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Ein paar interessante Artikel, die man gelesen haben sollte:

Lobbyismus über Bande, bei Lars Winkelsdorf:
http://www.lars-winkelsdorf.de/

http://meinungsterror.de/?p=421
Aktionsbündnis Winnenden in „Complete Denial“. Die Kommentare sind auch sehr interessant.

Neonazis mit Waffenbesitzkarten
Auch hier ist der Kommentar von Cathy wieder sehr fundiert und sachlich.

Großkaliber ist gefährlich? Falsch!

Pawlowsche Reflexe

Es gibt eine ganze Reihe von Wörtern, die bei einem Rezipienten eine Reaktion – einen Reflex auslösen.

  • Hells Angels
  • Republikaner
  • Pädophile
  • Piraten
  • Nazis
  • Antifa
  • Politiker
  • Banker
  • Hartz4
  • Waffenbesitzer

Haben Sie’s gemerkt? Zu jedem Begriff hatten Sie sofort ein passendes Bild und und eine Meinung parat. Ganz wie ein Hund, der auf Befehl (das klingende Glöckchen, des Pawlowschen Experiments) das sabbern anfängt.

Ja – der Vergleich mit dem „sabbern“ ist absichtlich gewählt. Denn befragt man einen durchschnittlichen Menschen zu seiner Meinung zu einem dieser Begriffe, dann fängt er nicht selten zu sabbern, zu sabbeln und zu geifern an.

Konditionierter Reflex nennt man so etwas, wenn man etwas tut, das man erlernt oder beigebracht bekommen hat, ohne jemals wieder darüber nachzudenken.

Im allgemeinen bekommt man zu jedem dieser Begriffe immer wieder dieselbe holzschnittartige Meinung – bestehend aus Voreingenommenheiten und Vorurteilen, Ängsten, Unverständnis, Einseitigkeit und Intoleranz. Diese einmal eingepräge Meinung wurde nie geprüft. Deshalb kann sie auch nicht als richtig oder falsch verifiziert und gegebenenfalls korrigiert werden.

Versucht man allerdings, jemandem mit einer derartigen Meinung klar zu machen, daß der- oder diejenige falsch liegt, dann wird diese Person eher ihre Meinung mit Zähnen und Krallen verteidigen, als zuzugeben, möglicherweise falsche Informationen zu haben.

Sieht man sich nun die Konditionierung der Waffengegner an und die Medien, die diese Konditionierung regelmäßig mit den immer gleichen Behauptungen und Falschaussagen verstärken, dann braucht man sich nicht über das „gesabbel“, „gebelfer“ und „gegeifer“ wundern.

Würden solche Leute jemals bemerken, oder gar zugeben, daß sie konditioniert wurden? Nie im Leben …

Braver Hund. Mach‘ Platz, hier hast Du Dein Leckerli …

Reflexformen
http://de.wikipedia.org/wiki/Reflex#Reflexformen

Pawlowscher Reflex & klassische Konditionierung
http://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Konditionierung

Waffen sind Männersache

Klar, muß ja so sein. Der Mann, als Archetyp des Ernährers/Jägers, als Familienvater/Verteidiger, aber auch als Soldat oder Gewalttäter hat traditionell eine Affinität zu Waffen. Wird von manchen Psychologen behauptet, wird wohl stimmen. (Der letzte Satz ist ironisch gemeint. Es gibt etliche, viel neuere Studien, die dieses alte Klischee durchaus in Frage stellen).

Klischees sind was wunderbares – sie mögen zwar, oberflächlich gesehen, einen wahren Kern haben, aber sorgfältig betrachtet sind sie halt nur grobe Holzschnitte, die der Realität nicht unbedingt gerecht werden.

Man redet Frauen seit Jahren ein, daß sie die weichen, nachgiebigen, vermittelnden und vor allem friedlicheren und pazifistischeren Persönlichkeiten wären. Außerdem sind Frauen generell gegen Waffen. Oberflächlich gesehen scheint das tatsächlich zuzutreffen. Das Bild wird von den Medien so gezeichnet, so stellt es sich in den Köpfen der Bevölkerung dar. Aber stimmt das Bild?

Gerade in den letzten Jahren nimmt der Anteil der Frauen bei den Sportschützen und vor allem bei den Jägern kontinuierlich zu. Warum halten sich die Frauen nicht an das Bild, das die Gesellschaft von ihnen hat (oder haben will)? Haben wir zu viele starke (nicht selten bewaffnete Frauen) in amerikanischen Action-Filmen, als neues Rollen-Beispiel?

Bei einigen wenigen Frauen mag das der Fall sein. Andere dagegen stellen die alten Rollenbilder in Frage und dringen ganz selbstverständlich in die sogenannten Männerdomänen ein. Das ist etwas, was den Soziologen auffällt und worüber sie dann Studien schreiben, die niemand liest.

Daß Frauen in den Schützenvereinen aber schon immer eine feste Größe waren – wenn auch als Minderheit – das wird gerne übersehen. Viele der Schützen bei Olympia sind Frauen. Sehr erfolgreiche übrigens. Beim schießen mit großkalibrigen Flinten (Trap & Skeet) spielen sie bei der Weltspitze ganz vorne mit, genauso wie bei den Druckluft- und Kleinkaliber-Disziplinen.

Auch der Biathlon ist eine der Paradedisziplinen für die Frauen. Da schweigt sogar der Waffengegner. Vermutlich weil er nicht weiß, daß da mit scharfen Waffen geschossen wird. Bis 1977 sogar mit Großkaliber-Gewehren. Übrigens: Biathlon ist, wie die meisten klassischen Sportarten, eine „militärische/kriegerische“ Disziplin. Denn sehr viele populäre Sportarten haben/hatten einmal einen militärischen Zweck.

Aber auch bei den Schießsportarten die nicht olympisch sind, haben die Frauen seit vielen Jahrzehnten einen festen Platz – im Allgemeinen ziemlich weit vorne. Korreliert man die sportlichen Ergebnisse mit denen der Männer, dann weiß man, warum es nach Geschlechtern getrennte Wettbewerbe gibt. In diesem Fall allerdings anders als bei den „physischen“ Sportarten, bei denen Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer den Männern meist einen Vorteil vor den Frauen geben. Beim Schießsport ist es auch mal anders herum. Denn die Frauen liegen bei diesem Sport mit den Männern oft Kopf an Kopf. Die Regelung sorgt also ausnahmsweise dafür, daß das Gros der Männer nicht unter „ferner liefen …“ in der Ergebnisliste steht. Manche Schießsportarten (wie das Silhouetten-Schießen) kennen gar keine geschlechtliche Trennungen zwischen Mann und Frau und das Alter ist im großen und ganzen sowieso egal.

Schießen (Sport und Jagd) ist also keine „unweibliche“ Betätigung. Es ist definitiv keine Sportart, die auch nur ansatzweise einer Gender-Trennung unterliegen sollte oder gar müsste. Diese Trennungen nehmen nur Ewiggestrige und Ideologen vor.

Seit einigen Jahren erlebe ich, daß nicht nur Töchter, Freundinnen und Lebensgefährtinnen von Sportschützen Pulverdampf schnuppern, was die häufigste Art ist, wie Frauen zum Schießsport kommen, sondern daß kleinere Gruppen von 2-5 Frauen auf dem Schießstand auftauchen, ganz gezielt nach einem Probetraining fragen, oder „einfach mal schießen“ wollen.

Das an sich ist schon, verglichen mit früher, ziemlich ungewöhnlich. Denn die erst mal distanzierte Atmosphäre und die Männerdominanz in den Vereinen lädt normalerweise nicht dazu ein, spontan und unbefangen einfach etwas neues auszuprobieren.

Es ist jedenfalls spannend zu sehen, wie selbstbewusst und unbefangen Frauen an etwas herangehen, was ihnen laut Rollenbild (sowohl dem traditionellen, als auch dem modernen) nicht zugestanden wird. Da bekommt man Fragen, die ein Mann kaum in dieser Form – wenn überhaupt – stellen würde:

Wie funktioniert das?
Wie hält man die Waffe richtig?
Wie lädt man richtig?
Gehört das Magazin so oder anders herum rein?
Wie stark ist der Rückstoß?
Wie fest muß ich zupacken?
Wie zielt man richtig?

Schon nach der mündlichen Einweisung (die fachkundig und didaktisch sein sollte) legt sich ein Großteil der Nervosität und nach den ersten Schüssen, erst in Kaliber .22 und dann auch diverse Großkaliber ist die unterbewusste Einstellung „… so was macht frau nicht“ völlig weg.

Statt dessen (wie bei allen Anfängern) Begeisterung, breites Grinsen und der Wunsch nach mehr.

Zugegeben … viele Frauen wollen nur mal ausprobieren, eine neue Erfahrung machen, und kommen dann nie wieder. Aber auch das ist völlig in Ordnung, denn es ist schon sehr viel wert, wenn man jemandem den Unterschied zwischen Kino und Realität begreiflich machen kann. Aber andere kommen immer mal wieder (und bringen Freunde und Bekannte mit) und manche bleiben, weil sie wirklich Spaß an der Sache haben.

Ich jedenfalls freue mich immer wieder darüber, wenn jemand eine neue Erfahrung machen will – egal ob männlich oder weiblich, egal ob „mal ausprobieren“ oder mit längerfristigem Interesse (das sich sowieso oft erst nach ein paar unverbindlichen Trainingseinheiten einstellt).

Also, werte Damen – keine falsche Scheu vor Dingen die Ihr nicht kennt und vor denen man Euch Angst macht, oder bei denen man Euch einreden möchte, es wäre nichts für Euch. Mitreden kann man am besten, wenn man es ausprobiert. Ich habe immer noch den Spruch einer Schnupperschützin (Dipl. Soz-Päd.), die ihre 2 Freundinnen eigentlich nur mit großen Vorbehalten begleitet hat, im Kopf: „Ich verstehe nicht, was jetzt daran so schlimm sein soll, macht doch Spaß!“

Und was die steigende Zahl an Jägerinnern angeht, da sprechen die Zeitungsberichte Bände:

Frauen und Jagd – Süddeutsche Zeitung

Wenn Frauen jagen – WamS

Johanna geht jagen – HAZ

Waffe = Gewalt?

Waffen werden von vielen Menschen ausschließlich mit Gewalt in Verbindung gebracht. Dabei sind die Besitzer legaler Waffen die allerletzten Leute, die verbrecherisch oder gewalttätig wären. Denn wäre das der Fall, dann dürften sie gar keine Waffen besitzen.

Sportschützen schießen auf Scheiben. Ausübung von Gewalt liegt ihnen fern. Trotzdem wird das von den Waffengegnern ständig behauptet. Wenn sich ein Waffenbesitzer gegen solche Unterstellungen verwahrt, wird ihm Lüge unterstellt.

• Es wird behauptet, daß es dem Schützen ausschließlich um die Zerstörung des Zieles geht.
• Es wird behauptet, daß Waffen ausschließlich zum töten geeignet wären.
• Es wird behauptet, daß jeder Waffenbesitzer früher oder später jemanden bedrohen, verletzen oder töten wird
• Es wird behauptet, daß Besitzer legaler Waffen atavistische Züge hätten
• Es wird behauptet, daß Waffenbesitzer unzuverlässig und labil wären
• usw. etc. pp.

Die Waffengegner verwenden immer wieder dieselben diffamierenden Behauptungen und Unterstellungen und lassen keinerlei Gegenargumente gelten. Echte Argumente die sich durch Fakten belegen lassen, liefern sie dagegen nicht. Immer wieder wird eine handvoll Einzelfälle als Begründung für schärfere Gesetze und Verbote mißbraucht. Jeder belegte Beweis gegen die Behauptungen wird in sein Gegenteil verkehrt, ignoriert oder einfach lapidar vom Tisch gewischt.

Aus wenigen tragischen (aber sensationell aufgemachten) Einzelfällen kann keine allgemeine Gesetzgebung konstruiert werden, das ignorieren die Verbotsfanatiker. Verhältnismäßigkeit, Bürgerrechte oder statistische Daten interessieren nicht. In Bezug auf das Waffenrecht, werden viele Leute, die sich als Demokraten bezeichnen zu Diktatoren und Tyrannen. Sie selbst sehen sich als moralische Instanz, die das „Gute“ und den „Frieden“ erhalten und schützen wollen. Sie sind die „Guten“, der Waffenbesitzer ist der „Böse“. In diesem schwarz-weiß Bild gibt es keine Graustufen.

Der fast religiöse Eifer vieler Waffengegner lässt sich nur psychologisch erklären. Aber was ist es? Ängste, Minderwertigkeitskomplexe, Macht- und Kontrollgier? Oder einfach nur Unwissen oder der Unwillen sich selbst zu informieren, statt hundertfach Falschaussagen und Lügen nachzuplappern?

Tatsache ist, daß viele Anti-Waffen-Lobbyisten ein geschlossenes Weltbild haben und ausschließlich mit falschen Grundannahmen argumentieren. Sie müssen etwas aus ihrer Welt entfernen, das ihnen Angst macht, oder ihnen nicht passt. Das versuchen sie mit allen, ihnen zur Verfügung stehenden Methoden zu erreichen. Lüge, Verleumdung, Unsachlichkeit, Unterstellung, Emotionalisierung, Diffarmierung, Stigmatisierung und Diskriminierung – das alles ist ihnen selbst, als Mittel zum Zweck, erlaubt. Wehrt sich ein Waffenbesitzer, indem er diese Methoden aufzeigt, wird ihm unterstellt, die Tatsachen zu verdrehen. Denn der Waffengegner hat die Deutungshoheit – er alleine bestimmt, was wahr, richtig und gerecht ist.

Je mehr Menschen die Lügen einer kleinen Minderheit glauben, desto mehr Freiheit, Wahrheit, Toleranz und Demokratie geht verloren. Am schlimmsten und verlogensten ist es, daß die Gegner des legalen Waffenbesitzes ihre Ziele im Namen dieser Ideale verfolgen. Aber – wieder die Deutungshoheit – sie glauben die moralische Pflicht zu haben und nehmen sich das Recht dazu.

Die Geschichte belegt, daß die Leute, die die Freiheit anderer – aber auch die eigene – für eine erhoffte/versprochene Sicherheit aufgeben, beides verlieren. Auch das sehen die Gegner nicht. Dafür denken sie zu einseitig und kurzsichtig.

Die Waffenbesitzer sind spät dran. Sie haben sich viel zu lange nicht gewehrt, haben erduldet sind faule Kompromisse eingegangen, die fast immer zu ihren Ungunsten waren. Stück für Stück sind seit dem ersten Waffengesetz der Weimarer Republik 1922 die Rechte beschnitten worden. Selten aus Gründen der Sicherheit – auch wenn dies immer behauptet wurde.

Es geht immer um Macht und Kontrolle. Jemand der sich (wenigstens theoretisch) wehren könnte, ist nicht so leicht zu kontrollieren und zu unterdrücken, wie jemand, der sich nicht wehren kann, oder gar will – wie viele Zeitgenossen heutzutage. Wir haben eine Gesellschaft von hysterischen Feiglingen. Die Lieblingsbeleidigung der Jugendlichen heutzutage lautet: „Du Opfer“ oder „Du Jude“.

Da sollte man sich daran erinnern, daß die Nazis mit ihrem verschärften Waffengesetz ausdrücklich Juden und politische Gegner entwaffnet haben.

Ein restriktives Waffengesetz ist ein Instrument der Unterdrückung.

Ein liberales Waffenrecht dagegen würde belegen, daß die Regierung ihren Bürgern vertraut.

Was natürlich nicht übersehen werden darf:
Es gibt immer Menschen, die krank, verrückt oder verbrecherisch sind. Die lassen sich auch von den schärfsten Waffengesetzen nicht von ihrem Tun abhalten. Bisher konnte noch keine Statistik, keine Studie, eindeutig beweisen, daß Schußwaffenverbote nützlich sind. Dazu müsste Grundlagenforschung betrieben werden.

Eine Studie, die das deutsche Waffengesetz evaluieren sollte, wird von den Innenministern der Länder unter Verschluß gehalten. Sicher nicht, weil diese Studie so katastrophal ausgefallen wäre. Denn wäre der legale Waffenbesitz tatsächlich ein gesellschaftspolitisches oder kriminalpolitisches Problem, dann wäre das Wasser auf den Mühlen der meisten Politiker. So etwas wäre mit Triumphgeheul weitflächig veröffentlicht worden.

Man kann also vermuten, daß die bisherige Politik der permanenten Gesetzesverschärfungen ein Schlag ins Wasser war. Aber zugeben, daß man falsch lag? Daß man seit 1972 größtenteils unsinnige Regelungen ins Waffengesetz gepackt hat?

Da würde das Volk ja das Vertrauen in die Politik verlieren (längst passiert, aber das ignorieren die Politiker ja) – eine Politik die immer noch gebetsmühlenartig behauptet, daß mehr Waffen im Volk auch mehr Gewalt bedeuten. Die alte These ist längst widerlegt. Das allerdings ist noch nicht im Volk angekommen.

Die unterschiedlichen Typen von Waffengegnern und wie man sie dazu bringt ihre Meinung zu ändern

Warum sind manche Leute „Waffengegner“?

Typ 1: Die Angst vor dem Unbekannten

Heutzutage gibt es viele erwachsene Menschen, die niemals eine Waffe in der Hand gehalten haben – oft nicht einmal eine Spielzeugwaffe. Ganz zu schweigen, daß sie mal eine gründliche Einweisung in die Sicherheitsregeln und die Benutzung von einem Ausbilder bekommen hätten.

Daraus ergibt sich, daß es immer mehr Leute gibt, die Angst vor Waffen haben, weil sie nichts darüber wissen. Ich bin mir sicher, daß jeder der den Artikel liest, jemanden kennt, der glaubt, daß Waffen „einfach so losgehen“. Dabei ist es unmöglich, daß eine moderne, gut gewartete Waffe „losgeht“ wenn sie einfach nur rumliegt. Fast alle modernen Waffen haben Sicherungssysteme, die ein „losgehen“ verhindern, selbst wenn sie auf den Boden fallen oder an die Wand geworfen werden. So gut wie alle Fälle „unbeabsichtigten losgehens“ resultieren aus Bedienungsfehlern.

Zu viele Menschen verstehen einfach nicht, wie Waffen funktionieren und wie sicher sie sind, wenn sie vorschriftsmäßig benutzt werden. Glücklicherweise kann man das dieser Gruppe von Waffengegnern am einfachsten nahebringen. Durch ordentliche Information, Ausbildung und Training kann man vielen dieser Menschen die Fakten über Waffen beibringen.

Typ 2: Angst aus persönlichen Gründen

Manche Leute haben Angst vor Waffen, weil sie selbst schlechte Erfahrungen gemacht haben. Diese Menschen unterscheiden sich vom Typ 1, denn ihre Angst basiert auf realen Geschehnissen. Vielleicht hat jemand einen geliebten Menschen durch einen Verbrecher, der eine Schusswaffe benutzte, verloren. Diese Gruppe hat einen wesentlich legitimeren Grund, weshalb sie sich vor Waffen fürchtet. Es wäre ähnlich wie Flugangst, wenn man einen Angehörigen bei einem Flugzeugabsturz verloren hätte.

Diese Gruppe kann trotzdem von einer gründlichen Ausbildung und Informationen über das Thema profitieren. Es würde ähnlich funktionieren, wie eine Desensibilisierung bei Flugangst oder Arachnophobie (Angst vor Spinnen). Der Umgang mit dem angsterzeugenden Gegenstand, verringert die Furcht und erhöht das Selbstbewusstsein.

Wenn man mit Angehörigen dieser Gruppe diskutiert/argumentiert, dann ist Behutsamkeit angebracht. Diese Menschen haben reale, psychologische Gründe für ihre Gefühle, die respektiert werden müssen. Eine schrittweise Einführung in die Technik, Berichte in denen Feuerwaffen für die Rettung von Menschenleben benutzt wurden und eventuell auch eigenes ausprobieren wirkt hier Wunder. Man ändert die Meinung einer Person nicht in einem Aufwasch. Das braucht Zeit, Besonnenheit und Unvoreingenommenheit.

Typ 3: Der Mitläufer

Dieser Waffengegner ist waffenfeindlich, weil seine gewählte Ideologie, politische Partei, Religion, Familie, prominente Personen, Medien oder Lobbygruppen fordern, daß das so sein müsse. Diese Menschen denken nicht selbst und informieren sich auch nicht um zu einer eigenen, unabhängigen Meinung zu kommen.

Die Meinung von Mitläufern zu ändern ist schwierig. Sie wiederholen roboterhaft die Behauptungen, die in ihrer gesellschaftlichen/sozialen Gruppierung kursieren, ohne diese Vorurteile zu prüfen oder gar selbst nachzuforschen. Man kann nur hoffen, daß man ruhig und mit geduldig wiederholten Daten (den im Überfluss vorhandenen Fakten), die falschen Standpunkte widerlegt. Die meisten Leute in dieser Gruppe werden diese Informationen einfach ignorieren und kaum jemand wird seine Meinung ändern. Aber ein gutes, rationales Argument kann eine Saat für eine spätere Meinungsänderung sein.

Typ 4: Die „Kontrolleure“

Das ist die gefährlichste Gruppe von Waffengegnern. Sie weiß ganz genau warum sie gegen Waffenbesitz und Selbstverteidigung ist. Sie möchte so viele Leute wie möglich kontrollieren. Wehrlose Menschen sind leichter zu kontrollieren als wehrhafte. Das ist eine simple Tatsache. Diese Leute wollen dem alltäglichen Leben immer mehr Verbote, Gesetze und Regulierungen überstülpen – inklusive der Waffengesetze.

Die Meinung dieser Leute kann man nicht ändern. Diese haben die selben Informationen wie die Waffenenthusiasten und das macht ihnen Angst. Ihre Opposition zu Waffenbesitz, liberalen Waffengesetzen und Selbstverteidigung ist ausschließlich auf ihren eigenen Vorteil gerichtet.

Typ 5: Die Abhängigen

Diese Gruppe unterstützt die „Kontrolleure“ im Kampf um die Macht. Diese Menschen glauben, daß ihr Leben von einer dritten Gruppe kontrolliert werden muß. Diese Menschen würden niemals die Verantwortung für ihr Leben und ihre persönliche Sicherheit in die eigenen Hände nehmen. Sie verlassen sich lieber auf die Polizei, statt auf Selbstschutz. Sie verlassen sich lieber auf die Feuerwehr, statt ihre Wohnung mit Feuermeldern und Feuerlöschern auszustatten. Sie verlassen sich lieber auf die Regierung, die Behörden und das „soziale Netz“, als auf ihre eigenen Fähigkeiten.

Mit Typ 5-Leuten zu argumentieren ist völlig unmöglich. Die Tatsache, daß manche Leute Verantwortung für ihr eigenes Leben und ihre eigene Sicherheit übernehmen wollen macht sie panisch, weil sie selbst unwillig oder unfähig sind, Verantwortung zu übernehmen.

Fazit:

Das sind sie: Die 5 Kategorien auf die die „Waffengegner“ sich verteilen – auf die eine oder andere Weise. Sicher wird es ein paar Ausreißer geben, aber generell finden sich Waffengegner in einer der 5 Gruppen wieder.

Wenn man versucht die Meinung eines Menschen zu ändern, sollte man über dessen Argumentation nachdenken und entsprechend reagieren. Diskussionen mit Waffengegnern werden schnell emotional. Man sollte sich davon nicht beeinflussen lassen. Denn alle Zahlen, Daten und Fakten, die Statistiken und Studien belegen, daß die Waffengegner falsch liegen. Das werden diese nur in seltenen Fällen offen zugeben. Aber die Uninformierten, diejenigen, die von den Medien und gesellschaftlichen Gruppen ein falsches Bild vermittelt bekommen, die kann man mit sauberen Argumenten erreichen und das sollten wir tun.

Artikel von hier: http://gunssavelives.net/blog/the-different-types-of-anti-gunners-and-how-to-change-their-mind/ – holprige Adaption von mir.

Waffenrecht: Mehr Waffen, na und?

Quelle: https://news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=174750 und http://www.dwj.de/magazin/topthema/details/items/waffenrecht-mehr-waffen-na-und.html

Die Anzahl legal erworbener Schusswaffen, die sich im Besitz von Waffensammlern, Jägern und Sportschützen befinden, hat in den vergangenen Jahrzehnten auch in Deutschland von Jahr zu Jahr zugenommen. Einen Einfluss auf die Rate des kriminellen Missbrauches hat dieser Umstand aber nicht. Im Gegenteil:

Die Kriminalitätsstatistiken beweisen sogar noch immer sinkende Raten von Mord und vorsätzlichem Totschlag.

„Bitte überlegen Sie, ob Sie alle in ihrem Besitz befindlichen Waffen auch wirklich benötigen.“ „Sie haben die Möglichkeit, Ihre Waffen kostenlos bei den zuständigen Mitarbeitern unserer Behörde abzugeben.“ Solche und ähnliche Formulierungen bekommen Inhaber von Waffenbesitzkarten landauf, landab in diesen Wochen zu lesen. Sie stehen auf offiziellen Schreiben beispielsweise von Landräten, die unter Einsatz von Steuermitteln Serienbriefaktionen durchführen mit dem Ziel, Waffenbesitzer zur „Abgabe“ ihrer Waffen zu ermutigen.

Von einem Abkaufen der legal besessenen Gegenstände ist nirgendwo die Rede. Die Autoren dieser Schreiben sind getrieben von der Überzeugung: „Jede Waffe weniger ist ein Mehr an Sicherheit!“ Wie sie zu dieser Überzeugung gelangten, ist nicht zu erkennen, auf Daten und Fakten kann sie jedenfalls nicht beruhen. Dass es Behörden überhaupt wagen, solche Behauptungen aufzustellen, ist bereits einigermaßen verwegen. Zumindest beweist die Formulierung einer solchen These entweder Inkompetenz oder Ignoranz. Ignoranz gegenüber offiziellen Kriminalstatistiken.

Kriminalitätsentwicklung in Deutschland.

Das Bundeskriminalamt veröffentlicht jedes Jahr eine umfassende Statistik zur Kriminalität in Deutschland. Die kann sich jeder Interessent mit Internetzugang auf seinem Rechner betrachten. Ebenso ist es einfach möglich, die Entwicklung der Straftaten in Deutschland – auch aufgeteilt nach verschiedensten Typen von Straftaten – beim Bundeskriminalamt online einzusehen. Sie zeigt die Entwicklung der Kriminalität in Deutschland seit 1993. Die Gesamtzahl der Straftaten pro Jahr liegt seit 1993 im Bereich von rund 6,3 bis 6,7 Millionen Fällen. Die Zahl ist von 21 950 im Jahr 1996 auf 12 441 im Jahre 2007 gesunken! In dieser Zahl enthalten sind alle Fälle, bei denen mit einer Schusswaffe gedroht und/oder geschossen wurde. Dazu zählt auch die missbräuchliche Verwendung etwa von Gaswaffen. Eine Differenzierung zwischen legalen und illegalen Waffen wird nicht vorgenommen.

Im Jahr 2007 war bei 12 441 von 6,285 Millionen Straftaten eine Schusswaffe im Spiel. Bei 36,8% dieser Fälle wurde damit geschossen – das entspricht 36,8% von 0,2% aller Straftaten, mithin also 0,0736% aller Fälle. Nochmals: In diesem Wert ist der Anteil illegal verwendeter Waffen enthalten! Will man sich ein Bild über die Rolle erlaubnispflichtiger Waffen in Legalbesitz machen, wird man beim Referat IS 7 des Bundesinnenministeriums fuüdig. Auf diese Zahlen bezog sich auch das Institut für Rechtspsychologie der Universität Bremen in seiner Stellungnahme anlässlich der Anhörung vor dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages am 2. Februar 2008. Bei nur 2,5% der Schusswaffen handelt es sich um in legalem Besitz befindliche Schusswaffen (Stand 2005). In 97,5% der Fälle von Schusswaffenverwendung bei Straftaten handelte es sich um erlaubnisfreie oder in illegalem Besitz befindliche Schusswaffen.

Betrachtet man die Fälle der Deliktgruppe Mord/Raubmord und Totschlag lag der Anteil von in legalem Besitz befindlichen, erlaubnispflichtigen Schusswaffen im Jahr 2002 bei 5 von 59, beziehungsweise 7 von 82 Fällen, das sind jeweils rund 8,5%. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes handelt es sich hier zu einem großen Teil um Taten aus dem „psychosozialen Nahraum“, sogenannte Beziehungstaten. Das Max-Planck-Institut für Internationales Strafrecht spricht von rund 20 bis 25 Taten im Jahr, die mit Legalwaffen begangen würden. Solche Taten sind aber dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht unterbleiben würden, wenn keine Schusswaffen greifbar wären. Vielmehr wird im Affekt dann eben auf andere Gegenstände zurückgegriffen. Tragische Beispiele dafür gibt es genug – aus der Max-Planck-Studie lässt sich eine Zahl von rund 525 errechnen. Bei diesen Zahlen verwundert es nicht, dass etwa Holger Bernsee vom Bund Deutscher Kriminalbeamter noch vor wenigen Jahren vor dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages ausführte, dass es nicht die Verwahrung und der Umgang mit legal erworbenen Schusswaffen seien, die kriminalpolitisch relevant wären.

Alle verfügbaren offiziellen Statistiken weisen also aus: Die Anzahl der Straftaten mit Schusswaffeneinsatz (illegaler Besitz und legaler Besitz) ist in den vergangenen 15 Jahren in Deutschland erheblich zurückgegangen. In der gleichen Zeit ist die Anzahl der in Legalbesitz bei deutschen Bürgern befindlichen Waffen (wie seit 1954) immer weiter  angestiegen. Die Behauptung, dass „jede Waffe weniger ein Plus an Sicherheit sei“ ist damit ad absurdum geführt. Dass die Anzahl von erlaubnispflichtigen Schusswaffen in Privathand mit der öffentlichen Sicherheit in keinerlei Zusammenhang steht, beweist nicht nur die Analyse deutscher Kriminalstatistiken. Ein Blick auf die Kriminalitätsgeschichte der Vereinigten Staaten von Amerika belegt das beeindruckend. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass die nachfolgend vorgestellte Grafik nicht von der National Rifle Association (NRA) stammt, sondern vom Justizministerium – sie ist also offiziell. Diese Grafik hilft dabei, eindrucksvoll Thesen von ideologischen Gegnern des privaten Waffenbesitzes zu widerlegen.

These 1. Wir wollen keine „amerikanischen Verhältnisse“. Deshalb muss die Anzahl der Waffen in der Bevölkerung reduziert werden.

Damit soll ausgedrückt werden, dass in den USA die Gewaltkriminalität mit Schusswaffen deshalb hoch sei, weil man fast überall sehr leicht jede Art von Schusswaffen kaufen könne und auch entsprechend viele Schusswaffen im Umlauf sind.

Die Fakten: 1. Die Waffengesetzgebung ist in den USA in erster Linie Sache der einzelnen Bundesstaaten. Deshalb ist das Erwerben, Besitzen und Führen von Feuerwaffen von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich gesetzlich geregelt. Schon von der Gesetzgebung her gibt es also keine einheitlichen „amerikanischen Verhältnisse“. So gibt es sehr liberale Waffengesetze, wie etwa in Louisiana, Nevada oder Texas. In Texas beispielsweise darf der Waffenbesitzer in der Öffentlichkeit eine Faustfeuerwaffe führen, er muss sie allerdings offen tragen. Dagegen ist die Waffengesetzgebung in Kalifornien, New York oder Washington D.C. teilweise extrem streng. In Washington und New York ist jeglicher privater Besitz von Waffen bei Androhung von Gefängnisstrafe verboten.

2. Die Gewaltkriminalität in den USA ist so unterschiedlich verteilt wie das Land groß ist. Nimmt man als Parameter die Mordrate (Tötungsdelikte je 100 000 Einwohner), so schwankt diese je nach Region zwischen nahe 0 und über 50! Selbst innerhalb der Stadt New York schwankt die Mordrate je nach Stadtteil bei gleich restriktivem Waffengesetz zwischen 8 und 54! Es gibt also keine einheitlichen „amerikanischen Verhältnisse“ bei der Gewaltkriminalität.

3. Vorausgesetzt, es gäbe einen Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit und Anzahl der „im Volk“ befindlichen Waffen einerseits und der Gewaltkriminalität andererseits, müsste die Mordrate in Texas, Louisiana oder Süd-Dakota am höchsten sein, in Washington D.C. oder New York dagegen am niedrigsten. Das ist nicht der Fall. Im Gegenteil: In Washington D.C. ist die Mordrate so hoch wie nirgends sonst in den USA. Im unmittelbar angrenzenden Bundesstaat Virginia mit einem vergleichsweise liberalen Waffengesetz liegt die Mordrate nur etwa bei einem Viertel davon.

Dieser kurze Blick auf die Statistik und die Gesetzgebung zeigt, dass weder zwischen der Anzahl der Schusswaffen je Einwohner noch zwischen der absoluten Anzahl der Schusswaffen und der Mordrate ein statistischer Zusammenhang besteht! Doch welche Faktoren beeinflussen dann die Mordrate? Einige Hinweise liefert hier ein Blick auf die vergangenen 100 Jahre US-Geschichte und die Entwicklung der Mordrate.

1. Die Mordrate lag von 1870 bis 1905 etwa bei 1 pro 100 000 Einwohner. Während dieser Zeit konnte in den USA jeder, egal ob Weißer, Farbiger, Immigrant oder 14-jähriger Junge, jederzeit und überall jede Feuerwaffe erwerben, die er wollte.

2. Zwischen 1905 und 1933 stieg die Mordrate stark auf fast 10 pro 100 000 Einwohner an. Diese Zeit ist gekennzeichnet von massivem Wachstum der großen Städte (Urbanisation der Gesellschaft). Die waffenrechtliche Situation blieb unverändert. Soziologische Studien haben längst hinlänglich bewiesen, dass die Aggressivität und die Gewaltbereitschaft in anonymen Urbanisationen ungleich größer ist als anderswo. Das zeigt auch die „explodierte“ Mordrate, die bei gleicher waffenrechtlicher Situation eintrat.

Mit zu dieser gestiegenen Mordrate haben auch die verstärkten Einwanderungen aus autoritär geführten europäischen Ländern beigetragen. Aus unterdrückten Menschen wurden plötzlich freie Menschen. Die Geschichte lehrt, dass ein gewisser Prozentsatz solcher plötzlich „freien“ Menschen in die Kriminalität abgleitet. Da es sich hierbei noch um Menschen verschiedener Nationalitäten handelte, spielte auch das Phänomen der Ghetto- und Bandenbildung als Ursache für Gewalt eine nicht unwesentliche Rolle.

3. Zwischen 1933 und 1958 sank die Mordrate bei unveränderter waffenrechtlicher Situation um mehr als 50%. Jeder Erwachsene konnte nach wie vor jede Art von Feuerwaffe kaufen – sogar per Post bestellen und sich zusenden lassen. Das deutet darauf hin, dass für die „Mordbereitschaft“ auch die Armut nicht unbedingt direkt verantwortlich sein muss. Denn in die Zeit dieses starken Abfalls der Mordrate fielen sehr schlimme Jahre wirtschaftlicher Depression in den Vereinigten Staaten von Amerika.

4. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten Millionen von amerikanischen Soldaten nach Hause zurück. Hunderttausende brachten erbeutete Waffen mit, sozusagen als „Souvenirs“. Millionen Feuerwaffen bis hin zu automatischen Waffen gelangten in die USA und wurden dort frei verkauft. Wenn „Waffen Verbrechen verursachen“ würden, hätte die Mordrate in dieser Zeit explodieren müssen. Das geschah aber nicht.

5. Die Phase von 1960 bis 1980 ist ein Spiegelbild der Phase von 1905 bis 1933. Die Mordrate stieg bei gleicher waffenrechtlicher Situation stark an. Soziologischer Hintergrund: Massive Verstädterung in Regionen mit hohem Anteil farbiger Bevölkerung und massive Einwanderung, vor allem auch aus dem karibischen Raum. Der Effekt ist derselbe wie unter Punkt 2 beschrieben. Darüber hinaus begann in den frühen 1960er-Jahren die „Drogensubkultur“ zu wachsen. Drogenkriege krimineller Banden kamen auf.

6. Interessant ist das Jahr 1968. Damals versprachen die Kongressmitglieder der Bevölkerung, dass sie durch den erlassenen „Gun Control Bill“ Gewalttaten mit Waffen drosseln oder fast ganz ausschalten wollten. Nichts davon geschah: Die Mordrate stieg weiter unverändert steil an.

Was ist daraus zu folgern? Die Anzahl von Gewaltverbrechen hängt eng mit einer ganzen Reihe familiärer, sozialer, bevölkerungsgeografischer und soziologischer Faktoren zusammen, nicht aber mit der Anzahl „der im Volk befindlichen“ Waffen oder deren Verfügbarkeit. Dazu zählt beispielsweise auch der Altersaufbau der Bevölkerung. So führen US-Kriminologen den Anstieg der Gewaltkriminalität zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren auch auf die Baby-Boom-Jahrgänge zurück, die zwischen 1960 und 1980 das „gewalttätigste“ Lebensalter zwischen 20 und 40 Jahren durchliefen.

Die Gleichung „leichte Verfügbarkeit von Schusswaffen für jedermann = hohe Mord- und Verbrechensrate = amerikanische Verhältnisse“ ist danach nicht haltbar.

An dieser Stelle ist auch die Entwicklung in Großbritannien beachtenswert. Nach dem Totalverbot des privaten Kurzwaffenbesitzes 1997 hat sich bis heute die Anzahl der jährlichen Delikte der Verbrechensgruppen Tötungen und schwerer Raub mit Schusswaffeneinsatz nahezu verdoppelt (plus 80%).

These 2. Die öffentliche Sicherheit muss durch eine Beschränkung des Legalwaffenbesitzes bekämpft werden. Selbst für Jäger reichen drei bis vier Waffen. Auch diese These geht davon aus, dass allein die Existenz von Waffen Gewaltverbrechen begünstigt, ihre Zahl erhöht. Die Fakten: „Unter kriminalpräventiven und rechtspsychologischen Gesichtspunkten stellen Legalwaffenbesitzer keine bedeutende Gefahr für die Innere Sicherheit dar.“ Dieses Zitat stammt aus der Stellungnahme des Instituts für Rechtspsychologie im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen für die öffentliche Anhörung im Innenausschuss des Deutschen Bundestages im Februar 2008. Eine andere Aussage ist auf Basis der offiziellen Zahlen der Polizeilichen Kriminalitätsstatistiken und der Kriminalitätsstatistik des Bundeskriminalamtes auch gar nicht möglich. Nur bei 0,31% aller Straftaten war eine Schusswaffe beteiligt. Davon waren wiederum – je nach Delikt – in 4 bis 8% eine legale Schusswaffe beteiligt. Das bedeutet also, dass nur in rund 0,0002% aller Straftaten eine legale Schusswaffe beteiligt war. Die Anzahl an Legalwaffen, die jemand besitzt, hat überhaupt nichts mit dem Auftreten von Gewaltverbrechen mit Schusswaffen zu tun. Ob jemand 1 oder 150 Waffen besitzt, ist für die Verbrechenszahlen unerheblich. Das ist statistisch leicht nachzuweisen. Würde nämlich die Anzahl der in einem Haushalt befindlichen Waffen die Verwendung bei Straftaten erhöhen, müssten Waffensammler, Jäger und Sportschützen mit vielen Waffen im Schrank häufiger als Straftäter mit Waffen in der Statistik auftauchen als solche mit wenig Waffen. Das ist freilich nicht der Fall.

These 3. Wenn weniger Waffen „im Volk“ sind, lassen sich im Affekt begangene Körperverletzungen und Tötungen verhindern. Die Fakten: Wie oben dargestellt, liegt die Missbrauchsquote legaler Schusswaffen bei einem verschwindend geringen Anteil. In dieser geringen Zahl sind missbräuchliche Einsätze von Schusswaffen enthalten, also auch der rechtswidrige Gebrauch von dienstlichen Schusswaffen (Polizei, Bundeswehr) oder beispielsweise bei Jagdwilderei. Es verbleiben nur äußerst wenige Fälle, in denen Waffen rechtswidrig bei sogenannten „Beziehungstaten“ eingesetzt wurden. Das Max-Planck-Institut für Internationales Strafrecht spricht – wie erwähnt – von rund 20 bis 25 Taten im Jahr. Solche Taten sind aber dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht unterbleiben würden, wenn keine Schusswaffen greifbar wären. Vielmehr wird im Affekt dann eben auf andere Gegenstände zurückgegriffen, und sei es die Faust,ein Küchenmesser, ein Stromkabel. Tragische Beispiele dafür gibt es genug – aus der Max-Planck-Studie lässt sich eine Zahl von rund 525 errechnen.

These 4. Auch legale Schusswaffen stellen allein durch ihre Existenz eine permanente Unfallgefahr dar. Die Fakten: Die 10 Millionen erlaubnispflichtigen Waffen in privatem Legalbesitz in Deutschland bedeuten nur eine verschwindend geringe Unfallgefahr. Das zeigen anschaulich die seit vielen Jahren niedrigen Versicherungsbeiträge von Schützen und Jägern für ihr Hobby. Natürlich kann ein Missbrauch oder Unfall nie ganz ausgeschlossen werden. Das hängt ganz einfach mit der generellen Unzuverlässigkeit des Menschen zusammen. Gleichgültig, ob er Ski läuft, sich als Heimwerker betätigt oder die Kerzen seines Adventskranzes anzündet – Unfälle wird es immer wieder geben. Wollte man einzelne Unfälle oder Missbräuche als Argumente für Restriktionen heranziehen, müsste eine solche Vorgehensweise in der logischen Konsequenz auch für unzählige andere Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs und der Freizeit Anwendung finden. Wer käme schon auf die Idee, das Besitzrecht für Fahrzeuge oder die Straßenverkehrsordnung zu ändern, nur weil es jedes Jahr Tote durch Amokfahrer gibt?

These 5. Waffen sind primär zum Töten konzipierte Gegenstände. Das begründet weitere Restriktionen. Die Fakten: Natürlich kann man mit Schusswaffen getötet und verwundet werden. Das geschieht auch beim jagdlichen und dienstlichen Einsatz. Doch kein Besitzer einer legalen Waffe hat seine Waffe in Deutschland zum Töten von Menschen erworben. Wenn das so wäre, würde das ja sofort in der Kriminalstatistik auftauchen. Entweder er besitzt sie zur Jagdausübung oder für schießsportliche Zwecke oder aus Freude am Besitz einer definierten Sammlung, also aus Interesse an der Technik und ihrer speziellen Geschichte.

These 6. Sportliches Großkaliberschießen muss verboten werden, dabei werden Killer „herangezüchtet“. Die Fakten: Ein Mörder, wie der von Winnenden, muss für seine grausamen Taten nicht trainiert haben. Entscheidend ist seine Tötungswut. Abgesehen davon kann jeder männliche Jugendliche ab 18 Jahren bei der Bundeswehr an großkalibrigen Waffen ausgebildet werden. Die meisten „können“ also ohnehin schießen.

These 7. IPSC-Schießen und Western-Schießen muss verboten werden, weil es das Schießen aus der Bewegung trainiert. Die Fakten: Jeder jagdliche Schütze muss mit der Langwaffe sehr gut auf sich bewegende Ziele schießen können, Wurfscheibenschützen ebenfalls. Beim IPSC-Sport wird – wie beim Biathlon – nicht in der Bewegung, sondern zwischen sportlichen Laufeinlagen geschossen. Der Sport wird in rund 80 Landesverbänden weltweit ausgeübt. Es gibt kein bekanntes Beispiel, das belegt, dass ein IPSC-Schütze seine Schießfertigkeiten missbraucht hätte.

These 8. Schützen müssen Waffen und Munition zentral, auf der Schießstätte im Schützenverein gesichert lagern. Die Fakten: Der Ruf nach zentraler Lagerung von Munition und Waffen in Schützenh.usern als Mittel zur Verhinderung missbräuchlicher Waffennutzung ist nach dem Vierfachmord von Eislingen ad absurdum geführt. Die Tat zeigt in aller Tragik: Solch brutale Killer planen ihre Taten akribisch und besorgen sich ihre Tatwerkzeuge in jedem Fall – auch durch Einbruch im Schützenhaus. Gesetze halten sie nicht auf. Abgesehen davon ist es angesichts des verschwindend geringen Restrisikos (siehe Statistiken des BKA) absolut unverhältnismäßig, dass in einem Rechtsstaat von staatlicher Seite dermaßen massiv in den persönlichen Besitz von Bürgern eingegriffen wird.

These 9. Waffenbesitzer sollen ihre Waffen zusätzlich zur sicheren Verwahrung im Stahlschrank durch biometrische Sicherungssysteme sichern, um Missbrauch durch Dritte zu verhindern. Die Fakten: Selbst wenn solche Systeme marktreif sein sollten, gibt es keinen Handlungsbedarf. Der lässt sich auch aus der Tragödie von Winnenden nicht ableiten. Genauso wie jemand seine Waffe nicht vorschriftsgemäß verwahrt, kann dieser die Vorschrift einer biometrischen Sicherung missachten. Wäre das bestehende Gesetz beachtet worden, hätte der Täter von Winnenden die benutzte Waffe nicht entwenden können.

These 10. Die Wohnungen von Legalwaffenbesitzern sollen unangemeldet kontrolliert werden können. Die Fakten: Das ist ein Bruch mit dem grundgesetzlich garantierten Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung. Die Forderung, der Besitzer legaler Waffen sei der Verursacher eines Risikos und deshalb regelmäßig auf dessen Kosten zu kontrollieren, ist der Ausdruck puren Misstrauens gegen den Bürger, gleichzeitig Diskriminierung und Ausdruck totalitären Gedankengutes. Millionen Besitzer legaler Waffen sind laut BKA-Statistik sogar ein sehr viel geringeres Risiko für die öffentliche Sicherheit, geringer als jugendliche Autofahrer, geringer als Jugendliche, die heimlich den Schlüssel für das elterliche Fahrzeug entwenden und damit tödliche Unfälle verursachen. Mit der gleichen Argumentation müsste auf Kosten jedes PC-Besitzers unangekündigte Kontrollen des heimischen PCs möglich sein, denn dieser könnte ja zum Besuch kinderpornografischer Seiten benutzt werden.

Von Irrationalen Ängsten Bestimmt

Von Irrationalen Ängsten Bestimmt

Dem ist nichts hinzuzufügen. Gegen irrationale Ängste hilft in minderschweren Fällen eine große Portion sachlicher Information. In schweren Fällen hilft nur noch ein guter Verhaltens-Psychologe.

Traurig, aber wahr …

Schon kommen sie wieder aus ihren Löchern gekrochen …

… die Totalverbieter, die Feiglinge, die Angsthasen, die Figuren, die über keinerlei Risikokompetenz verfügen und deren Risikowahrnehmung so gut wie nicht vorhanden ist.

… die Leute, die alles verbieten wollen, was sie nicht kennen, was sie nicht verstehen und was sie nicht interessiert

Es geht um eine Petition an den deutschen Bundestag in der es gegen das geplante Waffenregister geht: NWR

Statt ordentliche Argumente Pro-NWR zu liefern, geifern die Waffengegner wieder ihre altbekannten, hohlen Phrasen:

  • Niemand soll privat Waffen besitzen dürfen
  • Man muß aus Sicherheitsgründen alle Waffenbesitzer enteignen
  • Waffenbesitzer sind eine Gefahr für die Gesellschaft
  • Waffenbesitzer sind potenzielle Gewalttäter
  • Waffenbesitzer sind potenzielle Amokläufer
  • Waffenbesitzer sind Rambotypen
  • Waffenbesitzer haben kleine Schwänze
  • Waffenbesitzer haben geistige Defizite, sonst würden sie ja keine Waffen haben

Einen Menschen mit intakter Risikokompetenz und Risikowahrnehmung würde das Thema Waffenbesitz überhaupt nicht jucken. Denn er würde wissen, daß mit legal besessenen Schußwaffen derart wenig Mißbrauch betrieben wird, daß die Chance, in Deutschland vom Blitz getroffen zu werden fast doppelt so hoch ist, wie durch eine legal besessene Sportwaffe umzukommen.

Gehen wir mal auf die oben aufgeführten Worthülsen ein. Ich möchte die Waffengegner mal bitten, in sich zu gehen und ordentlich sachlich und mit belegbarem Zahlenmaterial zu argumentieren.

Schon kommen sie wieder aus ihren Löchern gekrochen … weiterlesen