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Waffenschmuggel nach Europa steigt massiv

Statt sich aber um die illegalen Waffen zu kümmern, wird das Waffengesetz verschärft, obwohl das nur die gesetzestreuen Bürger betrifft.

Ich frage mich allerdings, warum so viele illegale Waffen nach Europa geschmuggelt werden. Das Angebot folgt der Nachfrage. Wer hat Bedarf an illegalen, vollautomatischen Kriegswaffen? Warum und wofür?

http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Illegaler-Waffenhandel-boomt-article19765108.html

Waffenhandel im Internet

Noch ein recht guter Beitrag von VICE. Hier wird der illegale Waffenhandel im DarkNet beleuchtet.

http://www.vice.com/de/read/waffen-shopping-im-internet-teil-1

Man kann konstatieren, daß der Waffenhandel im Darknet marginal ist. Der Offline-Handel ist um ein Vielfaches größer und umfangreicher. Beides kann nicht kontrolliert werden – unterbunden schon gar nicht.

Für den Staat ist es einfacher, Gesetze zu erlassen, die nur die braven Waffenbesitzer treffen – also Leute, die keinerlei Absichten haben, ihre Waffen zu illegalen Zwecken zu benutzen.  Die Waffenschieber, Verbrecher und Terroristen trifft das überhaupt nicht.

Rumänische Gangs schmuggeln Waffen nach Westeuropa

In diesem Sky-Bericht wird gezeigt, daß organisierte Banden Waffen aller Art und in großer Menge nach Westeuropa geschmuggelt werden. Die Preise haben in den letzten Jahren kräftig angezogen. Bekam man beim Fall der Mauer in den sowjetischen Garnisonen der Ex-DDR eine AK-47 noch für 150 Mark – zahlte man für ein vollautomatisches Sturmgewehr jetzt bis zu 1.700 Euro.

Nichtsdestotrotz sind illegale Waffen weiterhin leicht erhältlich und in großen Mengen verfügbar – egal wie stark die EU-Kommission und die nationalen Politiker die Waffengesetzte verschärfen. Verbote treffen und entwaffnen immer nur die gesetzestreuen Bürger. Die Geschäfte mit illegalen Waffen bremst das nicht – ganz im Gegenteil.

http://news.sky.com/story/gang-selling-ak-47s-bound-for-western-europe-10526393

http://news.sky.com/video/criminal-gang-selling-military-weapons-10526779

Das böse DarkNet

Ja, ja, diese Teufelserfindung – das Internet und die dunklen Ecken darin … DAS DARKNET. Da muß man ja als Bürger fürchten, daß sich da nur Verbrecher, Terroristen und Kinderschänder tummeln.

Nun – diese Elemente gibt’s dort zwar auch gelegentlich (wie auch in der realen, materiellen Welt), aber das DarkNet wurde geschaffen um Zensurbestrebungen auszuhebeln, Zeugen- und Quellenschutz zu betreiben und kritischen Bürgern (auch Journalisten und Bürgerrechtlern) die Möglichkeit zu geben, ohne Lebensgefahr kommunizieren zu können.

Nun hat die WELT herausgefunden, daß man da auch illegale Waffen kaufen kann …

http://www.welt.de/wirtschaft/article156844225/So-funktioniert-der-illegale-Waffenhandel-im-Netz.html
Die Kommentare von ausgewiesenen Fachleuten unter dem Artikel sind mehr als unterhaltsam.

Da sollen also 3 Leute Schreckschußwaffen in scharfe Waffen umgebaut haben. Und sie sollen sogar mit scharfen Sturmgewehren gehandelt haben …

Tatsache ist, daß der illegale Waffenhandel im Internet marginal ist. Der Umbau von Schreckschußwaffen in scharfe Waffen ist zwar möglich, erfordert aber doch profundes Fachwissen und Experten-Fähigkeiten. Außerdem ist das Produkt das dabei rauskommt für den Benutzer lebensgefährlich, da das hauptsächlich verwendete Material bei Schreckschußwaffen einfacher Zinkdruckguß ist, der dem hohen Gasdruck handelsüblicher Patronen nicht lange standhält.

Wenn einem so ein Spielzeug nicht schon beim ersten Schuß ins Gesicht springt, dann bestimmt bei einem der nächsten Versuche.

Und weil für unsere Politikerdarsteller das Internet Neuland und Waffentechnik ein Buch mit sieben Siegeln ist, wollen sie deswegen den Waffenhandel im Internet zwischen Privatpersonen verbieten …

Kann jemand mal diesen ignoranten Inkompetenten verklickern, daß sie damit nur den legalen Handel einschränken können? Der legale Handel unterliegt seit jeher denselben Gesetzen die er auch beim Waffenkauf im Laden befolgen muß. Gegen den Handel mit illegalen Waffen hilft gar nichts, außer guter herkömmlicher Polizeiarbeit und die ist teuer, mühsam und zeitauwändig. Punkt!

Die EU-Kommission will also den legalen Handel stark regulieren um den illegalen Handel zu unterbinden. Liebe Politikerdarsteller, liebe EU-Kommissionsmitglieder – Sie können Verbrecher, Terroristen und Verrückte nicht stoppen, indem Sie dumme Gesetze erlassen!

Was kann man gegen den Politiker-Irrsinn tun? Protestieren! Höflich, aber nachdrücklich:

http://german-rifle-association.de/how-to-protest-wie-kannst-du-gegen-die-geplante-eu-feuerwaffenrichtlinie-protestieren/

Kleine Anfrage der LINKEN

Die Linke hat eine Anfrage an den Bundestag gestellt:

Zuerst wollte man wissen, wie viele Waffen im Schengen-Raum als gestohlen und zur Fahndung ausgeschrieben sind. Der Fahndungszeitraum beträgt 30 Jahre. Laut Auskunft der Regierung befinden sich aktuell 164.611 Waffen in den Fahndungscomputern. Dabei wird nicht exakt unterschieden, ob es sich um Privatwaffen (Sport- und Jagdwaffen), Behördenwaffen oder Militärwaffen handelt.

Dann wollte die Linke wissen, wie viele illegale Waffen die deutschen Behörden seit 2010 gefunden und beschlagnahmt haben:

2010 2011 2012 2013 2014
nach WaffG 14.225* 15.757** 8.624 10.621 7.596
nach KWKG 219 131 262 231 264

* beinhaltet 2 Sicherstellungen durch den Zoll mit insgesamt 5.037 Waffen
** beinhaltet 1 Sicherstellung durch den Zoll mit 6.800 Luftdruckwaffen

Dann wollte man wissen, ob die Bundesregierung Erkenntnisse über die Herkunft dieser Waffen hat. Die Regierung stellt fest, daß eine solche Untersuchung bisher nicht durchgeführt wurde.

Als nächstes wollte man wissen, ob verstärkt Sturmgewehre des Typs Kalaschnikow auf dem deutschen Schwarzmarkt erhältlich sind, und wenn ja, warum. Die Regierung bestätigt eine gute Erhältlichkeit im europäischen Ausland. Zu Deutschland wird behauptet, das keine erhöhte Verfügbarkeit festgestellt werden kann. (Eine Aussage, die man anzweifeln sollte.)

Aktuell sind im Nationalen Waffenregister (Deutschland) 5.807.371 privat besessene Waffen registriert (Stand November 2015). Die Datenbereinigung im Register dauert aber noch mindestens bis 31.12.2017. Zum 31. August 2015 waren es 5.777.694 Waffen und zum 30. November 2014 waren es 5.693.055 Waffen. Eigentlich sollte man annehmen, daß bei der Datenbankbereinigung die Zahlen sinken sollten …

Interessant sind die Aufschlüsselungen nach Waffenarten:

„Von den im NWR gespeicherten inländischen Waffen konnten bis zum 30. No- vember 2015 1 272 der EU-Kategorie A, 1 708 961 der EU-Kategorie B, 2 124 761 der Kategorie C, und 734 808 der Kategorie D zugeordnet werden. Bei den restlichen im NWR gespeicherten Waffen ist die im Zuge der Datenbereini- gung erforderliche Zuordnung jeder einzelnen Waffe zu einer EU-Kategorie durch die zuständigen Waffenbehörden noch nicht erfolgt.“

Die Zahl der Waffenbesitzer schwankte im Laufe des Bereinigungsprozesses stark. Aktuell sollen es 985.160 Personen sein.

Zu einigen der Fragen der Fraktion gibt es keine Daten. Etwas, was Waffenbesitzer seit Jahren stark kritisieren. Auch findet sich einiges, was als geheim eingestuft wird.

Das PDF mit weiteren interessanten Informationen findet sich hier:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/073/1807301.pdf

Der „gesunde“ Menschenverstand

Deutsche Medien:
In den USA kann jeder Verbrecher eine Waffe im Laden oder auf einer „Gun Show“ kaufen und dann damit Verbrechen verüben.

Realität:
Alle 50 US-Staaten haben Restriktionen beim Waffenkauf. Besonders bezüglich bekannten Gewalttätern und Kriminellen. Auch in den USA sind Kriminelle vom Waffenbesitz ausgeschlossen.

Das ist in den USA „common sense“ – zumindest bei denen, die sich ein bisschen über das Thema informiert haben. Jetzt erst kommt eine Studie, die eine offensichtliche und lange bekannte Tatsache auch wissenschaftlich belegt.

http://www.breitbart.com/big-government/2015/08/30/study-chicago-criminals-avoid-gun-shows-internet-sales-buy-guns-on-street/

Es läuft auch in den USA so, wie überall auf der Welt – zumindest in den zivilisierten Ländern dieser Welt. Ein Verbrecher kriegt keine Schußwaffe. Punkt. Daß Verbrecher trotzdem Schußwaffen haben, liegt am Schwarzmarkt und der ist sowohl in den USA als auch in Europa bestens bestückt.

Was die USA von Europa unterscheidet, ist, daß die Gang-Culture dort nicht nur illegale Waffen besitzt, sondern auch häufig benutzt. In Europa sitzt auch bei den meisten Verbrechern der Zeigefinger nicht so locker, wie in den USA. Die Gründe dafür sind vielfältig und die ließen sich auch leicht recherchieren. Leider tun das unsere Medien eher selten und bedienen auf oberflächliche Weise nur die allgemeinen Vorurteile, die keine reale Grundlage haben.

Download der Studie:
276724037-Preventive-Medicine-University-of-Chicago-gun-study-August-2015