Amerikanische Verhältnisse

Ursprünglich veröffentlicht auf dagarser:

In den letzten Tagen, seit der Pressekonferenz zur parlamentarischen Petition “Mehr Sicherheit durch ein liberales Waffenrecht”, war das Thema “legaler Waffenbesitz” auch in den Medien recht stark präsent und im Gespräch. Teilweise waren das recht faire Artikel, teilweise kam unglaublicher Blödsinn, großteils wurde immer wieder nur die selbe APA-Meldung abgedruckt. Eines aber war überall gleich: In den Kommentarbereichen der Internetpublikationen wurde andauernd vor den ach-so-bösen “amerikanischen Verhältnissen” gewarnt die unweigerlich hier bei uns Einzug halten würden, wenn wir ein wirklich liberales Waffenrecht hätten!

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Hinweise auf gute und lesenswerte Artikel:

Zu gut um wahr zu sein – Dagarser

Galileo – Tödliche Faszination – GRA
Galileo – Tödliche Faszination – Schussendlich/Caliber Corner

Weniger Tötungsdelikte durch die Zunahme von Waffenscheinen – GRA

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Kontrolle

Wir nennen es Affekt-Kontrolle, Impulskontrolle oder einfach nur “Selbstbeherrschung”.

Das ist etwas, was alle legalen Waffenbesitzer in hohem Maße auszeichnet. Wir können unsere Impulse beherrschen. Das müssen wir können, weil wir Waffen besitzen, mit denen wir großen Schaden anrichten könnten; würden wir eben nicht über eine recht ordentliche Selbstkontrolle verfügen.

Nun ist Impulskontrolle nichts außergewöhnliches. Jeder Mensch verfügt darüber in gewissem Maße. Jeder Mensch, der ein Messer in seiner Küchenschublade hat, kann sich selbst kontrollieren. Andererseits könnte er sonst bei jeder schlechten Laune, oder wenn er wütend wird, zur Klinge greifen und Blutbäder anrichten.

Hätte der Mensch an sich keine Affektkontrolle, dann hätten wir täglich Unmengen von Toten und Verletzten. Das ist aber nicht der Fall. Was bedeutet, daß die Selbstbeherrschung im Großen und Ganzen bestens funktioniert.

Wie kommen jetzt aber manche Menschen auf die Idee, sie könnten sich nicht mehr selbst kontrollieren, wenn sie eine Schußwaffe hätten? Warum sollte dann schlagartig die vorhandene Selbstkontrolle verloren gehen? Sogar von einem Psychologen habe ich die Aussage gehört, daß er sich selbst nicht mehr trauen würde, wenn er eine Schußwaffe besäße. Mein Beispiel mit dem Küchenmesser hat ihn dann zum nachdenken gebracht. Auf eine sachliche und begründete Antwort mit Belegen zu seiner Selbsteinschätzung, warte ich allerdings schon seit über 2 Jahren.

Tatsache ist, daß ein Waffenbesitzer nicht unbedingt eine bessere Impulskontrolle hat, als ein normaler Bürger. Ihm ist nur bewusst, daß er selbst eine gute Selbstbeherrschung hat. Das weiß er, weil er mit potenziell gefährlichen Gegenständen umgeht und deshalb seine Handlungen und Gefühle aufmerksam und kontrolliert sein müssen. Dessen ist er sich bewusst. Das überträgt sich außerdem auf alles, was ein Waffenbesitzer im Leben tut. Es wird zu einer sehr positiven Charaktereigenschaft.

Manche der Waffenbesitzer allerdings, die doch eine so solide und grundlegende Selbstkontrolle besitzen, behaupten, sie würden sich und anderen nicht zutrauen, eine Waffe zu führen – wenn es denn erlaubt wäre. Sie glauben, daß dann vor Supermärkten Schießereien um Parkplätze stattfinden würden. (Ein beliebtes “Argument” der Anti-Waffen-Lobby, das keinerlei faktische Substanz hat und nur darauf abzielt den Menschen Angst zu machen).

Doch was würde sich ändern, wenn man – statt seine Waffen nur zu besitzen – man sie auch geladen mit sich rumtragen dürfte? Meine Antwort: Nichts! Es würde genau so wenig passieren wie bisher auch. Jeder normale, geistig gesunde Mensch hat eine gesunde Impulskontrolle, eine Selbstbeherrschung, die ihn davor bewahrt, Unsinn anzustellen oder andere Menschen anzugreifen, zu verletzen oder gar zu töten. Bei einem Waffenbesitzer ist diese Kontrolle ausgeprägt und vor allem bewusst.

Man sollte sich also von niemandem einreden lassen, daß jemand gefährlicher wird, nur weil er Waffen besitzt oder sogar führt. Man sollte sich so einen Unsinn vor allem nicht selbst einreden. Erstens stimmt es nicht und zweitens redet man damit der Anti-Waffen-Lobby nach dem Mund.

Allgemein gesprochen:

Ganz normale Menschen haben immer die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und sie auch zu tragen. Jeder durchschnittliche Mensch hat die nötige Selbstbeherrschung - auch wenn ihm das oft nicht bewusst ist.

Wenn wir uns von Anderen einreden lassen, das wir weder über Verantwortungsbewusstsein noch Selbstbeherrschung verfügen, dann machen wir uns abhängig, unfrei und kontrollierbar. Wir würden uns selbst in ein Gedankengefängnis begeben. Ein Gefängnis, in das uns paternalistische Gruppen nur zu gerne stecken würden – denn “Untertanen” lassen sich besser kontrollieren, wenn sie der Ansicht sind, daß andere Menschen besser als sie selbst wissen, was für sie gut ist.

Viel zu viele Menschen haben sich schon selbst in dieses (teils recht bequeme) paternalistische Gefängnis einsperren lassen bzw. sich selbst eingesperrt.

Zeit, einen Ausbruch zu wagen und sein Schicksal wieder in die eigenen Hand zu nehmen. Die Fähigkeiten dazu hat jeder Mensch. Ob der den Mut und die Kraft hat, die Verantwortung für seine eigenes Leben zurückzugewinnen … das ist eine andere Frage.

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Ich bin Sportschütze

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Mark Twain und der “wilde” Westen

Ein nettes Zitat aus einem Zeitungsinterview mit Mark Twain:

The Southern communities are just as peaceful and religious as the Northern. The Southerner may be more highly cultured, and anything he does is naturally conspicuous. Carrying a revolver is a fad, just a fad or a fashion; but the revolvers are mightly harmless. Of course there are desperadoes on the frontier, but that is the only part of the world they live in. Their deeds give a false character to their district. I have carried a revolver; lots of us do, but they are the most innocent things in the world.

- “Mark Twain Put to the Question” interview, Adelaide South Australian Register, 10/14/1895

Den sogenannten “wilden Westen” und die “Wildwest-Zustände”, die wir aus unzähligen Kino-Filmen kennen und die gerne in den Medien kolportiert werden, wenn es um Schußwaffen und Amerika geht, haben mit der Realität im damaligen ” wilden Westen” nur sehr, sehr wenig zu tun.

Wie das halt so ist mit Kino und TV. Nicht selten ersetzen Bilder, die man in den Medien gesehen hat, die Realität. Eine Realität, von der man weder in der Schule gelernt, oder über die man sich unabhängig informiert hat. Man glaubt halt, was man sieht oder liest. Karl May oder Cooper (Lederstrumpf); Filme wie Ringo, Rio Grande, 40 Wagen westwärts, “Rauchende Colts”, Bonanza, Spiel mir das Lied vom Tod, Leichen pflastern seinen Weg, My Name is Nobody, Django, The Good, The Bad, And The Ugly,  … und was der Titel mehr sind.

Unterhaltsam, aber weit von der Wirklichkeit des “wilden Westens” entfernt.

Deshalb ist die Darstellung von Waffengebrauch in Filmen auch mit allerhöchster Vorsicht zu genießen. Denn Kino und TV sind immer Illusion und gerade was Waffen, Waffenbenutzung und die “Drehbuchrealität” angeht, mehr als unrealistisch.

Zwar kann ich so einen US-Action-Film mit viel Geballer und Explosionen oder einen “Western” durchaus genießen, aber dazu muß ich teilweise schon mein Hirn ausschalten. Nicht selten ärgere ich mich trotzdem maßlos darüber, was da für ein hanebüchener Unsinn suggeriert wird.

Nichtsdestotrotz sind das die Bilder, die ein normaler Bürger im Kopf und vor Augen hat, wenn es um Waffen, die “Wildwest-Zustände” und Amerika geht – Bilder, die völlig falsch sind und mit Realität nichts zu tun haben.

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Schießen ist eine archaische Sportart …

… also altertümlich und primitiv. Deshalb braucht “man” so etwas nicht!

Tatsächlich?

Sehen wir uns mal andere “archaische” Sportarten an, die sich heute noch großer Beliebtheit erfreuen:

- Boxen
- Ringen
- Laufen
- Weitspringen
- Hochspringen
- Fechten
- Bogenschießen
- Armbrustschießen
- Speerwerfen
- Diskuswerfen
- Hammerwerfen
- Kugelstoßen
- Reiten
- Wagenrennen
- Skifahren

Sportschießen mit Feuerwaffen gibt es seit über 600 Jahren. Die oben aufgeführten Sportarten sind noch viel älter und archaischer, als Sportschießen. Antike Sportarten, die heute noch betrieben werden. Größtenteils Sportarten, die sich aus den Kriegskünsten entwickelt haben.

Sportschießen mit einem negativ konnotierten “archaisch” zu bezeichnen ist also wieder mal ein Pseudo-”Argument” das eine beliebte Sportart stigmatisieren und diskreditieren soll. Wie üblich kein echtes Argument, sondern ein billiger rhetorischer Trick.

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Wissenschaftliches Denken und Logik

Vielen Menschen fehlt die Einsicht, daß das, was sie behaupten falsch ist. Meist sind das Leute, die nicht wissenschaftlich und logisch denken. Diesen Menschen fehlt die Fähigkeit ein echtes logisches (folgerichtiges) Argument zu produzieren und sie sind auch nicht in der Lage ein korrektes logisches Argument zu erkennen, das ihre eigene Position (Annahme, Behauptung, etc.) als falsch ausweist.

Statt Logik und statistischen oder wissenschaftlichen Fakten genügt diesen Leuten ein “Gefühl der Plausibilität”. Eine Behauptung klingt “richtig”, sie “fühlt sich an, als würde es passen”. Da kann man dann noch so sehr mit echten Zahlen, Daten, Fakten kommen, derjenige wird sich nicht überzeugen lassen, weil er nach Gefühl geht und überhaupt keinen Sinn für Logik oder wissenschaftliche Methodik und Denken hat.

Über die Jahre bin ich vielen Menschen begegnet, die ausschließlich nach Bauchgefühl urteilen und mit Fakten nichts anfangen können. Diese Leute gehen davon aus, daß meine Fakten auf dieselbe Art- und Weise entstehen, wie deren Meinungen und können nicht zwischen ihrem Gefühl der Plausibilität und harter Wissenschaft unterscheiden.

Für jemanden, der wissenschaftlich und logisch denkt, muß ein Argument falsifizierbar sein. D.h. wenn ein Argument durch harte Fakten widerlegbar ist, dann ist das Argument falsch und die Theorie (Behauptung, Annahme) angreifbar oder bereits verworfen.

Für jemanden, der nicht wissenschaftlich denkt ist sein Denkgebäude eine Tatsache, ein feststehender Glaubenssatz der auch durch noch so klare, saubere, wissenschaftliche und logische Argumentation nicht zu erschüttern ist. Wissenschaft gegen Metaphysik …

Karl Raimund Popper hat den größten Teil seines Lebens damit verbracht, das zu erforschen. Sein Hauptansatz war, daß eine Theorie/Behauptung logisch widerlegbar sein mußte, damit sie verworfen werden kann. Ohne wissenschaftliche Methode kann kein sauberes Ergebnis entstehen.

Die Waffenbesitzer haben die Fakten, mit denen sie die Behauptungen der Waffengegner klar und sauber widerlegen können und sie tun es auch. Aber Logik und Wissenschaft wirkt bei den Waffengegnern nicht. Das sieht man immer wieder an “Studien” mit katastrophaler wissenschaftlicher Methodik; inkonsistent, einseitig und mit fehlender Logik. “Geforscht” wird mit post-normalem wissenschaftlichem Ansatz. Diese “Forscher” bezeichnen ihre “Methoden” sogar als “wissenschaftlich”. Auf der Basis von Fakten, die in Hinsicht auf das erhoffte Ergebnis geformt und interpretiert werden, entsteht dann ein Theoriengebäude, das mit wenigen logischen und wissenschaftlichen Argumenten falsifiziert und damit zum Einsturz gebracht werden kann.

Was uns Waffenbesitzer leider nicht weiterbringt, da sich die Waffengegner die Deutungshoheit nicht aus der Hand nehmen lassen wollen. Unangenehme Argumente der Waffenbesitzer werden einfach als unwesentlich, falsch oder “unwissentschaftlich” bezeichnet (ohne einen echten Beleg dafür zu haben). Das sind natürlich nur rhetorische Tricks um zu verhindern, daß die eigene wacklige Theorie einen Kratzer abbekommt.

Es geht den Waffengegnern nicht um Wahrheit, um Realität, sondern darum, Recht zu behalten – um jeden Preis. Das hat mehr mit Religion als mit Wissenschaft zu tun und die verwendeten Methoden sind eher religiös/ideologisch als wissenschaftlich.

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