Hooligandatei für jeden …

Hooligandatei für jeden …

Der Datenhunger nimmt kein Ende und der Erfassungswut wird keine politische und keine rechtliche Grenze gesetzt – denn jeder könnte ja irgendwann, irgendwo, ja mal ein Verbrechen begehen. Da schadet es doch nicht, schon mal die Daten zu haben, oder?

Zwar haben wir Datenschutzbehörden, aber die sind oft nur zahnlose Papiertiger. Sie können nichts gegen die ausufernde „Datensammel-Kriminalität“ anderer Behörden unternehmen. In den Datenbanken der Verkehrspolizei finden sich sogar Eintragungen über 5-jährige Kindergarten-Kinder, die ihr Tretauto auf dem Gehweg stehengelassen haben.

Die Hooligan-Datenbank ist nur ein Beispiel dafür. Es ist bekannt, dass das bei anderen Datenbanken ähnlich gehandhabt wird. Wer einmal drin ist, der bleibt drin – ob zu recht, oder zu unrecht. Oft landen sogar hunderte von unschuldigen Menschen auf einen Schlag in der DNS-Datenbank. Selbst wenn die Ermittler letztendlich den Täter finden, aber auch wenn die Ermittlung im Sande verläuft, bleiben diese Daten gespeichert.

Falsche und/oder missbräuchliche Datenerfassung sind eine Seuche unserer Zeit und die Einzigen, die dem Einhalt gebieten könnten, sind die Piraten. Hoffentlich tun sie’s auch.

Wenn Ihr Nachbar Sportschütze ist …

Wenn ihr Nachbar Sportschütze ist, dann …

… ist er mindestens 18 oder sogar 25 Jahre alt

… ist er voll geschäftsfähig

… wurde sein Strafregisterauszug von den Genehmigungsbehörden gründlich überprüft und ist „sauber“

… hat er keine Ordnungswidrigkeiten oder Trunkenheitsfahrten begangen

… musste er sich vor der Waffen-Kauferlaubnis durch die Behörden einen genormten Safe anschaffen

  • und dies zuständigen Ordnungsbehörden auch nachweisen

… musste er eine Haftplichtversicherung nachweisen

… muss er mindestens ein Jahr aktives Mitglied in einem staatlich anerkannten Schieß- sportverband sein

… muss er regelmäßig und nachprüfbar über mehrere Jahre trainieren

… hat er eine schriftliche, mündliche und praktische Prüfung über Gesetze, Technik und Handhabung ablegen müssen

… musste er für jede einzelne Sportwaffe einen Antrag stellen und zwar:

  • beim Schießsport-Verband
  • beim Schießsport-Verein
  • bei den Genehmigungs- und Ordnungsbehörden

… musste er auch für den Kauf jeder einzelnen Munitionssorte einen Antrag stellen und zwar:

  • beim Schießsport-Verband
  • beim Schießsport-Verein
  • und bei den Genehmigungsbehörden

… ist jede seiner Waffen bei den Behörden mit Seriennummer und Datum registriert

… hat er für alle Prüfungen und Genehmigungen bereits über 500,-EUR ausgegeben, bevor er überhaupt die Erlaubnis bekam eine Sportwaffe anschaffen zu dürfen

… darf er auch zukünftig nicht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen

  • sonst müsste er alle seine Waffen abgeben
  • und seine waffenrechtliche Erlaubnis würde ihm entzogen

Wenn Ihr Nachbar also Sportschütze ist, können sie sicher sein, dass neben ihnen einer der bestmöglich überprüften und gesetzestreuen, sowie ein sehr verantwortungsvoller Bürger Deutschlands wohnt!

Das Ganze nur mal als sehr kurzes Beispiel, weil kaum ein Mensch wirklich weiß, wie stark Waffenbesitzer überwacht und kontrolliert werden. Wer sich diesen Bedingungen unterwirft hat kein Interesse seine Waffen zu missbrauchen. Denn jede kleine Verfehlung – die einem anderen Bürger nur ein Achselzucken und eine kleine Geldstrafe kostet – wird ihm negativ ausgelegt. Die persönliche Zuverlässigkeit wird weit höher bewertet als die anderer Menschen – und die setzt kein Waffenbesitzer leichtfertig auf’s Spiel.

Angst und der innere Ur-Affe

Angst ist eine Emotion. Sie spricht ein evolutionsgeschichtlich sehr altes Hirnareal an. Ein sehr primitives und eingeschränktes Steuerzentrum, das aber – eben weil es alt ist – auch sehr dominant sein kann. Angst kann ein sehr wichtiges Gefühl sein, denn sie zeigt Gefahren an, denen begegnet, auf die reagiert werden muss.

Leider ist die Risikowahrnehmung und die Risikokompetenz der meisten Menschen zu schlecht entwickelt um sauber zwischen realen Gefahren und imaginären Gefahren zu unterscheiden. Deshalb bewerten die meisten Leute ein Gefahrensignal oft völlig falsch.

Wo kommt eigentlich so ein Gefahrensignal her?

Außer Stammhirn, Kleinhirn und Großhirn haben wir noch das sogenannte „Bauchhirn“. Es ist ein dichtes und sehr komplexes Nervengeflecht das Magen und Verdauungstrakt umgibt und es ist der Ursprung der meisten Gefahrensignale und Warnungen. Mit Hilfe von Gefühlen kommuniziert es mit den – anscheinend übergeordneten – Gehirnteilen.

Evolutionsgeschichtlich ist das Bauchhirn weit älter als das, was als grau-rosa Masse zwischen unseren Ohren residiert. Und ein Großteil der Entscheidungen, die wir treffen, wird von Signalen dieses sehr primitiven Hirns beeinflusst.

  • Denn dieses kennt nur zwei Zustände: wohlfühlen und unwohl fühlen
  • Und bei letzterem gibt es drei Reaktionen: Erstarrung, Angriff oder Flucht

Nun ist dieses „Emotionszentrum“ – nennen wir es mal den „inneren Uraffen“ – ziemlich leicht aus der Fassung zu bringen. Die meisten seiner Warnsignale sind nämlich einfach nur Fehlalarme. Mit der „modernen Welt“ kommt er nicht zurecht. Er ist auf „Urzeit“ getrimmt und ist in dieser Evolutionsstufe stehengeblieben. Er kann nicht mehr als „fressen“ – „vermehren“ – „überleben“ – wie ein Pantoffeltierchen oder ein Strudelwurm.

Dem Uraffen kann man nicht mit Vernuft oder Verstand kommen. Wenn er etwas wahrnimmt, was er als Gefahr deutet (und davon gibt es eine Menge), dann fängt er das toben an, klettert auf den nächsten Baum und wirft mit Ästen oder Bananen.

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Longcolt

Was mich an den Parteien am meisten stört ist die Tatsache dass sie die vor der Wahl gegebenen Versprechen hinterher mit der Begründung „wir müssen einen Konsens finden!“ verraten. Dies hat zu großen Teilen bei der FDP stattgefunden. Hätten diese sich nach der letzten Bundestagswahl an ihre Versprechen gehalten, wären ehrlich geblieben und hätten die ihnen geliehenen (auch meine) Wählerstimmen nicht für Parteiämter verkauft, würden sie heute stärker als „die Linke“ dastehen. Davon bin ich überzeugt. Die FDP hat meine Wählerstimme vergeudet!

Bei der NRW Wahl werde ich meine Stimme den Piraten leihen. Dies werde ich nicht machen weil mir das Wahlprogramm gefällt sondern weil diese Entscheidungen treffen wollen, die auf Basis der Faktenlage entstehen. Sollten auch die Piraten diesen Weg nach der Wahl „vergessen“, werden sie meine Stimme bei der nächsten Wahl nicht mehr bekommen. Ganz einfach!

Ich bin ein „single issue“ Wähler! Mich interessiert bei einer Wahl lediglich…

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