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Tschechien bewirbt das Tragen von Waffen

Tschechische Politiker und Medien fordern ihre Bürger auf, mehr Waffenscheine zu beantragen um damit die innere Sicherheit zu erhöhen. Die Vernunft setzt sich durch. Es ist nun einmal leichter, wenn man den Bürgern vertraut und zutraut im Notfall die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, als wenn man sie systematisch entwaffnet und zu Opfern macht.

http://www.radio.cz/de/rubrik/tagesecho/kampf-gegen-terrorismus-politiker-fordern-tschechen-auf-waffen-zu-tragen

https://www.contra-magazin.com/2016/08/tschechien-politiker-fordern-buerger-auf-in-der-oeffentlichkeit-waffen-zu-tragen/#comment-169977

Auch Texas hat eine neue Regelung. Ab sofort sind Universitäten keine waffenfreien Zonen (gun-free zones) mehr. Ein kluger Schritt, da sich herausgestellt hat, daß so gut wie alle Amok-Läufe, Mass-Shootings und Killing-Sprees in solch entwaffneten Zonen stattfinden.

http://de.euronews.com/2016/08/02/texas-erlaubt-schusswaffen-an-universitaeten

 

Chaos, Panik, Massenhysterie …

Anschläge in Deutschland und die Reaktionen sind wie immer vorhersehbar:

Verbote und Überwachung – Das Patentrezept ratloser, ahnungsloser, ignoranter und inkompetenter Politiker.

• Das Waffengesetz soll verschärft werden, um illegale Waffen zu bekämpfen. Die Standardforderung der Grünen. Was soll das bringen? Verbrecher und Terroristen stehen längst außerhalb des Gesetzes. Getroffen werden primär rechtstreue Bürger. Sicherheitsgewinn ist gleich Null.

• Den Internethandel von Waffen schärfer zu kontrollieren, indem man den längst unter strengen Auflagen operierenden legalen Handel verbietet? Wie dumm muß man sein? Über diesen Kanal gibt es keinen Handel mit illegalen Waffen. Ziviler Waffenhandel, über die Grenzen hinweg, unterliegt ebenfalls strengsten Auflagen – besser kontrolliert als bei Rüstungsgütern. Auch hier wird der illegale Waffenhandel nicht getroffen. Bei Verschärfung der Gesetze also wieder kein Sicherheitsgewinn.

• ”Killerspiele” – Dutzende Studien belegen, daß nicht diese Spiele Gewalt auslösen sondern, daß sich Gewalttäter zu diesen Spielen hingezogen fühlen. Eine Korrelation ist noch lange keine Kausalität. Etwas, was unsere anscheinend etwas einfach gestrickten Politiker auch nicht begreifen. Dabei ist das elementare Logik. Würde nämlich die Annahme der Politiker stimmen, müssten so gut wie alle Gamer zu Killern werden. Das ist offensichtlich nicht der Fall. Ein Verbot bringt also keinen Sicherheitsgewinn.

• Mehr Überwachung? Was bringt denn die Videoüberwachung? Steigt die Kamera von ihrem Sockel und verhaftet Verbrecher und Terroristen? Wieder eine naiv-dumme Forderung. London z.B. ist mit Kameras zugepflastert und trotzdem ist die britische Metropole die Verbrechenshauptstadt in Europa. Kein Sicherheitsgewinn hier.

• Kommunikationsüberwachung? Vorratsdatenspeicherung? Hat noch keinen Anschlag verhindert. Nicht in Paris (die Franzosen haben die VDS schon lange), nicht in Boston, nicht in Brüssel. Belegt ist nur, daß diese Form der Überwachung durch die Behörden illegalerweise außerhalb der gesetzlichen Grenzen eingesetzt wird. Wieder kein Sicherheitsgewinn.

• Das böse, böse Internet – vor allem das Darknet. Der Großteil der Politiker hat das Internet immer noch nicht kapiert und wird das mangels Bildung und technischem Verständnis auch nie schaffen. Es gibt längst großflächige Versuche – auch durch deutsche Stellen – das Internet zu zensieren und flächendeckend zu überwachen.

Kleine Überraschung, für die, die es immer noch nicht kapiert haben: Das funktioniert nicht. Nich mal im Iran, Saudi Arabien oder in China. Das Darknet wurde genau dafür konzipiert, daß Bürgerrechtler, Whistleblower und einfache Leute, die auf ihre Privatsphäre bedacht sind, sich dort sicher fühlen könnnen. Daß das auch Leute nutzen, die nichts Gutes im Sinne haben ist eine Folge. Die kann man aber durch traditionelle, zeit- und kostenintensive Ermittlungsarbeit schnappen. So wie man das schon lange beim organisierten Verbrechen macht. So lange man sich nicht so dilettantisch anstellt, wie manche Ermittlungsbehörden, die mit ihrem Denken und Handeln immer noch im analogen Zeitalter festsitzen.

Unsere Politiker haben die digitale Welt jahrzehntelang ignoriert und als Spielerei angesehen. Ständig skandierten sie (auch heute noch), daß das Internet ”kein rechtsfreier Raum” wäre und streng reguliert werden müsse. Das Internet war nie ein rechtsfreier Raum. Das Gegenteil zu behaupten ist einfach nur eine Lüge von Leuten, die nichts kapiert haben.

Immer dieselben Parolen von Leuten, deren geistiger Horizont sehr begrenzt ist. Immer dieselben Versuche eine ”Scheinsicherheit” zu erzeugen, die keine reale Sicherheit bietet, aber die Bevölkerung einlullen soll. Stärke und Handlungsfähigkeit markieren – aber in Wirklichkeit nur zu operativer Hektik fähig.

Jeder halbwegs intelligente Mensch hat das inzwischen mitbekommen und fühlt sich von seinen Volksvertretern immer mehr verschaukelt.

Ähnlicher Kommentar im Tagesspiegel

US-Waffenrecht

In Amerika kriegt doch jeder eine Knarre„. Das ist die Standardbehauptung die man von deutschen Medien hört und die dann jeder nachplappert, ohne das nachzuprüfen. Ein Journalist von der Chicago Sun Times – ausgewiesener Waffengegner – wollte belegen, daß jeder Möchtegern-Terrorist sich in den USA mit Waffen eindecken kann. Also ging er in einen Waffenladen um eine Waffe, ein AR-15, zu kaufen. Allerdings weigerte sich der Händler dem Kolumnisten eine Waffe zu verkaufen, woraufhin dieser einen sehr subjektiven Kommentar schrieb, daß er die Waffe nicht bekam „weil er ein Medienvertreter“ und deshalb Vorurteilen ausgesetzt sei.

http://chicago.suntimes.com/news/steinberg-would-be-terrorists-can-buy-guns-but-a-reporter-no/

Tatsache ist, daß in den USA – wie in jedem zivilisierten Land – gewisse Personengruppen vom Waffenbesitz ausgeschlossen sind. Einige der Bedingungen lauten:

  • keine Verurteilungen
  • keine Ordnungswidrigkeiten
  • nicht gewalttätig
  • keine psychischen Probleme
  • keine Suchterkrankungen

Nachdem der Artikel in der Chicago Sun Times erschien, bekräftigte der Waffenhändler, daß er nichts gegen Journalisten habe, aber wenn der FBI-Background-Check, der bei jedem Waffenverkauf zwingend gemacht werden muß, ergibt, daß der Käufer a) wegen Alkoholmißbrauch und b) wegen häuslicher Gewalt gegen seine Frau bekannt ist, dann muß der Händler den Verkauf verweigern, sonst macht er sich strafbar.

Jeder Waffenkäufer in den USA muß durch diesen Background-Check und er muß ein Formular ausfüllen, in dem psychische Erkrankungen, physische Erkrankungen, Suchtprobleme und Vorstrafen aufgeführt werden müssen. Wer dieses Formular nicht wahrheitsgemäß ausfüllt, macht sich strafbar:

It’s a felony punishable by up to 10 years, and up to a 250,000 fine. There is also an Ammendment called the Latenburg Ammendment that states you are barred from possession of a firearm if you have a conviction of domestic violence, even a misdemeanor.

Ein Argument ist durchaus valide. Wie konnte jemand wie der Orlando-Shooter, trotz FBi-Überwachung Waffen kaufen? Mit ziemlicher Sicherheit ein Fehler auf Behördenseite. Denn ein Waffenhändler kann sich keine illegalen Aktionen leisten, wenn ihm seine Handels-Lizenz erhalten bleiben soll.

Einen interessanten Effekt hat das Orlando-Massaker. Die Waffenausbildung an den meisten US-Shootingranges ist förmlich ausgebucht von Mitgliedern der LGBT-Gemeinde. Schwule und Lesben bewaffnen sich.

Die Attentate und die Drohungen, die Waffengesetze zu verschärfen, treiben die Waffenverkäufe steil in die Höhe. Während gleichzeitig die Anzahl der Gewaltverbrechen in kräftig zurückgeht. Korrelation oder Kausalität?

http://www.breitbart.com/big-government/2016/07/12/1993-2014-gun-ownership-skyrockets-violent-crime-plummets/

Schweizer Planspiele

Seit ein paar Jahren haben die Schweizer Militär- und Reservistenübungen einen neuen Fokus. Simulierte Stabsübungen für Krisensituationen waren in den letzten 5-6 Jahren stark auf das Thema Flüchtlinge fokussiert.


Stabilo Due (2012)

Phase I: Deutschland (Elbonia), Frankreich und Österreich (Danubia) werden massiv von Flüchtlingen überrannt.

Phase II: Aufstände in der Bevölkerung und bei den Flüchtlingen, die man nicht mehr richtig versorgen kann. Die Flüchtlinge bilden Untergrundorganisationen die Terroranschläge verüben.

Phase III: Deutschland zerbricht in 2 Teile. Der eine Teil schottet sich ab und baut ein striktes Regime auf. Vom anderen Teil  versuchen Menschen in die Schweiz zu flüchten. Gleichzeitig herrscht ein ähnlicher Druck aus Frankreich. Das Ganze wird begleitet von ständigen Terroranschlägen auf allen Gebieten. Einerseits von Flüchtlingen und deren Sympatisanten, aber auch von deren Gegner/Bevölkerung.


Da solche Szenarien europaweit bei diversen „Sicherheitskonferenzen“ vorgestellt und besprochen werden, dürften diese Planungen auch der Bundesregierung bekannt  sein.

Disclaimer: Diese Infos habe ich aus einem Forumspost. Die Herkunft, Authentizität und Genauigkeit der Angaben kann nur teilweise verifiziert werden. Tatsache ist allerdings, daß die Schweiz solche und ähnliche Szenarien probt. Die aufgeführten öffentlichen Quellen scheinen die Angaben zu bestätigen.

Quellen:
http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/basel/basel-stadt/die-schweizer-armee-probt-den-ernstfall-in-basel-129136790

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Schweizer-Armee-simulierte-franzoesischen-Angriff-/story/14984144

https://www.woz.ch/-3346

NRW – Polizei warnt vor No-Go-Areas

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_74838122/in-nrw-drohen-rechtsfreie-raeume-polizei-warnt-vor-no-go-areas-.html

Diese No-Go-Areas gibt es in etlichen Großstädten schon seit Jahren. Die Politik ignoriert das Problem weitgehend und verschärft es damit sogar.

Durch Abbau von Polizeistellen, Schließung von Polizeirevieren, verfehlte Ausländerpolitik und was der Dinge mehr sind, entsteht ein Machtvakuum, das zunehmend von Kräften gefüllt wird, die sich ihre eigenen Gesetze und Regeln machen.

Eine Änderung der Zustände ist derzeit nicht in Sicht. Anscheinend muß es erst wieder viel schlimmer werden, bevor ein paar Leute aufwachen. An den spektakulären Notwehrfällen in der letzten Zeit könnte man sehen, daß immer mehr Leute sich selbst um ihre Sicherheit kümmern müssen/wollen.

Wenn der „Staat“ bzw. die Polizei ihrem Auftrag – für den sie ja vom Volk das Machtmonopol erhalten haben – nicht mehr nachkommen, bzw. nicht mehr nachkommen kann, dann müssen die Bürger ihren Schutz in die eigenen Hände nehmen. Ich rede hier nicht von Selbstjustiz, sondern von den Mitteln, die im Gesetz stehen und den Bürgern explizit das Recht dazu einräumen.

Was ist wichtiger? Millionengräber für fehlgeplante Flughäfen oder Kultur-Tempel, oder Geld für wichtige Infrastrukturen, Bildung und Polizei?

Messer – Mordwaffe Nr. 2*

Zwei schöne Berichte, die zu lesen lohnen:

So gefährlich sind Stichwaffen

Feuer frei: Messerangriff

Anhand dieser Artikel fragt man sich wirklich, warum so viele Menschen Angst vor Schußwaffen haben. Vor Messern und anderen Hieb- und Stichwaffen müsste der Normalbürger sich viel mehr fürchten.

Tut er aber nicht. Schließlich nimmt er dieses Teufelswerkzeug selbst fast jeden Tag zur Hand. Manche Frau sogar noch viel öfter als manche Männer. 😉

Das Wissen, daß man den sicheren Umgang mit dem Messer von seinen Eltern schon in frühester Jugend beigebracht bekommen hat, die Sicherheitsregeln, die einem in Fleisch und Blut übergegangen sind, so daß man gar nicht mehr groß drüber nachdenkt, sowie Gewohnheit und Übung sorgen dafür, daß man sich keine Gedanken darüber machen muß, ob man sich jetzt gleich selbst in die Hand schnitzt oder seinem Gegenüber versehentlich (oder gar absichtlich) ein Auge aussticht.

Ja, der Vergleich Messer mit Schußwaffe hinkt natürlich ein kleines bisschen. Unfair ist er noch dazu. Messer sind laut Statistik sehr viel häufiger bei Mord und Totschlag beteiligt als Schußwaffen. Wer das sauber aufgeschlüsselt haben will, kann hier vorbeischauen.
→ https://legalwaffenbesitzer.wordpress.com/waffenverbote/

Warum haben also die meisten Leute, keine Angst vor dem Umgang mit einem potenziell sehr gefährlichen Werkzeug?

  • Gewohnheit
  • Übung
  • Ausbildung
  • Wissen um die potenzielle Gefährlichkeit, die richtig eingeschätzt werden kann

Und wie sieht es bei den Schußwaffenbesitzern aus?

  • Gewohnheit
  • Übung
  • Ausbildung (Sicherheitstraining)
  • Wissen um die potenzielle Gefährlichkeit, die richtig eingeschätzt werden kann (Waffensachkunde, Risikokompetenz)

Der Schußwaffenbesitzer kann Messer und Feuerwaffe gut einschätzen. Er hat eine gründliche Ausbildung, Erfahrung, ständigen Umgang und Fachwissen.

Der Normalbürger mit seinem Brot- oder Bratenmesser kann also die Gefährlichkeit einer Schußwaffe nicht beurteilen … tut es aber trotzdem. Schließlich hat er eine Menge Anschauungsmaterial in Form von US-Actionfilmen und Fernsehserien. Daß diese „Unterrichtsmedien“ reine Phantasie sind, merkt der Konsument gar nicht. Sieht ja realistisch und plausibel aus. Ist es aber nicht.

Deshalb freue ich mich über diese beiden Zeitungsartikel, die zur Risikokompetenz beitragen können.

* Die Mordwaffe Nr. 1 sind und bleiben Hände- und Füße, sowie „stumpfe Gegenstände“.