Staatsfeind No. 1

Staatsfeind No. 1

Staatsfeind

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Wenn Ihr Nachbar Sportschütze ist …

Wenn ihr Nachbar Sportschütze ist, dann …

… ist er mindestens 18 oder sogar 25 Jahre alt

… ist er voll geschäftsfähig

… wurde sein Strafregisterauszug von den Genehmigungsbehörden gründlich überprüft und ist „sauber“

… hat er keine Ordnungswidrigkeiten oder Trunkenheitsfahrten begangen

… musste er sich vor der Waffen-Kauferlaubnis durch die Behörden einen genormten Safe anschaffen

  • und dies zuständigen Ordnungsbehörden auch nachweisen

… musste er eine Haftplichtversicherung nachweisen

… muss er mindestens ein Jahr aktives Mitglied in einem staatlich anerkannten Schieß- sportverband sein

… muss er regelmäßig und nachprüfbar über mehrere Jahre trainieren

… hat er eine schriftliche, mündliche und praktische Prüfung über Gesetze, Technik und Handhabung ablegen müssen

… musste er für jede einzelne Sportwaffe einen Antrag stellen und zwar:

  • beim Schießsport-Verband
  • beim Schießsport-Verein
  • bei den Genehmigungs- und Ordnungsbehörden

… musste er auch für den Kauf jeder einzelnen Munitionssorte einen Antrag stellen und zwar:

  • beim Schießsport-Verband
  • beim Schießsport-Verein
  • und bei den Genehmigungsbehörden

… ist jede seiner Waffen bei den Behörden mit Seriennummer und Datum registriert

… hat er für alle Prüfungen und Genehmigungen bereits über 500,-EUR ausgegeben, bevor er überhaupt die Erlaubnis bekam eine Sportwaffe anschaffen zu dürfen

… darf er auch zukünftig nicht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen

  • sonst müsste er alle seine Waffen abgeben
  • und seine waffenrechtliche Erlaubnis würde ihm entzogen

Wenn Ihr Nachbar also Sportschütze ist, können sie sicher sein, dass neben ihnen einer der bestmöglich überprüften und gesetzestreuen, sowie ein sehr verantwortungsvoller Bürger Deutschlands wohnt!

Das Ganze nur mal als sehr kurzes Beispiel, weil kaum ein Mensch wirklich weiß, wie stark Waffenbesitzer überwacht und kontrolliert werden. Wer sich diesen Bedingungen unterwirft hat kein Interesse seine Waffen zu missbrauchen. Denn jede kleine Verfehlung – die einem anderen Bürger nur ein Achselzucken und eine kleine Geldstrafe kostet – wird ihm negativ ausgelegt. Die persönliche Zuverlässigkeit wird weit höher bewertet als die anderer Menschen – und die setzt kein Waffenbesitzer leichtfertig auf’s Spiel.

Angst und der innere Ur-Affe

Angst ist eine Emotion. Sie spricht ein evolutionsgeschichtlich sehr altes Hirnareal an. Ein sehr primitives und eingeschränktes Steuerzentrum, das aber – eben weil es alt ist – auch sehr dominant sein kann. Angst kann ein sehr wichtiges Gefühl sein, denn sie zeigt Gefahren an, denen begegnet, auf die reagiert werden muss.

Leider ist die Risikowahrnehmung und die Risikokompetenz der meisten Menschen zu schlecht entwickelt um sauber zwischen realen Gefahren und imaginären Gefahren zu unterscheiden. Deshalb bewerten die meisten Leute ein Gefahrensignal oft völlig falsch.

Wo kommt eigentlich so ein Gefahrensignal her?

Außer Stammhirn, Kleinhirn und Großhirn haben wir noch das sogenannte „Bauchhirn“. Es ist ein dichtes und sehr komplexes Nervengeflecht das Magen und Verdauungstrakt umgibt und es ist der Ursprung der meisten Gefahrensignale und Warnungen. Mit Hilfe von Gefühlen kommuniziert es mit den – anscheinend übergeordneten – Gehirnteilen.

Evolutionsgeschichtlich ist das Bauchhirn weit älter als das, was als grau-rosa Masse zwischen unseren Ohren residiert. Und ein Großteil der Entscheidungen, die wir treffen, wird von Signalen dieses sehr primitiven Hirns beeinflusst.

  • Denn dieses kennt nur zwei Zustände: wohlfühlen und unwohl fühlen
  • Und bei letzterem gibt es drei Reaktionen: Erstarrung, Angriff oder Flucht

Nun ist dieses „Emotionszentrum“ – nennen wir es mal den „inneren Uraffen“ – ziemlich leicht aus der Fassung zu bringen. Die meisten seiner Warnsignale sind nämlich einfach nur Fehlalarme. Mit der „modernen Welt“ kommt er nicht zurecht. Er ist auf „Urzeit“ getrimmt und ist in dieser Evolutionsstufe stehengeblieben. Er kann nicht mehr als „fressen“ – „vermehren“ – „überleben“ – wie ein Pantoffeltierchen oder ein Strudelwurm.

Dem Uraffen kann man nicht mit Vernuft oder Verstand kommen. Wenn er etwas wahrnimmt, was er als Gefahr deutet (und davon gibt es eine Menge), dann fängt er das toben an, klettert auf den nächsten Baum und wirft mit Ästen oder Bananen.

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Longcolt

Was mich an den Parteien am meisten stört ist die Tatsache dass sie die vor der Wahl gegebenen Versprechen hinterher mit der Begründung „wir müssen einen Konsens finden!“ verraten. Dies hat zu großen Teilen bei der FDP stattgefunden. Hätten diese sich nach der letzten Bundestagswahl an ihre Versprechen gehalten, wären ehrlich geblieben und hätten die ihnen geliehenen (auch meine) Wählerstimmen nicht für Parteiämter verkauft, würden sie heute stärker als „die Linke“ dastehen. Davon bin ich überzeugt. Die FDP hat meine Wählerstimme vergeudet!

Bei der NRW Wahl werde ich meine Stimme den Piraten leihen. Dies werde ich nicht machen weil mir das Wahlprogramm gefällt sondern weil diese Entscheidungen treffen wollen, die auf Basis der Faktenlage entstehen. Sollten auch die Piraten diesen Weg nach der Wahl „vergessen“, werden sie meine Stimme bei der nächsten Wahl nicht mehr bekommen. Ganz einfach!

Ich bin ein „single issue“ Wähler! Mich interessiert bei einer Wahl lediglich…

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Die Freiheit der Piraten

Ein Statement der AG Waffenrecht zum LPT-BY

Die Piraten sind angetreten eine Politik für Bürgerrechte, Offenheit, Transparenz, Freiheit, Toleranz, Liberalität und gesellschaftliche Teilhabe zu machen. Eine Politik die auf Freiräume und Selbstverantwortung für Alle setzt. Jedem Mensch sollen Freiräume garantiert werden, solange nicht die Freiräume anderer Menschen beschnitten werden.

Es ist in den etablierten Parteien leider üblich geworden, Bürgerrechte und Freiheiten mit dem Hinweis auf eine gefährdete Sicherheitslage Schritt um Schritt abzubauen. Dabei wurden und werden Gesetze häufig ohne Evaluierung der Wirksamkeit und unter Missachtung der Verhältnismäßigkeit verändert und überarbeitet. Im Ergebnis werden für große Teile der Bevölkerung Freiräume beschnitten und Bürgerrechte eingeschränkt. Von Selbstbestimmung der Bürger kann nicht mehr die Rede sein, wenn diese sich im Bewusstsein permanenter Überwachung und Kontrollen nicht mehr wagen frei zu entfalten.

Die Piraten treten zu  Recht dieser Entwicklung entgegen und fordern Bürger- und Freiheitsrechte ein, die von anderen Parteien und Interessen längst verraten wurden. Die Erfolge in Berlin und im Saarland sind zu einem guten Teil auf die konsequente Freiheitspolitik der Piraten geschuldet. Viele Bürger, die von der Politik der etablierten Parteien enttäuscht wurden setzen neue Hoffnung in die Piraten.

Denn die Piraten stehen für das Versprechen für mehr Freiheit und Toleranz. Also setzen sich  die Piraten gegen Vorratsdatenhaltung, Videoüberwachung im öffentlichen Raum, gegen Staatstrojaner und etliche weitere Maßnahmen aus den Giftschränken der anderer Parteien  die alle dazu führten, dass fast alle Bürger dieses Landes unter Generalverdacht stehen und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung bereits zum Teil außer Kraft gesetzt wurde. Dabei diskutieren die Piraten diese Themen in einer aufgeklärten und rationalen Weise auf der Basis realistischer Abwägungen zwischen Sicherheitsinteressen, Gefährdungspotenzialen und berechtigten Interessen.

Damit stehen die Piraten für die freiheitlich, demokratischen Grundwerte unserer Gesellschaft wie kaum eine andere Partei.

Allerdings scheinen auch viele Piraten nicht frei von Vorurteilen und  irrationalen Ängsten zu sein.

Wie sonst lässt es sich erklären, dass auf dem Bayerischen Landesparteitag der Antrag der AG Waffenrecht nach einer Diskussion, die fast hysterische Züge angenommen hatte abgelehnt wurde?

Dieses Resultat war enttäuschend  und zugleich beschämend.

Dieses Ergebnis war nicht deshalb enttäuschend, weil der Antrag abgelehnt wurde. Denn es ist das gute Recht der Teilnehmer des Landesparteitages, wenn sie vom Antrag nicht überzeugt sind diesen abzulehnen. Das ist dann eine legitime demokratische  Entscheidung. 

Allerdings muss man an der demokratischen Gesinnung zweifeln, wenn die zuvor hochgehaltenen Freiheits-, Bürger- und Grundrechte sowie das Recht auf die informationelle Selbstbestimmung  in der Diskussion für Waffenbesitzer  plötzlich mit der Begründung aberkannt werden, dass, das einfach notwendig ist um den Waffenmissbrauch durch diese Personengruppe zu verhindern.

Warum bedienen sich diese Piraten der Argumente derjenigen, die seit Jahren die Freiheiten in diesem Land demontieren? Warum befürworten diese Piraten Eingriffe in die Grundrechte der Waffenbesitzer? Stehen wir als Waffenbesitzer außerhalb der Verfassung und dürfen wir Bürgerrechte und Grundrechte nicht in Anspruch nehmen?

Diese Entscheidung – oder genauer  die Begründung – war einfach beschämend und zutiefst unpiratig!

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