Opfer von Polizeiwaffen …

Es geht darum, daß zwischen 2009 und 2013 ca. 30 – 36 psychisch kranke Menschen von der Polizei erschossen wurden. Die Polizei hat in allen Fällen in Notwehr gehandelt. Trotzdem entblöden sich viele Medien (vor allem ZEIT online) nicht, diese Toten als Schußwaffenopfer hinzustellen.

Wenn ein Polizist von einem Irren mit einem Messer angegriffen wird, dann hat der Beamte das Recht, seine Gesundheit und sein Leben zu verteidigen – wie jeder andere Mensch auch. Diese psychisch kranken Angreifer waren halt keine der, in  der Mehrzahl harmlosen, Verrückten die man mit guten Worten, einer Spritze oder eine Zwangsjacke in den Griff bekommt.

Ein Messer ist eine gefährliche Waffe. Der Versuch einen Messerstecher zu entwaffnen ist lebensgefährlich und immer mit Verletzungen verbunden. Auch erfahrene Kampfsportler vermeiden es, gegen einen Messerstecher anzutreten. Klar – es gibt Techniken, sich gegen einen Messerangriff zu verteidigen. Die funktionieren auch gut – im Dojo, in Trainingssituationen – aber selten in freier Wildbahn. Die Leute – die meist nicht fähig sind, sich selbst zu verteidigen – verlangen also von den Polizisten, daß die ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren, um irre Messerstecher zu entwaffnen, ohne diese zu verletzen.

Wer tatsächlich glaubt, es wäre einfach, einem Angreifer das Messer abzunehmen, sollte dringend die rosarote Brille abnehmen. Das lässt sich nämlich ziemlich leicht mit einem Edding-Stift testen. Geben Sie jemandem den Marker in die Hand und versuchen Sie dann, ihm diesen Marker wieder wegzunehmen, ohne daß er Sie mit farbigen Strichen und Punkten verziert. Nachdem sie das Exempel frustriert beendet haben, googlen Sie nach Bildern von „knive wounds“ und versuchen Sie ihren Mageninhalt bei sich zu behalten.

Wollen Sie einem Polizisten tatsächlich zumuten, solche Verletzungen zu riskieren, nur weil er Ihrer Meinung nach Rücksicht auf den Geisteszustand eines mit einem Messer bewaffneten Angreifers nehmen soll? Der Beamte kann meist gar nicht anders als schießen, wenn er nicht selbst Opfer des Angreifers werden will. Ich persönlich werde mich jedenfalls nicht in Reichweite eines irren Messerstechers begeben. Ich habe nämlich schon mehrfach Angriffe durch aggressive oder besoffene Disco-Besucher erlebt. Das reicht als Erfahrung für den Rest meines Lebens.

Weiteres zum Thema:
 – http://www.berliner-zeitung.de/polizei/heerstrasse-in-berlin-spandau-polizist-erschiesst-messerstecher-und-verletzt-kollegin,10809296,31833612.html
 – http://volkert.caliber-corner.de/2014/05/27/opfer-sind-eher-psychisch-krank/
– 
https://www.youtube.com/watch?v=jCrulYp4uWw
– 
https://www.youtube.com/watch?v=U7auscbtCqo
 – https://www.youtube.com/watch?v=J_KJ1R2PCMM

PS: Wenn das wie ein Rant klingt, dann deshalb, weil ich gerade eine Diskussion mit jemandem hatte, der erwartet, daß die Polizei Gewalttäter, die mit Messern angreifen (egal ob verrückt oder nicht), ohne Schußwaffeneinsatz entwaffnet und die Angreifer dabei auch nicht verletzen darf.

2 thoughts on “Opfer von Polizeiwaffen …”

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