Liebe Piraten – so bitte nicht!

Das Waffenrecht – Ein Lackmustest für Demokratieverständnis, Risikokompetenz und piratiges Denken. 

Am Landesparteitag in Bayern konnte man wieder ein wunderbares Verständnis von Demokratie bei Teilen der Mitglieder der PP sehen. Am ersten Tag ein deutliches Bekenntnis zu Liberalität, Freiheit, Grundrechten und Datenschutz. Eine einmütige Absage an Überwachungsbefürworter und Kontrollwahn.

Am zweiten Tag wurden genau diese Faktoren, die vorher so einmütig als Ideal beschworen wurden, in Bausch und Bogen über Bord geworfen und einem Teil der Bürger explizit verweigert. Und zwar als es um das Waffenrecht ging.

Nun kann man den meisten stimmberechtigten Piraten sicher nachsagen, dass sie von dem Thema null Ahnung haben. Und man konnte den Fahnenflüchtigen anderer Parteien (vor allem Ex-Anhängern der Grünen, SPD und Linke) deutlich ansehen und anhören, dass sie die obrigkeitshörige Verbotsmentalität ihrer ehemaligen Heimat keineswegs abgelegt haben, sondern munter auf das neue Schiff transportieren.

Freiheit, Toleranz und Grundrechte – keineswegs für alle, sondern nur für ausgesuchte Bevölkerungsgruppen. Die Bürgerrechte für Jäger und Schützen können also nach der Meinung vieler BY-Piraten ruhig eingeschränkt werden. Denn es trifft ja nur Leute, die „man eh nicht haben will“.

Die Deserteure haben ihre verkorkste Ideologie von anderen Parteien mitgebracht und das könnte den Piraten irgendwann das Genick brechen, wenn sie nicht aufpassen. Denn diejenigen, die mit ihrer alten Partei unzufrieden waren, nutzen jetzt die Piratenplanken als Sprungbrett für ihre teils kruden, teils völlig veralteten und verquasten Ideologien, die schon in der alten Partei dumm und falsch waren.

Statt mal zu hinterfragen, was von den alten Prägungen, Mustern, Überzeugungen, Vorurteilen und Ideologien überhaupt den Piraten-Reality-Check besteht, wird weiter fleißig nach außen projiziert – wie bisher auch.

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