Die Risiken von Psychopharmaka

Auf 3sat gibt es einen exzellenten Beitrag über Antidepressiva, Suizid und erweiterten Suizid – sowie den Therapienotstand in Deutschland:

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=54744

Die Studiogäste sind Fachleute und diskutieren ausgesprochen differenziert und offen. Gert Scobel bringt in seiner Sendung allgemein sehr gut recherchierte Beiträge zu vielerlei Themen.

Tatsache ist, daß bei der großen Mehrzahl der erweiterten Suzide, die medienwirksam “Amokläufe” genannt werden, unter dem Einfluß von Psychopharmaka erfolgen.

Dazu gibt’s hier auf dem Blog schon einige Beiträge, in der hauptsächlich Verdachtsmomente und Belege dazu geäußert werden. Inzwischen gibt es öffentlich einsehbare Studien, die diese Theorie erhärten und in Teilen beweisen:

https://lawgunsandfreedom.wordpress.com/2013/03/03/konnen-psychopharmaka-ein-grund-fur-amoklaufe-sein/

https://lawgunsandfreedom.wordpress.com/2013/03/04/nochmal-psychopharmaka-ssri/

https://lawgunsandfreedom.wordpress.com/2015/09/14/psychopharmaka-und-amoklaeufe/

https://lawgunsandfreedom.wordpress.com/2015/04/21/medikamente-gegen-depressionen/

Waffenverkäufe in Österreich explodieren

In Österreich haben die Waffengeschäfte enormen Zulauf und werden teilweise förmlich leergekauft. Da es in unserem Nachbarland wesentlich leichter ist, an Waffen der Kategorien C + D zu kommen, greifen die Bürger zu.

Die enormen Verkäufe von Waffen und anderen Selbstverteidigungsmitteln weist deutlich auf die Verunsicherung und Ängste der Bürger hin. Der Grund sollen die vielen Flüchtlinge und Asylanwärter sein. Aber auch die steigenden Zahlen von Überfällen – vor allem in den größeren Städten – wird als Ursache vermutet.

Laut verschiedener Meldungen ist die Zahl der Frauen, die sich eine Waffe der Kategorie C oder D kaufen und sich sogar für Kat. B Waffen interessieren ungewöhnlich hoch.

Es ist zwar (noch) unwahrscheinlich, daß diese Waffen jemals benutzt werden müssen, aber es zeigt an, daß viele Österreicher ihrem Staat nicht mehr zutrauen, mit der Situation fertig zu werden.

Hier die Quellen:

http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Oesterreicher-decken-sich-mit-Waffen-ein/209555400

http://www.blick.ch/news/ausland/wachsende-angst-vor-fluechtlingen-oesis-kaufen-waffengeschaefte-leer-id4293418.html

http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/besorgte-salzburger-gehen-auf-einkaufstour-im-waffenhandel-170096/

http://www.berliner-kurier.de/politik—wirtschaft/fluechtlings-angst-oesterreicher-greifen-zu-den-waffen,7169228,32260248.html

Auch in Israel ist die Nachfrage nach Waffen und Waffenscheinen stark angestiegen. Das ist nur folgerichtig, da Kugeln gegen einen Attentäter mit Messer oder Beil durchaus hilfreich sein  können.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-tausende-israelis-beantragen-waffenscheine-a-1058446.html

Wenn dpa über US Waffengesetze schreibt ….

Ursprünglich veröffentlicht auf Katja Triebel:

… kommt meist Blödsinn – gepaart mit Vorurteilen – raus.

APA/dpa hat diese Meldung erstellt, die von Fehlern nur so strotzt:

USA: Neues Gesetz erlaubt in US-Staat Maine Waffenbesitz ohne Lizenz

Bürger des US-Staates Maine können ab dem Alter von 21 Jahren eine Waffe besitzen. Ein neues Gesetz macht den bisher vorgeschriebenen Waffensicherheitskurs unnötig.

Gesetz betrifft nicht den Besitz, sondern das verdeckte Tragen.

Die Regeln für den Waffenbesitz, darunter der Background-Check, wurden nicht geändert. Aber was soll man von Journalisten erwarten, die auch für Europa laufend die Genehmigungen für Waffenbesitz (WBK) und Waffentragen (Waffenschein bzw. Waffenpass) verwechseln, weil sie immer noch nicht verstanden haben, dass es dabei einen Unterschied gibt.

Weiterlesen: Mein Artikel bei der GRA

Original ansehen

Das ”Recht” des Stärkeren

Dieses ”Recht” war in der menschlichen Entwicklung Jahrhunderttausende ein Fakt und ist es immer noch. Nur, daß der Stärkere (heute häufig ”Die Mehrheit™”, die “moral majority” oder sonstige Gruppierungen) sein Recht heute auf Basis von ”zivilisierten Gesetzen” durchsetzt. Das ”Recht des Stärkeren” funktioniert heutzutage mit Embargos, Knebelverträgen, und ja – immer noch mit Waffen. Nicht selten werden ethische, moralische, bzw. ”humanitäre” Gründe vorgeschoben, obwohl es fast immer um geostrategische und wirtschaftliche Themen geht.

Diese Diskrepanz zwischen geschriebenem Recht und der Realität fällt vielen Menschen kaum auf, aber sie spüren, daß da etwas nicht stimmt.

Ein schönes Beispiel ist Syrien. Zuerst wird das Land von westlicher Seite destabilisiert, indem man einigen Rebellengruppen Waffen liefert. Diese Rebellengruppen sind sehr inhomogen. Ein sehr kleiner Teil ist westlich-demokratisch ausgerichtet, größere Teile religiös-fanatisch. Obwohl sich beide Gruppen nicht riechen können, arbeiten sie zusammen, um einen verhassten Diktator (der bei den letzten, demokratischen, international überwachten und für korrekt befundenen, Wahlen immerhin 75% aller Stimmen bekam) zu stürzen.

Da sich der religiös-fanatische Teil sein eigenes Süppchen braut, kriegt dieser nun von den ehemaligen Sponsoren auf’s Dach. Allderdings nur so weit, daß die den Kopf unten halten und weiterhin gegen Assad kämpfen. Natürlich werden die ”moderaten Rebellen” weiterhin mit Waffen, Toyota-Pickups und anderer Ausrüstung beliefert und das Zeug landet – wie von intelligenten, vernünftigen Menschen vorausgesehen und inzwischen auch bewiesen – beim IS.

Der IS wird aber weiterhin (schaumgebremst – schließlich wollen die USA den Assad weg haben) von einer Koalition der Willigen unter der Ägide der USA bombardiert. Eine Koalition, die einen illegalen Krieg führt und unschuldige Menschen tötet. Eine Koalition, die keine rechtliche Legitimation hat. Weder von der UNO noch vom amtierenden Staatschef Assad. Ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht. Hier herrscht das Recht und der Wille des Stärkeren. Die USA bombardieren in Syrien, nicht weil sie es dürfen, sondern weil sie es können.  (Übrigens ein tolles Geschäft für die USA, deren Wirtschaft zu über 50% vom industriellen-militärischen Komplex und damit von Kriegsproduktion abhängt. Ohne Kriege wäre das Land längst pleite und unbedeutend. Ein Dritte-Welt-Land mit Atomwaffen).

Jetzt kommt ein weiterer Akteur mit ins Spiel. Russland mit Putin. (Noch so ein ”kriegslüsternes Monster”, wie unsere Medien schreiben). Aber hier gibt es einen Unterschied. Russland hat ein Mandat. Die Einladung und Erlaubnis des Landes und seines demokratisch gewählten Staatspräsidenten, Unterstützung zu leisten. Den USA ist natürlich nichts daran gelegen, daß ihnen da jemand in ihre Weltherrschaftssuppe spuckt.

Zuallererst kriegen die ”moderaten Rebellen” von den Russen auf den Deckel. Diejenigen, die mit US-Waffen und Material versorgt werden. Kriegsmaterial, das erwiesenermaßen in großen Mengen zum IS rüberwandert.

Die Medien spielen das Spiel fleißig mit. Dort wird Assad zu einem mörderischen Gewaltherrscher aufgebaut. Sicher, Syrien war nie eine Musterdemokratie – kein arabisches Land war das jemals oder wird das jemals sein. Assad hat sich im Kampf gegen die vom Westen und seinen totalitären arabischen Verbündeten finanzierten und ausgestatteten Rebellen zu einigen sehr hässlichen Aktionen hinreißen lassen. Aber Syrien war mal ein friedliches, modernes, zivilisiertes Land mit hohem Bildungsstand. Jedenfalls war es das, als ich im Jahr 2001 in Damaskus, Aleppo und Homs war.

Jetzt liegt dieses Land in Trümmern – und hauptsächlich deswegen weil die USA die geostrategischen Pläne ihrer kalten Krieger durchziehen. Wer sich die Vorträge von George Friedman, die Informationen von Stratfor oder die Bücher von Zbigniew Brzeziński lesen. Gerade letzterer war der Berater von fast allen US-Präsidenten seit Kennedy, mit immer noch enorm großem Einfluß. Sein 1981 erschienenes Buch “Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft” ist eine Anleitung zur Weltherrschaft und wenn man das Buch liest, sieht man, daß die US dem dort entworfenen Plan weitgehend folgen. Auch der Artikel “How Jimmy Carter and I started the Mudjaheddin” – die religiösen Freiheitskämpfer aus denen später die Taliban wurden. Auch an der Ukraine-Krise hatten seine Ideen einen großen Anteil.

All die internationalen, nationalen Regeln und Gesetze – das Völkerrecht – werden ignoriert, wenn es den Mächtigen gefällt. Sowohl die Amerikaner, die Briten, die Franzosen, die Deutschen, die Türken, die arabischen Staaten, etc. … alle ignorieren das Völkerrecht, wenn es ihnen in den Kram passt. Sicher tun das auch die Russen – allerdings nicht in diesem Fall. Im Syrien-Konflikt sind die Russen, der Iran (und vielleicht auch bald China) die einzigen, die ein offizielles und völkerrechtlich wasserdichtes Mandat haben.

Die USA und ihre Adlaten (darunter fast alle Länder der EU) destabilisieren fremde Länder und hinterlassen verbrannte Erde. So gut wie alle “Demokratisierungsbestrebungen” (Bombs for Democracy) endeten in Militärdiktaturen oder im anomischen Chaos – der Vorstufe zum Prädikat “Failed State”.

Vor Jahren bin ich für solche Aussagen als “Verschwörungstheoretiker” beschimpft worden. Inzwischen sind diese Informationen offensichtlich, öffentlich und vielfach belegt.

Waffen in Amerika – spinnen die?

Das ist ein Beispiel dafür, wie ausgewogener, gut recherchierter Journalismus aussehen könnte. Die öffentlich-rechtlichen sind dazu anscheinend nicht in der Lage. Ein paar kleine Schwachstellen hat das Video, aber darüber kann man erst mal hinwegsehen.

Prädikat: Sehenswert!
So ein Thema in ca. 5 Minuten zu pressen ist schon eine Leistung. Da können sich unsere “Qualitäts-Journalisten” noch eine ordentliche Scheibe von abschneiden.

Anmerkungen dazu:

  • Ein freier Mann trägt eine Waffe – das war schon bei den alten Griechen, Römern, Kelten und Germanen so. Sklaven durften keine Waffen haben. Gleiches gilt für Diktaturen. Die herrschende Klasse verfügt über Waffen – die Bürger nicht
  • Auch heute noch braucht man in vielen ländlichen Gegenden der USA eine Waffe. Mein Cousin z.B. muß gelegentlich morgens den Bären im Garten eins mit der Flinte und Gummischrot auf den Pelz brennen, damit er seine Töchter ungefährdet zum Auto bringen und in die Schule fahren kann. Amerika ist groß. Bis da mal die Polizei kommt, kann locker auch mal eine Stunde vergehen. Da muß man sich im Notfall selbst behelfen können. Auch das ist ein Grund für Waffenbesitz in den USA.
  • Ja, auch in den USA gibt es viele Waffenkritiker. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Zahl der Waffen und der Waffenbesitzer kontinuierlich (teils kräftig) ansteigt – im Gegenzug aber die Waffenkriminalität und die Kriminalität im allgemeinen sinken.
  • Es ist ziemlich schwierig die “deutschen Zustände” mit den “amerikanischen Zuständen” zu vergleichen. Anderes Land, andere Leute, andere Mentalität …
  • Von den vielen Kindern und Jugendlichen, die in den USA Opfer von Schußwaffen werden, geht ein erklecklicher Teil auf das Konto von Bandenkriegen des mehr oder weniger organisierten Verbrechens. Bei den Gangs ist es üblich, daß schon 10- oder 12-jährige als Mutprobe oder zum Aufnahmeritual ein Mitglied einer gegnerischen Gang umlegen müssen. Das macht auch einen recht großen Teil der Schußwaffenopfer aus: Gang-Wars zwischen verfeindeten Gruppen.
  • Auch in Deutschland gibt es recht viele illegale Waffen. Allerdings ist der Drang, diese auch einzusetzen, relativ gering. Wieder die Mentalität. Der durchschnittliche Deutsche ist so stark pazifiziert, daß er nicht mal ernsthaft an Selbstverteidigung denkt. Schutz erwartet er von der Polizei und vom Staat. Das ist in den USA größtenteils anders. Da heißt es: “Wenn Sekunden zählen, ist die Polizei meist nur Minuten entfernt”.

Fazit: Die USA haben definitiv ein Gewalt-Problem – kein Waffenproblem. Die Waffen sind nur ein Symptom.

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