Schlagwort-Archive: wissenschaft

Worauf man bei Forschungsergebnissen und Statistiken achten muß

Ein schöner Beitrag, der 10 grundlegende Fehler erklärt, die man beim interpretieren von Studien und Statistiken immer wieder macht. Das betrifft – um beim Blogthema zu bleiben – sowohl Waffen-Enthusiasten, als auch Waffengegner gleichermaßen. Man muß immer die Augen offen halten und auch die eigene Position kritisch überdenken. Gelegentlich stolpert man dabei über eigene peinliche Fehler, die dann Angriffsfläche bieten.

http://theconversation.com/the-10-stuff-ups-we-all-make-when-interpreting-research-30816

Mir ist das auch schon öfters passiert, daß ich eine Behauptung zurücknehmen oder korrigieren musste, weil ich eine Studie oder Statistik falsch verstanden oder interpretiert hatte – oder weil ich einer Studie geglaubt habe, deren Daten und Methodik nicht den wissenschaftlichen Anforderungen genügte.

Da muß man dann ehrlich zu sich selbst sein und auch die Kritik aushalten, Fehler zugeben und korrigieren – etwas, wozu Waffengegner nur in seltenen Fällen bereit sind. Denn dort ist die eigene Meinung eher ein Dogma. Nicht der Waffengegner muß seine Meinung korrigieren, wenn sie sich als falsch erweist, sondern derjenige, der den Fehler als solchen erkannt hat soll dem Dogma folgen und nicht der Realität.

Werbeanzeigen

Wissenschaftliches Denken und Logik

Vielen Menschen fehlt die Einsicht, daß das, was sie behaupten falsch ist. Meist sind das Leute, die nicht wissenschaftlich und logisch denken. Diesen Menschen fehlt die Fähigkeit ein echtes logisches (folgerichtiges) Argument zu produzieren und sie sind auch nicht in der Lage ein korrektes logisches Argument zu erkennen, das ihre eigene Position (Annahme, Behauptung, etc.) als falsch ausweist.

Statt Logik und statistischen oder wissenschaftlichen Fakten genügt diesen Leuten ein „Gefühl der Plausibilität“. Eine Behauptung klingt „richtig“, sie „fühlt sich an, als würde es passen“. Da kann man dann noch so sehr mit echten Zahlen, Daten, Fakten kommen, derjenige wird sich nicht überzeugen lassen, weil er nach Gefühl geht und überhaupt keinen Sinn für Logik oder wissenschaftliche Methodik und Denken hat.

Über die Jahre bin ich vielen Menschen begegnet, die ausschließlich nach Bauchgefühl urteilen und mit Fakten nichts anfangen können. Diese Leute gehen davon aus, daß meine Fakten auf dieselbe Art- und Weise entstehen, wie deren Meinungen und können nicht zwischen ihrem Gefühl der Plausibilität und harter Wissenschaft unterscheiden.

Für jemanden, der wissenschaftlich und logisch denkt, muß ein Argument falsifizierbar sein. D.h. wenn ein Argument durch harte Fakten widerlegbar ist, dann ist das Argument falsch und die Theorie (Behauptung, Annahme) angreifbar oder bereits verworfen.

Für jemanden, der nicht wissenschaftlich denkt ist sein Denkgebäude eine Tatsache, ein feststehender Glaubenssatz der auch durch noch so klare, saubere, wissenschaftliche und logische Argumentation nicht zu erschüttern ist. Wissenschaft gegen Metaphysik …

Karl Raimund Popper hat den größten Teil seines Lebens damit verbracht, das zu erforschen. Sein Hauptansatz war, daß eine Theorie/Behauptung logisch widerlegbar sein mußte, damit sie verworfen werden kann. Ohne wissenschaftliche Methode kann kein sauberes Ergebnis entstehen.

Die Waffenbesitzer haben die Fakten, mit denen sie die Behauptungen der Waffengegner klar und sauber widerlegen können und sie tun es auch. Aber Logik und Wissenschaft wirkt bei den Waffengegnern nicht. Das sieht man immer wieder an „Studien“ mit katastrophaler wissenschaftlicher Methodik; inkonsistent, einseitig und mit fehlender Logik. „Geforscht“ wird mit post-normalem wissenschaftlichem Ansatz. Diese „Forscher“ bezeichnen ihre „Methoden“ sogar als „wissenschaftlich“. Auf der Basis von Fakten, die in Hinsicht auf das erhoffte Ergebnis geformt und interpretiert werden, entsteht dann ein Theoriengebäude, das mit wenigen logischen und wissenschaftlichen Argumenten falsifiziert und damit zum Einsturz gebracht werden kann.

Was uns Waffenbesitzer leider nicht weiterbringt, da sich die Waffengegner die Deutungshoheit nicht aus der Hand nehmen lassen wollen. Unangenehme Argumente der Waffenbesitzer werden einfach als unwesentlich, falsch oder „unwissentschaftlich“ bezeichnet (ohne einen echten Beleg dafür zu haben). Das sind natürlich nur rhetorische Tricks um zu verhindern, daß die eigene wacklige Theorie einen Kratzer abbekommt.

Es geht den Waffengegnern nicht um Wahrheit, um Realität, sondern darum, Recht zu behalten – um jeden Preis. Das hat mehr mit Religion als mit Wissenschaft zu tun und die verwendeten Methoden sind eher religiös/ideologisch als wissenschaftlich.

Korrelation und Kausalität

Korrelation ist, wenn zwei Dinge irgendwie gleichzeitig oder zeitnah geschehen und – oberflächlich betrachtet – etwas miteinander zu tun haben könnten.

Kausalität ist, wen diese zwei Dinge tatsächlich etwas miteinander zu tun haben.

Deshalb macht mir diese Seite ganz besonders viel Spaß. Sie zeigt Korrelationen, die anscheinend miteinander zu tun haben, aber genauer betrachtet keine Beziehung haben.

Wussten Sie z.B. daß die Fälle von Suizid genau mit dem US-Raumfahrt-Programm korrelieren? Ist jetzt die Raumfahrt an Suizid schuld, oder bedingt Suizid die Raumfahrt? Ist natürlich völlig bescheuert. Aber jeder von uns kennt Leute, die anhand von irgendwelchen abstrusen Korrelationen eine Kausalität herstellen wollen. Eine Kausalität, die plausibel erscheint, es aber bei genauerem hinsehen überhaupt nicht ist.

Viel Spaß beim angucken: http://www.tylervigen.com

Genderstudies != Wissenschaft

Wenn eine wissenschaftliche Aussage etwas über die Realität aussagt, muss sie falsifizierbar sein und wenn eine wissenschaftliche Aussage nicht falsifizierbar ist, dann sagt sie nichts über die Realität aus.

(Sir Raimund Karl Popper)

Das bedeutet – grob gesagt – wenn eine Prognose/Behauptung im Experiment nicht bestätigt werden kann, so ist diese Theorie falsch.

Die sogenannten „Genderwissenschaften“ wurden schon häufig und vernichtend widerlegt. Trotzdem gibt es immer noch viele Lehrstühle für Genderwissenschaften (auch getarnt als „Frauenforschung“) in denen versucht wird ideologischer und wissenschaftlich gefärbter Unsinn in die Köpfe von Leuten zu transportieren. Nicht selten mit den Mitteln der Manipulation und sogar verbaler Gewalt.

Die sogenannten „Genderwissenschaften“ sind allerdings keine Wissenschaft, sondern eine Ideologie, die im Gewand der Wissenschaft daherkommt. Die Gender-Dogmatiker vermeiden es, ihre Meinungen einer kritischen Prüfung auszusetzen. Sie suchen nur nach Bestätigung ihrer kruden Theorien. „Forschungsergebnisse“ und andere Erkenntnisse werden so interpretiert, daß sie die eigene Meinung stützten (aka „post-normale Wissenschaft“). Widersprechende Informationen werden ausgeblendet, uminterpretiert oder als irrelevant abgetan.

Mit wissenschaftlicher Wahrheitsfindung haben diese Methoden nichts zu tun. Genderwissenschaften sind Quacksalberei. Sie basieren auf den theoretischen Schriften einer Hand voll „Vordenker_innen“ aus dem Lager des Radikalfeminismus. Diese Theorien werden als „wahr“ postuliert obwohl sie durch seriöse wissenschaftliche Forschung längst in wesentlichen Punkten widerlegt wurden.

Die Verifikation einer Theorie ist einfach. Man weist einfach Daten vor, die diese Theorie zu bestätigen scheinen (und lässt alles weg, was dieser Theorie widerspricht). Falsifikation dagegen führt eher zur Wahrheit. Findet man Daten, die einer Theorie widersprechen, dann ist diese Theorie widerlegt, zumindest aber fehlerhaft.

Der Liberalismus und Karl Poppers kritischer Rationalismus lassen den Schluß zu: Genderismus ist eine Form des Totalitarismus und gehört dort bekämpft wo er entsteht: In den Köpfen gelangweilter, unlogisch und un-wissentschaftlich denkender, weißer Mittelstandsfrauen.

http://sciencefiles.files.wordpress.com/2011/12/popper_blog1.jpg

Definitionen

Postnormale Wissenschaft

Diese Form von Wissenschaft sucht Beweise für Annahmen und Behauptungen (meist vertreten durch Politik und „interessierte Kreise“). Statt ergebnisoffen nach Wahrheiten zu forschen, sucht die „postnormale Wissenschaft“ nach Belegen für ein „Wunschergebnis“.

Mit wissenschaftlichem Anspruch hat das wenig zu tun – dafür mehr mit Dogmen (Denkverboten) und vorgegebenen Meinungen.

http://en.wikipedia.org/wiki/Post-normal_science
http://www.tabvlarasa.de/45/Koller.php


Postdemokratische Politik

In einer Postdemokratie entscheidet nicht der Pluralismus bzw. der Bürger, sondern die Politik mit Hilfe von Experten, Kommissionen und Wirtschaftsunternehmen über das „Wohlergehen“ des Staates und des Bürgers. Demokratische Methoden werden nur genutzt, wenn ein vorweggenommenes Ergebnis damit bestätigt werden kann.

http://de.wikipedia.org/wiki/Postdemokratie

Piraten und „Genderpolitik“

Mal was anderes als Waffenrecht. Ich habe mich schon immer über Genderpolitik geärgert, weil mir echte Belege für die Argumente der Gender-Apologeten fehlten.

Wenn ich da nachgefragt habe, dann kam da entweder nichts, oder es kamen nichtssagende Behauptungen über Forschungen von dieser oder jener Koryphäe. Wenn ich mir dann mal die Mühe gemacht habe, diese „Experten“ nachzulesen, dann fand ich da auch nur Behauptungen, aber nie wirklich Bezug auf ernsthafte und belegbare (falsifizierbare) Forschung oder gar echte wissenschaftliche Studien. Dafür allerdings die Ablehnung aller bisheriger Forschung – die ohne stichhaltige (inhaltliche) Begründung pauschal abgetan wird.

Vor einiger Zeit bin ich dann auf eine Dokumentation des Norwegers Harald Eia (Clown und studierter Soziologe) gestoßen, der die Genderstudien aus 7 unterschiedlichen Blickwinkeln (schön wissenschaftlich) beleuchtet und dabei die richtigen Fragen gestellt hat. Diese Studie hat dazu geführt, daß dem norwegischen Institut für Gender-Studies schlagartig sämtliche staatlichen Mittel gestrichen wurden.

Sieht man sich die Dokumentation an, dann kann man über die offen zur Schau gestellten Borniertheit der „Gender-Forscher“ nur den Kopf schütteln.

Die 7 Teile sind norwegisch mit englischen Untertiteln. Anstrengend, aber sehr lohnend – mit geballtem Wissen und echter Forschung:

Brainwash – Harald Eia – The Nonsense Of Genderstudies

Ich frage mich echt, warum das noch nicht in deutschen Medien aufgegriffen wurde.

Nun fand letztes Wochenende der #PiratinnenKon statt. Eine recht zweifelhafte Veranstaltung, in der sich die Hardcore-Feministinnen und Gender-/Queer-Vertreter ihre emotionalen Befindlichkeiten beim nachbeten von Gender- und Feminismustheorienbehauptungen gegenseitig bestätigen konnten. Oberflächliches, emotionales Gelaber ohne Tiefgang und ohne wissenschaftlichen Erkenntnis-Anspruch.

Denen sollte man die Doku von Harald Eia zwangsverordnen, vermutlich würden da ziemlich viele Weltbilder zusammenbrechen.

Ein exzellentes Blog-Post und Kritik zur #PiratinnenKon findet sich hier: http://www.danisch.de/blog/2013/04/07/mein-bericht-von-der-piratinnenkon/

PS: Es gibt durchaus Vertreter des Feminismus, die sauber begründen können und die auch mit echter Forschung und Belegen aufwarten können. Aber die sind leider sehr selten.