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Polizei in Berlin

Seit längerem weiß ich, daß es in Berlin mit der Polizei nicht zum Besten steht. Aber das hier schlägt dem Faß den Boden aus:

http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/senat-polizisten-muessen-auch-ohne-waffe-gefahren-abwehren

Außerhalb des regulären Dienstes dürfen Polizisten ihre Dienstwaffe nicht führen, aber man erwartet von ihnen, daß sie sich im Ernstfall trotzdem erheblichen Gefahren aussetzen – unbewaffnet. Polizisten dürfen auch nicht mit ihrer Dienstwaffe privat trainieren. Im Zeitraum von 3 Jahren stehen den Beamten 15 Schuß zum Training zur Verfügung.

Zum Vergleich, ein durchschnittlicher Sportschütze trainiert ca. 2-3 mal im Monat mit ca. 100 – 150 Schuß. Das bedeutet, daß Sportschützen den meisten Polizisten in Bezug auf Handhabungs- und Treffsicherheit um einiges überlegen sind.

Auch in anderen Bundesländern gibt es zwar eine relativ gute Schießausbildung bei der Polizei, aber danach sieht es mit dem regelmäßigen Training eher mau aus.

Folgender Beitrag ist ein Kommentar eines Polizei-Schießtrainers, der noch viel zu zahm daherkommt:

verkehrte_welt

In einer Zeit, in der Attentate, Terroranschläge und Gewalt durch „Zugereiste“ immer mehr zunehmen, kann man doch nicht den Polizisten die Zuverlässigkeit absprechen, sobald sie außer Dienst sind – und gleichzeitig von ihnen verlangen, daß sie mit bloßen Händen Situationen klären, die ohne Waffe sehr risikoreich oder gar selbstmörderisch wären. Zivilcourage gegen mehrere Gegner oder gegen Bewaffnete ist nur mit Schußwaffen als Backup möglich, denn friedliche Deeskalation ist in vielen Fällen gar nicht möglich.

Wäre ich Polizist – ich würde den Teufel tun und mich unbewaffnet in eine potenziell gefährliche Situation begeben. Man geht nicht mit bloßen Händen in eine Messerstecherei oder Schießerei (vielleicht sogar noch gegen mehrere Gegner gleichzeitig), aber diese grundlegende und simple Erkenntnis scheint den Verantwortlichen wohl zu hoch zu sein.

Daß im Berliner AGH größtenteils unfähige Flachpfeifen sitzen ist bekannt. Allerdings wählen die Berliner solche Figuren anscheinend auch immer wieder. Wäre ich gehässig, würde ich fragen, was das über die Wähler aussagt. Andererseits halte ich auch unser Parteien-System für gescheitert. Man hat gar nicht die Chance, fähige Leute zu wählen – selbst wenn sie zur Verfügung stünden.

Addendum:
http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2017/03/polizei-schiessstaende-koppers.html

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Chaos, Panik, Massenhysterie …

Anschläge in Deutschland und die Reaktionen sind wie immer vorhersehbar:

Verbote und Überwachung – Das Patentrezept ratloser, ahnungsloser, ignoranter und inkompetenter Politiker.

• Das Waffengesetz soll verschärft werden, um illegale Waffen zu bekämpfen. Die Standardforderung der Grünen. Was soll das bringen? Verbrecher und Terroristen stehen längst außerhalb des Gesetzes. Getroffen werden primär rechtstreue Bürger. Sicherheitsgewinn ist gleich Null.

• Den Internethandel von Waffen schärfer zu kontrollieren, indem man den längst unter strengen Auflagen operierenden legalen Handel verbietet? Wie dumm muß man sein? Über diesen Kanal gibt es keinen Handel mit illegalen Waffen. Ziviler Waffenhandel, über die Grenzen hinweg, unterliegt ebenfalls strengsten Auflagen – besser kontrolliert als bei Rüstungsgütern. Auch hier wird der illegale Waffenhandel nicht getroffen. Bei Verschärfung der Gesetze also wieder kein Sicherheitsgewinn.

• ”Killerspiele” – Dutzende Studien belegen, daß nicht diese Spiele Gewalt auslösen sondern, daß sich Gewalttäter zu diesen Spielen hingezogen fühlen. Eine Korrelation ist noch lange keine Kausalität. Etwas, was unsere anscheinend etwas einfach gestrickten Politiker auch nicht begreifen. Dabei ist das elementare Logik. Würde nämlich die Annahme der Politiker stimmen, müssten so gut wie alle Gamer zu Killern werden. Das ist offensichtlich nicht der Fall. Ein Verbot bringt also keinen Sicherheitsgewinn.

• Mehr Überwachung? Was bringt denn die Videoüberwachung? Steigt die Kamera von ihrem Sockel und verhaftet Verbrecher und Terroristen? Wieder eine naiv-dumme Forderung. London z.B. ist mit Kameras zugepflastert und trotzdem ist die britische Metropole die Verbrechenshauptstadt in Europa. Kein Sicherheitsgewinn hier.

• Kommunikationsüberwachung? Vorratsdatenspeicherung? Hat noch keinen Anschlag verhindert. Nicht in Paris (die Franzosen haben die VDS schon lange), nicht in Boston, nicht in Brüssel. Belegt ist nur, daß diese Form der Überwachung durch die Behörden illegalerweise außerhalb der gesetzlichen Grenzen eingesetzt wird. Wieder kein Sicherheitsgewinn.

• Das böse, böse Internet – vor allem das Darknet. Der Großteil der Politiker hat das Internet immer noch nicht kapiert und wird das mangels Bildung und technischem Verständnis auch nie schaffen. Es gibt längst großflächige Versuche – auch durch deutsche Stellen – das Internet zu zensieren und flächendeckend zu überwachen.

Kleine Überraschung, für die, die es immer noch nicht kapiert haben: Das funktioniert nicht. Nich mal im Iran, Saudi Arabien oder in China. Das Darknet wurde genau dafür konzipiert, daß Bürgerrechtler, Whistleblower und einfache Leute, die auf ihre Privatsphäre bedacht sind, sich dort sicher fühlen könnnen. Daß das auch Leute nutzen, die nichts Gutes im Sinne haben ist eine Folge. Die kann man aber durch traditionelle, zeit- und kostenintensive Ermittlungsarbeit schnappen. So wie man das schon lange beim organisierten Verbrechen macht. So lange man sich nicht so dilettantisch anstellt, wie manche Ermittlungsbehörden, die mit ihrem Denken und Handeln immer noch im analogen Zeitalter festsitzen.

Unsere Politiker haben die digitale Welt jahrzehntelang ignoriert und als Spielerei angesehen. Ständig skandierten sie (auch heute noch), daß das Internet ”kein rechtsfreier Raum” wäre und streng reguliert werden müsse. Das Internet war nie ein rechtsfreier Raum. Das Gegenteil zu behaupten ist einfach nur eine Lüge von Leuten, die nichts kapiert haben.

Immer dieselben Parolen von Leuten, deren geistiger Horizont sehr begrenzt ist. Immer dieselben Versuche eine ”Scheinsicherheit” zu erzeugen, die keine reale Sicherheit bietet, aber die Bevölkerung einlullen soll. Stärke und Handlungsfähigkeit markieren – aber in Wirklichkeit nur zu operativer Hektik fähig.

Jeder halbwegs intelligente Mensch hat das inzwischen mitbekommen und fühlt sich von seinen Volksvertretern immer mehr verschaukelt.

Ähnlicher Kommentar im Tagesspiegel

#EUgunban – SPD zeigt maximale Inkompetenz

Wenn man den Brief dieser SPD-Politikerin liest dann weiß man, warum die SPD in Deutschland schon unter die 20%-Marke gesunken ist. Ignorant, inkomptent und ideologisch verbohrt sind die Politiker dieser ehemaligen „Volkspartei“, deren Niedergang mehr als überfällig ist.

Grade aus diesem Brief schreien einem Dummheit und Falschinformation förmlich in’s Gesicht. Will man so etwas als Interessenvertreter des Volkes in einem Parlament haben? Sicher nicht! Das ist schon auf dem Niveau der GRÜNEN. Politiker ohne Ahnung, davon aber eine Menge und wieder mal ein perfektes Beispiel für den Dunning-Kruger-Effekt.

http://german-rifle-association.de/eugunban-wir-muessen-wieder-aktiv-werden/

in alles eingreifen

Warum die von den Piraten und anderen Leuten propagierte „Schwarmintelligenz“ nix taugt und ein Konzept ist, das vielleicht für die Philosophie, nicht aber für die Realität taugt.

Unerhörte Worte

Cover_DummheitIn dem Artikel prätentiöse Gans hatte ich meinem Bedauern Ausdruck gegeben, daß viele kluge, trag- und ausbaufähige Gedanken heute leider kaum noch verfügbar sind. Wie erfreulich ist es unter diesen Umständen, wenn im Buch „Lob der Dummheit” ein ganz besonderer Artikel von José Ortega y Gasset (*1883, †1955) zu finden ist: Warum die Massen in alles eingreifen, und warum sie nur mit Gewalt eingreifen. Der Text wurde 1930 veröffentlicht und meint deshalb auch nicht die Bewohner Blogistans, andererseits nutzen kluge Gedanken mit den Jahren nur wenig ab: »[…] Nicht daß der Massenmensch dumm wäre. Im Gegenteil, der gegenwärtige ist gescheiter, hat größere intellektuelle Fähigkeiten als irgendeiner in der Vergangenheit. Aber diese Fähigkeiten helfen ihm nicht; im Grunde hilft ihm das undeutliche Bewußtsein ihres Besitzes nur dazu, daß er sich noch hermetischer in sich verschließt und sie erst recht nicht gebraucht. Den Wust von Gemeinplätzen, Vorurteilen, Gedankenfetzen oder schlichtweg…

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Das große, rote „W“

Auch Waffenbesitzer haben Grundrechte.

In den Einwohnermeldeämtern gibt’s Kennzeichnungen für die Akten und Datenbankeinträge von diversen Personengruppen.

Bei Waffenbesitzern z.B. sind die Akten und DB-Einträge mit einem großen, roten „W“ gekennzeichnet. Aber da darf und muß das. Schließlich weiß jeder wie gefährlich die werden können. Die sollten doch auch zwecks Erhöhung der öffentlichen Sicherheit mit einem großen roten „W“ auf der Jacke herumlaufen müssen, oder? Evtl. sollte man auch deren Wohnungen markieren, damit man gleich weiß, woran man ist. Öffentliche Diskriminierung und Stigmatisierung in den Medien ist da ja schon längst guter Ton.

Hat ja schon in der Vergangenheit so gut funktioniert … nicht wahr?

RESTRISIKO!!!

Wie nennt man Leute, die versuchen, eine ohnehin schon sehr geringe Risikowahrscheinlichkeit auf Null zu senken?

Vollidioten!

Denn das Restrisiko heißt Restrisiko, weil es sich eben nicht beeinflussen lässt. Selbst krasse Maßnahmen wie Totalverbote können so ein Risiko nicht mehr positiv verändern.

Das wissen diese Leute aber anscheinend nicht.

Denn um Risiken tatsächlich beurteilen zu können muß man Statistiken lesen, verstehen und richtig interpretieren können. Man müsste vorurteilsfrei die Zahlen, Daten und Fakten angehen und bewerten. Man muß Vergleichswerte haben, um überhaupt einen Bezug der statistischen Werte zur restlichen Welt herstellen zu können. Darauf hin kann man dann Schlüsse ziehen und Handlungen veranlassen.

Aber das Restrisiko bleibt! RESTRISIKO!!! weiterlesen