert. Sie äußert sich nicht in wilden Kriegstänzen oder Umarmungsorgien wie auf dem Fußballfeld. Die Sicherheit geht immer vor. Und trotzdem macht es viel Spaß. Die tiefe Befriedigung, wenn die Treffer dicht nebeneinander nahe oder im Zentrum der Scheibe liegen. Das gute Gefühl, den eigenen Körper zu beherrschen, Atmung und Schuß mit dem Pulsschlag abzustimmen. Die innere Ruhe und Gelassenheit, die eintritt, wenn man das Ziel aufnimmt – ein meditatives, zen-artiges Erlebnis, das sich erst mit der Zeit allmählich entwickelt.

Bei jedem einzelnen Schuß muß neu abgestimmt werden … Körperhaltung … Puls … Atmung … zielen … abziehen in exakt dem richtigen Augenblick.

Das ist kein Sport für Leute, die ihre Emotionen oder ihre Handlungen samt allen möglichen Konsequenzen nicht im Griff haben. Es ist eine Art Meditation mit Knalleffekt. Es ist immer auch ein Kampf mit sich selbst – gegen den inneren Schweinehund, der zu Nachlässigkeit und Leichtsinn auffordert.

Nichts ist befriedigender und macht mehr Spaß, als diesen inneren Schweinehund zu besiegen. Egal, ob man sich im Wettkampf gegen andere misst, oder als Freizeit-Schütze gegen das eigene Ergebnis von letzter Woche.

Ja, verdammt! Schießen macht Spaß!

Die Waffenlobby in der Piratenpartei

Folgendes wurde behauptet in einer Mumble-Konferenz vom 06.07.2012, in der die Mitglieder der AG von interessierten Piraten und Kritikern gegrillt werden sollten/konnten/durften:

Die „Waffenlobby“ in der AG Waffenrecht der Piratenpartei geht nicht von ihren Standpunkten ab, deshalb kann man nicht mit ihnen diskutieren und das wäre ein eindeutiges Zeichen von Lobbyismus.

Das mit den festen Standpunkten stimmt durchaus und dafür gibt es sehr gute Gründe, die die Waffengegner entweder nicht begreifen oder gelten lassen wollen:

1. Wir geben schon seit Jahrzehnten ständig nach.

Wir geben Rechte ab, wir lassen uns faule Kompromisse reindrücken „um die Leute zu beruhigen“. Wir halten den Kopf unten, um möglichst keine Angriffsfläche zu bieten (nachträglich gesehen, war das sehr dumm). Man lässt sich Sachen ins Waffengesetz schreiben, die keinerlei Sicherheitsgewinn bringen und schlichtweg von fehlender Fachkenntis der Materie zeugen. Von gesundem Menschenverstand auf der Basis von Fakten ganz zu schweigen.

Damit ist jetzt Schluß! Die Grenze ist erreicht, wir haben uns lange genug von Medien und Politik rumschubsen und verleumden lassen. Zumindest ich habe dieses verlogene Getue gründlich satt.

2. Wir haben ein sehr gutes Fachwissen zum Thema.

Das wollen die Gegner aber nicht gelten lassen. Sie beharren auf ihren Vorurteilen, auf verdrehtem Halbwissen, auf Annahmen und ideologischen Forderungen. Nichts davon ist geeignet das Thema wirklich zu beurteilen. Aber in die komplexe Materie wollen sie sich auch nicht einarbeiten. Uns wird vorgeworfen, daß wir uns nicht bewegen wollen. Das ist auch schwierig, wenn man längst mit dem Rücken zur Wand steht. Aber einfach aufgeben; hinschmeißen damit ein paar hysterische Angsthasen ihre Ruhe haben? Nö!

3. Wir sind sachlich und rational

Das wird uns tatsächlich angekreidet. Die Gegner wollen ihre emotionale Befindlichkeit äußern (woran sie ja sowieso keiner hindert). Auf der Basis von vagen Emotionen/Ängsten wollen sie Änderungen, Kontrollen und Verbote. Zu jedem anderen Thema würde das mit höchster Empörung als „unpiratig“ abgeschmettert. Aber beim Thema Waffen ist das für etliche Piraten völlig Ok.

4. Wir argumentieren mit Zahlen, Daten und Fakten, mit Statistiken und Studien

Das muß für manche Leute ganz gräßlich sein, daß wir uns nicht einfach hinstellen und sagen: „Wir finden Waffen geil, wir wollen weiter mit unserem gefährlichen Spielzeug rumballern“. Aber auch so eine platte und nur in seltenen Fällen zutreffende Aussage würde uns negativ ausgelegt werden. Denn egal was wir sagen, die Waffengegner wollen unsere Argumente (und es sind gut begründete und belegte Argumente) nicht anerkennen. Sie wollen uns nicht zugestehen, daß wir unsere Hausaufgaben gemacht und sehr guten Gründe dafür haben, daß wir idiotischen Forderungen nicht noch weiter nachgeben wollen.

Wir dürfen also weder Spaß an unserem Hobby haben (das wird uns von einem Teil der Gegner abgesprochen, ja wir sprechen uns das teilweise sogar selbst ab) und unsere Belege, daß vom Waffenbesitz keine signifikante Gefahr ausgeht, lässt man auch nicht gelten, die werden von einem anderen Teil der Gegner einfach vom Tisch gewischt. Oder wie wir es schon von manchen Gegnern/Trollen wörtlich gehört haben: „Geht sterben, die Mittel dazu habt ihr ja“. Sehr sozial, sehr liberal und überaus tolerant. Danke für’s Gespräch. Und dann fragen sich unsere Gegener auch noch, warum wir gelegentlich mal so dünnhäutig und aggressiv reagieren … auch dafür gibt es gute Gründe.

5. Wir sind Lobby und deswegen böse

Den Gegnern scheint der Unterschied zwischen Lobby und Interessenvertretung nicht klar zu sein. Meist kommt es einem so vor, als würden mit „Lobbyisten“ die Leute bezeichnet, die man ideologisch ablehnt, während man in anderen Bereichen durchaus gerne mit Lobbyisten (Entschuldigung, gemeint sind natürlich Interessenvertretungen) zusammenarbeitet.

Sehen wir uns mal ein paar AGs in der Piratenpartei an:
In der AG Außenpolitik sitzen Soldaten mit drin, in der AG Gesundheit arbeiten Ärzte, Heilpraktiker, Pflegepersonal und Therapeuten mit, in den AGs Recht und Innenpolitik sitzen Juristen, die AG Umwelt hat Mitglieder die sich auch beruflich mit alternativen Energien beschäftigen usw. etc. pp.

Und diese Leute sollen kein Interesse an Veränderungen haben, die auch ihnen zum Vorteil gereichen? Das gibt’s nur in der AG Waffenrecht? Nur wir haben „Partikularinteressen“? GTFO! Blindfische! Etliche Mitarbeiter anderer AGs haben überhaupt kein Problem mit der AG Waffenrecht, weil sie selbst gelegentlich den Lobbyismusvorwurf hören. Viele Piraten erkennen eine Lobby nicht mal dann, wenn sie ihnen Punkte auf die Nase malt. So lange die Lobby sich im „ideologisch und moralisch positiv gewerteten Rahmen“ bewegt ist diese für die meisten Piraten völlig akzeptabel.

Die sogenannte „Waffenlobby“ hat grade mal ein paar tausend Mitglieder und das sind alles Bürger, die auf die eine oder andere Art vom Waffenrecht betroffen sind. Was die Piraten aber sehen und thematisieren ist die „Rüstungslobby“ der Konzerne, die mit den kleinen Interessenverbänden von Schützen, Jägern, Sammlern und mittelständischen Händlern nun wirklich nichts zu tun hat.

6. Das Thema ist weitläufig und sehr komplex

Die meisten Gegner sehen nur einzelne, kleine Teilbereiche. Die Komplexität und Tiefe des Themas wird einem nur bewusst, wenn man sich sehr gründlich damit beschäftigt und nicht nur an der Oberfläche kratzt. Deshalb picken sich die Anti-Waffen-Lobbyisten meist auch nur ein paar plakative Einzelbeispiele raus, auf deren Basis sie Einschränkungen und Verbote fordern. Aber auf der Basis von seltenen Einzelfällen kann man nun mal keine gerechten, sinnvollen und verhältnismäßigen Regelungen machen.

Das Übliche? Das Übliche …

Ansonsten verlief die Mumble-Sitzung wie in solchen Fällen üblich. Die meisten Waffengegner ziehen es lieber vor hinter dem Rücken der Waffenrechtler Demagogie zu betreiben und verbreiten weiter ihre Anschuldigungen und Vorurteile, statt sich ernsthaft und in voller Tiefe mit dem Thema auseinander zu setzen oder gar mal zuzugeben, daß sie es sind, die beim Großteil der Einzelthemen völlig falsch liegen.

Denn fast alle Vorwürfe und Forderungen der Waffengegner basieren auf Annahmen, Vorurteilen, ideologischer Verblendung und vagen/diffusen Ängsten. Wer das nicht ablegen kann oder will – statt dessen aber von uns fordert, daß wir nachgeben sollen, damit sich die Gegner besser fühlen, der sieht natürlich nur, daß wir uns weigern, uns zu bewegen.

Stand Your Ground!

Dazu stehe ich – nicht mit der Waffe in der Hand – sondern mit meinem Grundverständnis als Demokrat, als rationaler und faktenorientierter Mensch, der ein gerüttelt Maß an Sachwissen zum Thema hat. Sachwissen, das die Gegner nicht haben und sich auch nicht aneignen wollen.

Ich weigere mich, auch nur eine Fußbreit mehr nachzugeben. Bisher war so gut wie jeder „Kompromiss“, jede Gesetzesverschärfung, zum Nachteil der Waffenbesitzer und brachte letztendlich keinen konkreten Sicherheitsgewinn. Es war reine Kosmetik zur Beruhigung des Wahlviehs. Wer der Illusion der „gefühlten Sicherheit“ erliegt, der sollte so lange mit Zahlen, Daten und Fakten bombardiert werden, bis er endlich den Unterschied zwischen seiner rosaroten Phantasiewelt und der realen Welt begreift.

Wohin gehen wir Piraten?

Ein sehr guter Blogartikel, den ich voll und ganz unterschreiben kann:

http://blog.michaelkesler.net/index.php?/archives/15-Wohin-gehen-wir-Piraten.html

Denn die ichbezogenen Betonköpfe, diejenigen die alles besser wissen, obwohl sie keine tiefgehende Ahnung von einer Thematik haben, wollen über die Richtung, Gedanken, Tugend und Moral bestimmen. Das gibt’s in anderen Parteien auch. Aber die Verbiestertheit mancher Piraten fällt da besonders auf.

Dazu passt auch: ZEIT Online – Moralnormen, Terror der Tugend

Das ist ein „must read“ und zeigt sehr deutlich wo unsere Gesellschaft mit ihrem Meinungsdiktat hinläuft. Das kann kein liberaler Mensch wollen.

Die unterschiedlichen Typen von Waffengegnern und wie man sie dazu bringt ihre Meinung zu ändern

Warum sind manche Leute „Waffengegner“?

Typ 1: Die Angst vor dem Unbekannten

Heutzutage gibt es viele erwachsene Menschen, die niemals eine Waffe in der Hand gehalten haben – oft nicht einmal eine Spielzeugwaffe. Ganz zu schweigen, daß sie mal eine gründliche Einweisung in die Sicherheitsregeln und die Benutzung von einem Ausbilder bekommen hätten.

Daraus ergibt sich, daß es immer mehr Leute gibt, die Angst vor Waffen haben, weil sie nichts darüber wissen. Ich bin mir sicher, daß jeder der den Artikel liest, jemanden kennt, der glaubt, daß Waffen „einfach so losgehen“. Dabei ist es unmöglich, daß eine moderne, gut gewartete Waffe „losgeht“ wenn sie einfach nur rumliegt. Fast alle modernen Waffen haben Sicherungssysteme, die ein „losgehen“ verhindern, selbst wenn sie auf den Boden fallen oder an die Wand geworfen werden. So gut wie alle Fälle „unbeabsichtigten losgehens“ resultieren aus Bedienungsfehlern.

Zu viele Menschen verstehen einfach nicht, wie Waffen funktionieren und wie sicher sie sind, wenn sie vorschriftsmäßig benutzt werden. Glücklicherweise kann man das dieser Gruppe von Waffengegnern am einfachsten nahebringen. Durch ordentliche Information, Ausbildung und Training kann man vielen dieser Menschen die Fakten über Waffen beibringen.

Typ 2: Angst aus persönlichen Gründen

Manche Leute haben Angst vor Waffen, weil sie selbst schlechte Erfahrungen gemacht haben. Diese Menschen unterscheiden sich vom Typ 1, denn ihre Angst basiert auf realen Geschehnissen. Vielleicht hat jemand einen geliebten Menschen durch einen Verbrecher, der eine Schusswaffe benutzte, verloren. Diese Gruppe hat einen wesentlich legitimeren Grund, weshalb sie sich vor Waffen fürchtet. Es wäre ähnlich wie Flugangst, wenn man einen Angehörigen bei einem Flugzeugabsturz verloren hätte.

Diese Gruppe kann trotzdem von einer gründlichen Ausbildung und Informationen über das Thema profitieren. Es würde ähnlich funktionieren, wie eine Desensibilisierung bei Flugangst oder Arachnophobie (Angst vor Spinnen). Der Umgang mit dem angsterzeugenden Gegenstand, verringert die Furcht und erhöht das Selbstbewusstsein.

Wenn man mit Angehörigen dieser Gruppe diskutiert/argumentiert, dann ist Behutsamkeit angebracht. Diese Menschen haben reale, psychologische Gründe für ihre Gefühle, die respektiert werden müssen. Eine schrittweise Einführung in die Technik, Berichte in denen Feuerwaffen für die Rettung von Menschenleben benutzt wurden und eventuell auch eigenes ausprobieren wirkt hier Wunder. Man ändert die Meinung einer Person nicht in einem Aufwasch. Das braucht Zeit, Besonnenheit und Unvoreingenommenheit.

Typ 3: Der Mitläufer

Dieser Waffengegner ist waffenfeindlich, weil seine gewählte Ideologie, politische Partei, Religion, Familie, prominente Personen, Medien oder Lobbygruppen fordern, daß das so sein müsse. Diese Menschen denken nicht selbst und informieren sich auch nicht um zu einer eigenen, unabhängigen Meinung zu kommen.

Die Meinung von Mitläufern zu ändern ist schwierig. Sie wiederholen roboterhaft die Behauptungen, die in ihrer gesellschaftlichen/sozialen Gruppierung kursieren, ohne diese Vorurteile zu prüfen oder gar selbst nachzuforschen. Man kann nur hoffen, daß man ruhig und mit geduldig wiederholten Daten (den im Überfluss vorhandenen Fakten), die falschen Standpunkte widerlegt. Die meisten Leute in dieser Gruppe werden diese Informationen einfach ignorieren und kaum jemand wird seine Meinung ändern. Aber ein gutes, rationales Argument kann eine Saat für eine spätere Meinungsänderung sein.

Typ 4: Die „Kontrolleure“

Das ist die gefährlichste Gruppe von Waffengegnern. Sie weiß ganz genau warum sie gegen Waffenbesitz und Selbstverteidigung ist. Sie möchte so viele Leute wie möglich kontrollieren. Wehrlose Menschen sind leichter zu kontrollieren als wehrhafte. Das ist eine simple Tatsache. Diese Leute wollen dem alltäglichen Leben immer mehr Verbote, Gesetze und Regulierungen überstülpen – inklusive der Waffengesetze.

Die Meinung dieser Leute kann man nicht ändern. Diese haben die selben Informationen wie die Waffenenthusiasten und das macht ihnen Angst. Ihre Opposition zu Waffenbesitz, liberalen Waffengesetzen und Selbstverteidigung ist ausschließlich auf ihren eigenen Vorteil gerichtet.

Typ 5: Die Abhängigen

Diese Gruppe unterstützt die „Kontrolleure“ im Kampf um die Macht. Diese Menschen glauben, daß ihr Leben von einer dritten Gruppe kontrolliert werden muß. Diese Menschen würden niemals die Verantwortung für ihr Leben und ihre persönliche Sicherheit in die eigenen Hände nehmen. Sie verlassen sich lieber auf die Polizei, statt auf Selbstschutz. Sie verlassen sich lieber auf die Feuerwehr, statt ihre Wohnung mit Feuermeldern und Feuerlöschern auszustatten. Sie verlassen sich lieber auf die Regierung, die Behörden und das „soziale Netz“, als auf ihre eigenen Fähigkeiten.

Mit Typ 5-Leuten zu argumentieren ist völlig unmöglich. Die Tatsache, daß manche Leute Verantwortung für ihr eigenes Leben und ihre eigene Sicherheit übernehmen wollen macht sie panisch, weil sie selbst unwillig oder unfähig sind, Verantwortung zu übernehmen.

Fazit:

Das sind sie: Die 5 Kategorien auf die die „Waffengegner“ sich verteilen – auf die eine oder andere Weise. Sicher wird es ein paar Ausreißer geben, aber generell finden sich Waffengegner in einer der 5 Gruppen wieder.

Wenn man versucht die Meinung eines Menschen zu ändern, sollte man über dessen Argumentation nachdenken und entsprechend reagieren. Diskussionen mit Waffengegnern werden schnell emotional. Man sollte sich davon nicht beeinflussen lassen. Denn alle Zahlen, Daten und Fakten, die Statistiken und Studien belegen, daß die Waffengegner falsch liegen. Das werden diese nur in seltenen Fällen offen zugeben. Aber die Uninformierten, diejenigen, die von den Medien und gesellschaftlichen Gruppen ein falsches Bild vermittelt bekommen, die kann man mit sauberen Argumenten erreichen und das sollten wir tun.

Artikel von hier: http://gunssavelives.net/blog/the-different-types-of-anti-gunners-and-how-to-change-their-mind/ – holprige Adaption von mir.

Waffenrecht: Mehr Waffen, na und?

Quelle: https://news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=174750 und http://www.dwj.de/magazin/topthema/details/items/waffenrecht-mehr-waffen-na-und.html

Die Anzahl legal erworbener Schusswaffen, die sich im Besitz von Waffensammlern, Jägern und Sportschützen befinden, hat in den vergangenen Jahrzehnten auch in Deutschland von Jahr zu Jahr zugenommen. Einen Einfluss auf die Rate des kriminellen Missbrauches hat dieser Umstand aber nicht. Im Gegenteil:

Die Kriminalitätsstatistiken beweisen sogar noch immer sinkende Raten von Mord und vorsätzlichem Totschlag.

„Bitte überlegen Sie, ob Sie alle in ihrem Besitz befindlichen Waffen auch wirklich benötigen.“ „Sie haben die Möglichkeit, Ihre Waffen kostenlos bei den zuständigen Mitarbeitern unserer Behörde abzugeben.“ Solche und ähnliche Formulierungen bekommen Inhaber von Waffenbesitzkarten landauf, landab in diesen Wochen zu lesen. Sie stehen auf offiziellen Schreiben beispielsweise von Landräten, die unter Einsatz von Steuermitteln Serienbriefaktionen durchführen mit dem Ziel, Waffenbesitzer zur „Abgabe“ ihrer Waffen zu ermutigen.

Von einem Abkaufen der legal besessenen Gegenstände ist nirgendwo die Rede. Die Autoren dieser Schreiben sind getrieben von der Überzeugung: „Jede Waffe weniger ist ein Mehr an Sicherheit!“ Wie sie zu dieser Überzeugung gelangten, ist nicht zu erkennen, auf Daten und Fakten kann sie jedenfalls nicht beruhen. Dass es Behörden überhaupt wagen, solche Behauptungen aufzustellen, ist bereits einigermaßen verwegen. Zumindest beweist die Formulierung einer solchen These entweder Inkompetenz oder Ignoranz. Ignoranz gegenüber offiziellen Kriminalstatistiken.

Kriminalitätsentwicklung in Deutschland.

Das Bundeskriminalamt veröffentlicht jedes Jahr eine umfassende Statistik zur Kriminalität in Deutschland. Die kann sich jeder Interessent mit Internetzugang auf seinem Rechner betrachten. Ebenso ist es einfach möglich, die Entwicklung der Straftaten in Deutschland – auch aufgeteilt nach verschiedensten Typen von Straftaten – beim Bundeskriminalamt online einzusehen. Sie zeigt die Entwicklung der Kriminalität in Deutschland seit 1993. Die Gesamtzahl der Straftaten pro Jahr liegt seit 1993 im Bereich von rund 6,3 bis 6,7 Millionen Fällen. Die Zahl ist von 21 950 im Jahr 1996 auf 12 441 im Jahre 2007 gesunken! In dieser Zahl enthalten sind alle Fälle, bei denen mit einer Schusswaffe gedroht und/oder geschossen wurde. Dazu zählt auch die missbräuchliche Verwendung etwa von Gaswaffen. Eine Differenzierung zwischen legalen und illegalen Waffen wird nicht vorgenommen.

Im Jahr 2007 war bei 12 441 von 6,285 Millionen Straftaten eine Schusswaffe im Spiel. Bei 36,8% dieser Fälle wurde damit geschossen – das entspricht 36,8% von 0,2% aller Straftaten, mithin also 0,0736% aller Fälle. Nochmals: In diesem Wert ist der Anteil illegal verwendeter Waffen enthalten! Will man sich ein Bild über die Rolle erlaubnispflichtiger Waffen in Legalbesitz machen, wird man beim Referat IS 7 des Bundesinnenministeriums fuüdig. Auf diese Zahlen bezog sich auch das Institut für Rechtspsychologie der Universität Bremen in seiner Stellungnahme anlässlich der Anhörung vor dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages am 2. Februar 2008. Bei nur 2,5% der Schusswaffen handelt es sich um in legalem Besitz befindliche Schusswaffen (Stand 2005). In 97,5% der Fälle von Schusswaffenverwendung bei Straftaten handelte es sich um erlaubnisfreie oder in illegalem Besitz befindliche Schusswaffen.

Betrachtet man die Fälle der Deliktgruppe Mord/Raubmord und Totschlag lag der Anteil von in legalem Besitz befindlichen, erlaubnispflichtigen Schusswaffen im Jahr 2002 bei 5 von 59, beziehungsweise 7 von 82 Fällen, das sind jeweils rund 8,5%. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes handelt es sich hier zu einem großen Teil um Taten aus dem „psychosozialen Nahraum“, sogenannte Beziehungstaten. Das Max-Planck-Institut für Internationales Strafrecht spricht von rund 20 bis 25 Taten im Jahr, die mit Legalwaffen begangen würden. Solche Taten sind aber dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht unterbleiben würden, wenn keine Schusswaffen greifbar wären. Vielmehr wird im Affekt dann eben auf andere Gegenstände zurückgegriffen. Tragische Beispiele dafür gibt es genug – aus der Max-Planck-Studie lässt sich eine Zahl von rund 525 errechnen. Bei diesen Zahlen verwundert es nicht, dass etwa Holger Bernsee vom Bund Deutscher Kriminalbeamter noch vor wenigen Jahren vor dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages ausführte, dass es nicht die Verwahrung und der Umgang mit legal erworbenen Schusswaffen seien, die kriminalpolitisch relevant wären.

Alle verfügbaren offiziellen Statistiken weisen also aus: Die Anzahl der Straftaten mit Schusswaffeneinsatz (illegaler Besitz und legaler Besitz) ist in den vergangenen 15 Jahren in Deutschland erheblich zurückgegangen. In der gleichen Zeit ist die Anzahl der in Legalbesitz bei deutschen Bürgern befindlichen Waffen (wie seit 1954) immer weiter  angestiegen. Die Behauptung, dass „jede Waffe weniger ein Plus an Sicherheit sei“ ist damit ad absurdum geführt. Dass die Anzahl von erlaubnispflichtigen Schusswaffen in Privathand mit der öffentlichen Sicherheit in keinerlei Zusammenhang steht, beweist nicht nur die Analyse deutscher Kriminalstatistiken. Ein Blick auf die Kriminalitätsgeschichte der Vereinigten Staaten von Amerika belegt das beeindruckend. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass die nachfolgend vorgestellte Grafik nicht von der National Rifle Association (NRA) stammt, sondern vom Justizministerium – sie ist also offiziell. Diese Grafik hilft dabei, eindrucksvoll Thesen von ideologischen Gegnern des privaten Waffenbesitzes zu widerlegen.

These 1. Wir wollen keine „amerikanischen Verhältnisse“. Deshalb muss die Anzahl der Waffen in der Bevölkerung reduziert werden.

Damit soll ausgedrückt werden, dass in den USA die Gewaltkriminalität mit Schusswaffen deshalb hoch sei, weil man fast überall sehr leicht jede Art von Schusswaffen kaufen könne und auch entsprechend viele Schusswaffen im Umlauf sind.

Die Fakten: 1. Die Waffengesetzgebung ist in den USA in erster Linie Sache der einzelnen Bundesstaaten. Deshalb ist das Erwerben, Besitzen und Führen von Feuerwaffen von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich gesetzlich geregelt. Schon von der Gesetzgebung her gibt es also keine einheitlichen „amerikanischen Verhältnisse“. So gibt es sehr liberale Waffengesetze, wie etwa in Louisiana, Nevada oder Texas. In Texas beispielsweise darf der Waffenbesitzer in der Öffentlichkeit eine Faustfeuerwaffe führen, er muss sie allerdings offen tragen. Dagegen ist die Waffengesetzgebung in Kalifornien, New York oder Washington D.C. teilweise extrem streng. In Washington und New York ist jeglicher privater Besitz von Waffen bei Androhung von Gefängnisstrafe verboten.

2. Die Gewaltkriminalität in den USA ist so unterschiedlich verteilt wie das Land groß ist. Nimmt man als Parameter die Mordrate (Tötungsdelikte je 100 000 Einwohner), so schwankt diese je nach Region zwischen nahe 0 und über 50! Selbst innerhalb der Stadt New York schwankt die Mordrate je nach Stadtteil bei gleich restriktivem Waffengesetz zwischen 8 und 54! Es gibt also keine einheitlichen „amerikanischen Verhältnisse“ bei der Gewaltkriminalität.

3. Vorausgesetzt, es gäbe einen Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit und Anzahl der „im Volk“ befindlichen Waffen einerseits und der Gewaltkriminalität andererseits, müsste die Mordrate in Texas, Louisiana oder Süd-Dakota am höchsten sein, in Washington D.C. oder New York dagegen am niedrigsten. Das ist nicht der Fall. Im Gegenteil: In Washington D.C. ist die Mordrate so hoch wie nirgends sonst in den USA. Im unmittelbar angrenzenden Bundesstaat Virginia mit einem vergleichsweise liberalen Waffengesetz liegt die Mordrate nur etwa bei einem Viertel davon.

Dieser kurze Blick auf die Statistik und die Gesetzgebung zeigt, dass weder zwischen der Anzahl der Schusswaffen je Einwohner noch zwischen der absoluten Anzahl der Schusswaffen und der Mordrate ein statistischer Zusammenhang besteht! Doch welche Faktoren beeinflussen dann die Mordrate? Einige Hinweise liefert hier ein Blick auf die vergangenen 100 Jahre US-Geschichte und die Entwicklung der Mordrate.

1. Die Mordrate lag von 1870 bis 1905 etwa bei 1 pro 100 000 Einwohner. Während dieser Zeit konnte in den USA jeder, egal ob Weißer, Farbiger, Immigrant oder 14-jähriger Junge, jederzeit und überall jede Feuerwaffe erwerben, die er wollte.

2. Zwischen 1905 und 1933 stieg die Mordrate stark auf fast 10 pro 100 000 Einwohner an. Diese Zeit ist gekennzeichnet von massivem Wachstum der großen Städte (Urbanisation der Gesellschaft). Die waffenrechtliche Situation blieb unverändert. Soziologische Studien haben längst hinlänglich bewiesen, dass die Aggressivität und die Gewaltbereitschaft in anonymen Urbanisationen ungleich größer ist als anderswo. Das zeigt auch die „explodierte“ Mordrate, die bei gleicher waffenrechtlicher Situation eintrat.

Mit zu dieser gestiegenen Mordrate haben auch die verstärkten Einwanderungen aus autoritär geführten europäischen Ländern beigetragen. Aus unterdrückten Menschen wurden plötzlich freie Menschen. Die Geschichte lehrt, dass ein gewisser Prozentsatz solcher plötzlich „freien“ Menschen in die Kriminalität abgleitet. Da es sich hierbei noch um Menschen verschiedener Nationalitäten handelte, spielte auch das Phänomen der Ghetto- und Bandenbildung als Ursache für Gewalt eine nicht unwesentliche Rolle.

3. Zwischen 1933 und 1958 sank die Mordrate bei unveränderter waffenrechtlicher Situation um mehr als 50%. Jeder Erwachsene konnte nach wie vor jede Art von Feuerwaffe kaufen – sogar per Post bestellen und sich zusenden lassen. Das deutet darauf hin, dass für die „Mordbereitschaft“ auch die Armut nicht unbedingt direkt verantwortlich sein muss. Denn in die Zeit dieses starken Abfalls der Mordrate fielen sehr schlimme Jahre wirtschaftlicher Depression in den Vereinigten Staaten von Amerika.

4. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten Millionen von amerikanischen Soldaten nach Hause zurück. Hunderttausende brachten erbeutete Waffen mit, sozusagen als „Souvenirs“. Millionen Feuerwaffen bis hin zu automatischen Waffen gelangten in die USA und wurden dort frei verkauft. Wenn „Waffen Verbrechen verursachen“ würden, hätte die Mordrate in dieser Zeit explodieren müssen. Das geschah aber nicht.

5. Die Phase von 1960 bis 1980 ist ein Spiegelbild der Phase von 1905 bis 1933. Die Mordrate stieg bei gleicher waffenrechtlicher Situation stark an. Soziologischer Hintergrund: Massive Verstädterung in Regionen mit hohem Anteil farbiger Bevölkerung und massive Einwanderung, vor allem auch aus dem karibischen Raum. Der Effekt ist derselbe wie unter Punkt 2 beschrieben. Darüber hinaus begann in den frühen 1960er-Jahren die „Drogensubkultur“ zu wachsen. Drogenkriege krimineller Banden kamen auf.

6. Interessant ist das Jahr 1968. Damals versprachen die Kongressmitglieder der Bevölkerung, dass sie durch den erlassenen „Gun Control Bill“ Gewalttaten mit Waffen drosseln oder fast ganz ausschalten wollten. Nichts davon geschah: Die Mordrate stieg weiter unverändert steil an.

Was ist daraus zu folgern? Die Anzahl von Gewaltverbrechen hängt eng mit einer ganzen Reihe familiärer, sozialer, bevölkerungsgeografischer und soziologischer Faktoren zusammen, nicht aber mit der Anzahl „der im Volk befindlichen“ Waffen oder deren Verfügbarkeit. Dazu zählt beispielsweise auch der Altersaufbau der Bevölkerung. So führen US-Kriminologen den Anstieg der Gewaltkriminalität zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren auch auf die Baby-Boom-Jahrgänge zurück, die zwischen 1960 und 1980 das „gewalttätigste“ Lebensalter zwischen 20 und 40 Jahren durchliefen.

Die Gleichung „leichte Verfügbarkeit von Schusswaffen für jedermann = hohe Mord- und Verbrechensrate = amerikanische Verhältnisse“ ist danach nicht haltbar.

An dieser Stelle ist auch die Entwicklung in Großbritannien beachtenswert. Nach dem Totalverbot des privaten Kurzwaffenbesitzes 1997 hat sich bis heute die Anzahl der jährlichen Delikte der Verbrechensgruppen Tötungen und schwerer Raub mit Schusswaffeneinsatz nahezu verdoppelt (plus 80%).

These 2. Die öffentliche Sicherheit muss durch eine Beschränkung des Legalwaffenbesitzes bekämpft werden. Selbst für Jäger reichen drei bis vier Waffen. Auch diese These geht davon aus, dass allein die Existenz von Waffen Gewaltverbrechen begünstigt, ihre Zahl erhöht. Die Fakten: „Unter kriminalpräventiven und rechtspsychologischen Gesichtspunkten stellen Legalwaffenbesitzer keine bedeutende Gefahr für die Innere Sicherheit dar.“ Dieses Zitat stammt aus der Stellungnahme des Instituts für Rechtspsychologie im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen für die öffentliche Anhörung im Innenausschuss des Deutschen Bundestages im Februar 2008. Eine andere Aussage ist auf Basis der offiziellen Zahlen der Polizeilichen Kriminalitätsstatistiken und der Kriminalitätsstatistik des Bundeskriminalamtes auch gar nicht möglich. Nur bei 0,31% aller Straftaten war eine Schusswaffe beteiligt. Davon waren wiederum – je nach Delikt – in 4 bis 8% eine legale Schusswaffe beteiligt. Das bedeutet also, dass nur in rund 0,0002% aller Straftaten eine legale Schusswaffe beteiligt war. Die Anzahl an Legalwaffen, die jemand besitzt, hat überhaupt nichts mit dem Auftreten von Gewaltverbrechen mit Schusswaffen zu tun. Ob jemand 1 oder 150 Waffen besitzt, ist für die Verbrechenszahlen unerheblich. Das ist statistisch leicht nachzuweisen. Würde nämlich die Anzahl der in einem Haushalt befindlichen Waffen die Verwendung bei Straftaten erhöhen, müssten Waffensammler, Jäger und Sportschützen mit vielen Waffen im Schrank häufiger als Straftäter mit Waffen in der Statistik auftauchen als solche mit wenig Waffen. Das ist freilich nicht der Fall.

These 3. Wenn weniger Waffen „im Volk“ sind, lassen sich im Affekt begangene Körperverletzungen und Tötungen verhindern. Die Fakten: Wie oben dargestellt, liegt die Missbrauchsquote legaler Schusswaffen bei einem verschwindend geringen Anteil. In dieser geringen Zahl sind missbräuchliche Einsätze von Schusswaffen enthalten, also auch der rechtswidrige Gebrauch von dienstlichen Schusswaffen (Polizei, Bundeswehr) oder beispielsweise bei Jagdwilderei. Es verbleiben nur äußerst wenige Fälle, in denen Waffen rechtswidrig bei sogenannten „Beziehungstaten“ eingesetzt wurden. Das Max-Planck-Institut für Internationales Strafrecht spricht – wie erwähnt – von rund 20 bis 25 Taten im Jahr. Solche Taten sind aber dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht unterbleiben würden, wenn keine Schusswaffen greifbar wären. Vielmehr wird im Affekt dann eben auf andere Gegenstände zurückgegriffen, und sei es die Faust,ein Küchenmesser, ein Stromkabel. Tragische Beispiele dafür gibt es genug – aus der Max-Planck-Studie lässt sich eine Zahl von rund 525 errechnen.

These 4. Auch legale Schusswaffen stellen allein durch ihre Existenz eine permanente Unfallgefahr dar. Die Fakten: Die 10 Millionen erlaubnispflichtigen Waffen in privatem Legalbesitz in Deutschland bedeuten nur eine verschwindend geringe Unfallgefahr. Das zeigen anschaulich die seit vielen Jahren niedrigen Versicherungsbeiträge von Schützen und Jägern für ihr Hobby. Natürlich kann ein Missbrauch oder Unfall nie ganz ausgeschlossen werden. Das hängt ganz einfach mit der generellen Unzuverlässigkeit des Menschen zusammen. Gleichgültig, ob er Ski läuft, sich als Heimwerker betätigt oder die Kerzen seines Adventskranzes anzündet – Unfälle wird es immer wieder geben. Wollte man einzelne Unfälle oder Missbräuche als Argumente für Restriktionen heranziehen, müsste eine solche Vorgehensweise in der logischen Konsequenz auch für unzählige andere Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs und der Freizeit Anwendung finden. Wer käme schon auf die Idee, das Besitzrecht für Fahrzeuge oder die Straßenverkehrsordnung zu ändern, nur weil es jedes Jahr Tote durch Amokfahrer gibt?

These 5. Waffen sind primär zum Töten konzipierte Gegenstände. Das begründet weitere Restriktionen. Die Fakten: Natürlich kann man mit Schusswaffen getötet und verwundet werden. Das geschieht auch beim jagdlichen und dienstlichen Einsatz. Doch kein Besitzer einer legalen Waffe hat seine Waffe in Deutschland zum Töten von Menschen erworben. Wenn das so wäre, würde das ja sofort in der Kriminalstatistik auftauchen. Entweder er besitzt sie zur Jagdausübung oder für schießsportliche Zwecke oder aus Freude am Besitz einer definierten Sammlung, also aus Interesse an der Technik und ihrer speziellen Geschichte.

These 6. Sportliches Großkaliberschießen muss verboten werden, dabei werden Killer „herangezüchtet“. Die Fakten: Ein Mörder, wie der von Winnenden, muss für seine grausamen Taten nicht trainiert haben. Entscheidend ist seine Tötungswut. Abgesehen davon kann jeder männliche Jugendliche ab 18 Jahren bei der Bundeswehr an großkalibrigen Waffen ausgebildet werden. Die meisten „können“ also ohnehin schießen.

These 7. IPSC-Schießen und Western-Schießen muss verboten werden, weil es das Schießen aus der Bewegung trainiert. Die Fakten: Jeder jagdliche Schütze muss mit der Langwaffe sehr gut auf sich bewegende Ziele schießen können, Wurfscheibenschützen ebenfalls. Beim IPSC-Sport wird – wie beim Biathlon – nicht in der Bewegung, sondern zwischen sportlichen Laufeinlagen geschossen. Der Sport wird in rund 80 Landesverbänden weltweit ausgeübt. Es gibt kein bekanntes Beispiel, das belegt, dass ein IPSC-Schütze seine Schießfertigkeiten missbraucht hätte.

These 8. Schützen müssen Waffen und Munition zentral, auf der Schießstätte im Schützenverein gesichert lagern. Die Fakten: Der Ruf nach zentraler Lagerung von Munition und Waffen in Schützenh.usern als Mittel zur Verhinderung missbräuchlicher Waffennutzung ist nach dem Vierfachmord von Eislingen ad absurdum geführt. Die Tat zeigt in aller Tragik: Solch brutale Killer planen ihre Taten akribisch und besorgen sich ihre Tatwerkzeuge in jedem Fall – auch durch Einbruch im Schützenhaus. Gesetze halten sie nicht auf. Abgesehen davon ist es angesichts des verschwindend geringen Restrisikos (siehe Statistiken des BKA) absolut unverhältnismäßig, dass in einem Rechtsstaat von staatlicher Seite dermaßen massiv in den persönlichen Besitz von Bürgern eingegriffen wird.

These 9. Waffenbesitzer sollen ihre Waffen zusätzlich zur sicheren Verwahrung im Stahlschrank durch biometrische Sicherungssysteme sichern, um Missbrauch durch Dritte zu verhindern. Die Fakten: Selbst wenn solche Systeme marktreif sein sollten, gibt es keinen Handlungsbedarf. Der lässt sich auch aus der Tragödie von Winnenden nicht ableiten. Genauso wie jemand seine Waffe nicht vorschriftsgemäß verwahrt, kann dieser die Vorschrift einer biometrischen Sicherung missachten. Wäre das bestehende Gesetz beachtet worden, hätte der Täter von Winnenden die benutzte Waffe nicht entwenden können.

These 10. Die Wohnungen von Legalwaffenbesitzern sollen unangemeldet kontrolliert werden können. Die Fakten: Das ist ein Bruch mit dem grundgesetzlich garantierten Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung. Die Forderung, der Besitzer legaler Waffen sei der Verursacher eines Risikos und deshalb regelmäßig auf dessen Kosten zu kontrollieren, ist der Ausdruck puren Misstrauens gegen den Bürger, gleichzeitig Diskriminierung und Ausdruck totalitären Gedankengutes. Millionen Besitzer legaler Waffen sind laut BKA-Statistik sogar ein sehr viel geringeres Risiko für die öffentliche Sicherheit, geringer als jugendliche Autofahrer, geringer als Jugendliche, die heimlich den Schlüssel für das elterliche Fahrzeug entwenden und damit tödliche Unfälle verursachen. Mit der gleichen Argumentation müsste auf Kosten jedes PC-Besitzers unangekündigte Kontrollen des heimischen PCs möglich sein, denn dieser könnte ja zum Besuch kinderpornografischer Seiten benutzt werden.

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