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Philosophische Begründung

Oft tut man sich schwer wenn man den Besitz von Waffen begründen soll – vor allem gegen Leute, die philosophische und moralische Argumente ins Spiel bringen.

Michael Huemer hat sich dieses Problems angenommen und liefert sorgfältig ausgearbeitete Argumente die sachlich, vernünftig und nicht widerlegbar sind.

http://edition.leske.biz/waffen2/huemer_guncontrol.pdf

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Paternalismus

Prof. Norbert Bolz hat ein exzellentes Essay über den in Deutschland (und Europa) herrschenden Paternalismus geschrieben. Lang aber ausgesprochen lesenswert:

http://www.theeuropean.de/norbert-bolz/10969-neuer-mut-zur-buergerlichkeit

Auf Youtube finden sich übrigens diverse hochinteressante Interviews und Beiträge aus Talkshows. Norbert Bolz ist Professor für Kommunikationstheorie und jemand, der sich nicht den Mund verbieten lässt. Seine Theorien sind provokant, aber sehr plausibel – meist beschreibt er auch nur die Realität aus einem Blickwinkel, den die meisten Leute einfach nur ausblenden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Bolz

Rechtsstaat?

„Die Rechtsstaatlichkeit ist die gefährlichste Idee, die jemals über die Menschheit gebracht wurde. Die grundsätzliche Lehre dieser Idee ist, dass du dem Gesetz folgen sollst, nicht weil es sinnvoll oder moralisch wäre, du sollst ihm nur folgen, weil es das Gesetz ist. Es wird angenommen, dass selbst wenn die Gesetze falsch sind, es dennoch richtig ist, sie zu befolgen, weil es das System unterstützt und das System wichtiger ist als du selbst. Autorität will nicht, dass du tust, was richtig ist, sie will, dass du gehorchst. Das Gesetz ist eine Waffe. Es wird vom Bösen verwendet, um seine Beute anzugreifen. Das Gesetz ist die Waffe, die verwendet wird, um zu erpressen und zu kontrollieren. Die Kultur lehrt, dass Gesetze richtig und gut wären. Die Kultur stellt nie die Frage, wer das Gesetz geschrieben hat oder ob das Gesetz richtig ist. Du musst gehorchen, egal was es besagt. Auf diese Weise ist das Gesetz eine mächtige Waffe, die gegen dich verwendet wird.

Wer auch immer die Gesetze kontrolliert, kontrolliert dich.“

Jeremy Locke

Zitate

Ein paar Zitate aus meiner Sammlung:

“Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt” (Schiller)


“Wer seine Schwerter zu Pflugscharen schmiedet, wird für die pflügen, die das nicht getan haben”.


„Leute die durch Geld und Kanonen vor der Wirklichkeit geschützt sind, hassen die Gewalt zu Recht und wollen nicht einsehen, das sie Bestandteil der modernen Gesellschaft ist und das ihre eigenen zarten Gefühle und edlen Ansichten nur das Ergebnis sind von Ungerechtigkeit, gestützt durch Macht.“
– George Orwell


Unmündigkeit nach Kant:
„Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen […] dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein.“

Links und rechts

Soeben bin ich über einen sehr schönen Aufsatz von Dr. Christoph Zimmer gestolpert den ich unbedingt propagieren will. Es geht darum, was wir (unsere Gesellschaft) unter politisch „links“ und „rechts“ verstehen.

Dr. Zimmer geht da mit sprachlicher Finesse, Logik und einer gerüttelten Portion Humor ran. Viel Vergnügen beim lesen:

Rechts und links – (© Dr. Christoph Zimmer)

Außerdem finden sich auf der Homepage von Dr. Zimmer noch eine ganze Menge andere, höchst erquickliche Arbeiten. Besonders seine Ausarbeitung zur Aufklärung hat mein Interesse geweckt.

Gandhi sollte man lesen …

Das empfehle ich vor allem Hardcore-Pazifisten.

Beim Aufräumen fiel mit eine alte, verstaubte Bücherkiste auf, die schon bestimmt fast 15 Jahre in der Ecke steht. Oben auf lagen u.a. zwei Bücher und einige Ausdrucke von Essays von Gandhi. Das, worauf ich mich im folgenden beziehen werde, heißt „Between Cowardice And Violence“, das andere „The Doctrine of the Sword“.

Viele Waffengegner glauben ja an die absolute moralische Überlegenheit des friedlichen, waffenlosen Widerstandes und weisen dazu gerne auf Gandhi hin. Eigentlich ein Beleg dafür, daß sie seine Schriften nie wirklich gelesen haben.

Hätten sie ihn gelesen, dann wüssten sie auch, daß Gandhi gar nichts gegen Waffen hatte. Er war sogar für Waffenbesitz und gewaltsame Selbstverteidigung.

Glaubt Ihr nicht? Bitteschön, hier die Belege:

     “I do believe that where there is only a choice between cowardice and violence I would advise violence, …” (Doctrine of the Sword)

Weiter geht es mit:

„… When my eldest son asked me what he should have done, had he been present when I was almost fatally assaulted in 1908, whether he should have run away and seen me killed or whether he should have used his physical force which he could and wanted to use, and defended me, I told him that it was his duty to defend me even by using violence“

Quelle: http://www.mkgandhi.org/nonviolence/Doctrine%20of%20the%20sword.htm

Gandhi empfahl auch „gerechtfertigte Gewalt“ gegen „Feigheit und Unterwerfung“:

     „… Hence also do I advocate training in arms for those who believe in the method of violence. I would rather have India resort to arms in order to defend her honor than that she should in a cowardly manner become or remain a helpless witness to her own dishonor.“ – M.K. Gandhi, The Doctrine of the Sword

Quelle: http://www.mkgandhi.org/nonviolence/Doctrine%20of%20the%20sword.htm

Außerdem erklärt Gandhi, daß jemand der nicht fähig ist, sich oder seine Familie zu verteidigen, in seinen Augen ein hilfloser Feigling und ein „Wurm“ wäre.

In seinen eigenen Worten aus dem Text „Between Cowardice And Violence“:

„… He who cannot protect himself or his nearest and dearest or their honour by non-violently facing death may and ought to do so by violently dealing with the oppressor. He who can do neither of the two is a burden. He has no business to be the head of a family. He must either hide himself, or must rest content to live for ever in helplessness and be prepared to crawl like a worm at the bidding of a bully …

     [When violence] is offered in self-defence or for the defence of the defenceless, it is an act of bravery far better than cowardly submission.“

Quelle: http://www.mkgandhi.org/nonviolence/phil8.htm

Außerdem aus dem oben verlinkten Text:

     „… A man who, when faced by danger, behaves like a mouse, is rightly called a coward.

     Not knowing the stuff of which nonviolence is made, many have honestly believed that running away from danger every time was a virtue compared to offering resistance, especially when it was fraught with danger to one’s life. As a teacher of nonviolence I must, so far as it is possible for me, guard against such an unmanly belief.

     Self-defence … is the only honourable course where there is unreadiness for self-immolation.“

Man sieht also, sogar Gandhi war für Selbstverteidigung, sogar, wenn man selbst dazu Gewalt anwenden müsste.

Noch ein Zitat aus seiner Autobiographie (Seite 446):

     „Among the many misdeeds of the British rule in India, history will look upon the Act depriving a whole nation of arms, as the blackest … if we want to learn the use of arms, here is a golden opportunity.“

Kleiner Gag am Rande. Angeblich hat Facebook die Erwähnung dieses Zitates verboten und die Accounts, auf denen es genannt wird, suspendiert. (Vorsicht: Link geht zu infowars.com)

Auch ein weiterer Friedenslehrer – Tendzin Gyatsho – besser bekannt als der „Dalai Lama“ sagte in einem Interview einmal:

     „If someone has a gun and is trying to kill you, it would be reasonable to shoot back with your own gun.“ (Dalai Lama, Seattle Times, May 15, 2001)

Quelle: http://community.seattletimes.nwsource.com/archive/?date=20010515&slug=dalai15m0

Da fragt man sich dann schon, warum deutsche Pazifisten diese beiden bodenständigen und weisen Menschen als Musterbeispiel für ihre krude Überzeugung anführen.

Die allermeisten Pazifisten sind nicht fähig sich gegen physische Angriffe zu verteidigen und fordern noch dazu von allen anderen Menschen, daß diese ihnen gleich tun.
Wir dürfen solchen fehlgeleiteten Naturen auf keinen Fall das Feld überlassen, denn die Persönlichkeiten, die diese Totalpazifisten als Basis für ihre eigene Unfähigkeit, Feigheit und Ehrlosigkeit anführen, haben ganz anders gesprochen, als sie behaupten. Ob Gandhi oder der Dalai Lama – sie beide haben bzw. hatten einen gesunden Menschenverstand und Selbsterhaltungstrieb.

Das, was uns heutzutage als „Pazifismus“ verkauft wird, ist eine Perversion. Es basiert auf Feigheit und Unfähigkeit, sich gegen Angriffe zur Wehr zu setzen.

Ich will hier niemandem das Recht absprechen, auf Selbstverteidigung und Nothilfe zu verzichten. Aber ich nehme dieses Recht für mich in Anspruch, und werde es angemessen vertreten, wenn ich es für nötig halte. (StGB §§ 32-35)

Denn das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ist ein Menschenrecht und dieses Menschenrecht bedingt auch, daß ich ein Recht auf Selbstverteidigung habe, das mir niemand absprechen kann. Ich kann auf dieses Recht verzichten, wenn ich mich selbst dafür entscheide. Aber ich lasse mir nicht von Pazifisten vorschreiben, daß ich prinzipiell auf dieses Recht zu verzichten habe, um deren seltsamen, pervertierten Moralphilosophien entgegen zu kommen.

Etwas Verhaltenspsychologie

Die meisten Menschen wiederholen eine Handlung immer und immer wieder, in der Hoffnung, daß irgend wann ein anderes Ergebnis dabei rauskommt.

Die meisten Menschen hinterfragen ihr eigenes Tun so gut wie nie.

Wird sich etwas ändern, wenn man das tradierte oder erlernte Verhalten nie ändert? Wenn man nie darüber nachdenkt, warum man etwas immer auf die selbe Weise tut und immer wieder das selbe negative Ergebnis bekommt?

Aufwachen Leute! Hinterfragt Euer Tun und Denken, verlasst die eingefahrenen Gleise und sucht Euch Euren eigenen Weg.

Ja … selber denken ist anstrengender als immer nur den Leitschafen nachzudackeln. Aber auch sehr viel befriedigender.