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Innenministerkonferenz will weitere Einschränkungen im Waffenrecht

Innenministerkonferenz will weitere Einschränkungen im Waffenrecht

Sinnloserweise wollen die Innenminister der Bundesländer das Waffenrecht schon wieder grundlos verschärfen. Nur der bayrische Innenminister ist dagegen.

Immer noch grassiert die Ansicht unter Politikern: „So wenige Waffen wie möglich ins Volk“. Obwohl längst evident ist, dass diese Politik seit Jahrzehnten auf ganzer Linie versagt und vor allem die Menge illegaler Waffen in die Höhe treibt.

Lesen unsere Innenminister die Statistiken nicht, oder begreifen sie sie nur nicht? Oder lassen sie sich von Medien und Anti-Waffen-Organisationen mit falschen Daten beeinflussen?

Die IMK will Waffen nach „Deliktrelevanz“ vom Schießsport ausschließen. Sport- und Jagdwaffen sind aber nicht deliktrelevant. Zieht man Unfälle, Suizide und erweiterte Suizide ab, dann bleiben in der Statistik jährlich gerade mal zwischen 2 bis 8 Fälle übrig, in denen mit legalen Waffen ein Verbrechen verübt wird. Es ist angesichts der Gesamtfallzahlen geradezu lächerlich, hier schon wieder Einschränkungen und Verbote zu fabrizieren. Vor allem, da die IMK die letzte Teil-Evaluation des Waffenrechtes zurückhält und nicht veröffentlicht.

Erst eine umfassende Studie und Evaluation, ob das Waffenrecht überhaupt eine Auswirkung auf die Sicherheit hat, kann ein Gesamtbild zur Lagebeurteilung ergeben. So eine Studie gibt es aber in Deutschland nicht.

Aufrecht in den Untergang

Aufrecht in den Untergang

Eine schöne Analyse unseres politischen Systems und die Art und Weise, wie naiv die Piratenpartei damit umgeht. Leider muß ich dem Autor größtenteils zustimmen. Es ist – erfahrungsgemäß – tatsächlich so schlimm. Wir befinden uns in einer Postdemokratie, in der der Bürger wenig bis keinen Einfluß auf seine Regierung hat. Die Politiker erhalten diesen Status Quo durch Intransparenz, Lügen und Abgrenzung, während sie 90% ihrer Zeit mit Intrigen und Grabenkämpfen verbringen.

Bundeslagebild Waffenkriminalität 2012

Bundeslagebild Waffenkriminalität 2012

Das BKA hat vor einiger Zeit das Bundeslagebild Waffenkriminalität 2012 veröffentlicht.

Ergebnis:
Wie immer: sinkende Fallzahlen – ganz unabhängig vom Waffenrecht und unabhängig von der Anzahl der Waffen (ob legal oder illegal).

Wie üblich wird nur in einem Nebensatz zwischen legalen, illegalen und freien Waffen unterschieden, obwohl die genauen Zahlen immer erfasst werden. (Jeder Polizist muß ein entsprechendes Formblatt ausfüllen, wenn bei einer Straftat eine Schußwaffe im Spiel war – selbst, wenn es eine Spielzeugpistole für Saugnapfpfeile war). Erfahrungsgemäß kann man davon ausgehen, daß die Mißbrauchsquote von Legalwaffen sich im niedrigen, einstelligen Promillebereich finden wird.

Wie üblich wird die bescheuerte Formulierung „mit Schußwaffe gedroht“ & „mit Schußwaffe geschossen“ verwendet. Auch wenn mit einer Spielzeugpistole gedroht und mit Plastikkügelchen geschossen wurde, dann zählt das so, als wäre eine scharfe Waffe beteiligt gewesen.

Im Berichtsjahr 2012 wurden 431 Waffen an Tatorten i. Z. m. Straftaten nach dem StGB sichergestellt. In 68,5 % der Fälle handelte es sich um erlaubnisfreie Gas-/Alarm- und Luftdruckwaffen. Der Anteil der erlaubnispflichtigen Schusswaffen betrug 31,5 %. Von diesen befanden sich 3,9 % in legalem Besitz.

Kleine Rechenaufgabe: Wie viele legale Waffen waren beteiligt? Sind zwei einfache Dreisätze – sollte auch für Rechenlegastheniker zu schaffen sein.

Um eine Relation herzustellen:

Es gibt in unseren Landen rund 5.500.000 legale, registrierte Waffen in den Händen von 1,45 Millionen Bürgern. Fünf dieser legalen Waffen wurden missbräuchlich verwendet. Dabei ist noch nicht mal aufgeführt, ob es Opfer gab, oder nicht. Dazu gibt es mindestens 20.000.000, aber bis zu 40.000.000 illegale Waffen. Davon sind ~124 Stück zu Verbrechen verwendet worden. Sowohl bei den legalen, wie auch bei den illegalen Waffen sind die Mißbrauchszahlen lächerlich niedrig. Weit, weit niedriger, als man anhand der Menge annehmen/befürchten könnte.

Das oben verlinkte PDF behauptet außerdem, daß das Nationale Waffenregister (NWR) im „Wirkbetrieb“ einen Nutzen entfalten würde. Daß das nicht stimmt, steht hier. Die Kanadier haben ihr Waffenregister wieder eingestampft, nachdem sie 2 Milliarden kanadische Dollar reingepumpt hatten und sich letztendlich herausstellte, daß es keinerlei Sicherheitsgewinn gab. Deutschland hätte auf das zentrale, unsichere Register leicht verzichten und sehr viel billiger die einzelnen Waffenbehörden vernetzen können.

Fazit:
Wieder mal macht die Benutzung von scharfen Schußwaffen bei allen erfassten Straftaten grade mal 0,2% aus. Wer da eine erhöhte Gefährdung für die Bevölkerung durch illegale oder gar legale Schußwaffen reininterpretieren will, der sollte dringend einen Anfängerkurs in Statistik besuchen.